7. Februar 2008

In der Disco

von Heinz Thomsen

Neulich war ich tanzen. Draußen war es dunkel. Die Disco war voll und die Musik wer genau richtig laut. Ich mochte die Musik. Es war Rap, das ist cool. Zuerst habe ich mir was zu Trinken geholt, und zwar Cola. Ich habe mich alleine an einen Tisch gesetzt und die anderen Leute beobachtet. Niemand hat getanzt. Ich auch nicht. Es waren auch ein paar Mädchen da, aber ich fand keine von ihnen interessant. Ich fand es gut, die Leute zu beobachten. Dann bin ich nach Hause gegangen, weil ich müde war. In meinem Bett wartete schon mein Kuschelhase.

Ein schöner Morgen auf dem Land

von Dennis Seidel

Der Morgen graut.
Es wird langsam hell.
Auf dem Hof der Familie Seidel ist es noch ruhig. Ich heiße Denis Seidel und bin acht Jahre alt.

Meine Geschwister heißen Silvana, Therese und Kevin.
Wir haben zwei Hunde, sechs Kühe, eine Sau und sieben Ferkel, drei Katzen und einen Hahn auf dem Hof.
Unsere beiden Hunde heißen Ava und Rex.
Ava ist eine Mischlingshündin und Rex ist ein Border Collie.
An diesem Morgen ist alles ruhig.
Rex schläft unten im Flur.
Neben mir schnarcht Silvana.
Mama und Papa schlafen auch noch.
Therese sitzt am Schreibtisch.
Um 9.30 Uhr weckt mich Silvana.
Mama macht Frühstück.
Unten schreit Kevin.
Silvana geht mit Rex raus.
Nach dem Frühstück gehen wir raus.
Ende

„Na, Du Spasti“!

von Nora 
Spastiker – was ist das eigentlich?! Ich kenne den Begriff nur aus den Sprüchen der Grundschule, „Hey, Du Spasti(ker)!“. Benutzt hatte ich diesen Satz sogar auch schon. Aber die Aussage dieses Satzes?! – Die habe ich nie gewusst. Bis jetzt. Nun habe ich selbst leider etwas, was sich Spasmus nennt. Also weiß ich, was das ist. (Wenn ich gehe, beugen sich die Zehen unter den Fuß, auf den Boden. Sie „krallen“. Ich gehe also auf den Zehen.) Doch, es ist schon recht unangenehm, ja, es teilweise tut sogar auch weh! Aber – obwohl mir meine Eltern immer sagen: “Mach die Zehen mal locker, sortiere sie!“, wenn ich so gehe, – ich kann das leider nicht abstellen. Ich „kralle“ einfach. Einen Spasmus kann man nicht so einfach abstellen bzw. beeinflussen – Er ist einfach vorhanden, wenn man Pech hat. Das ist (leider) bei mir nun so der Fall. Und – wie gut auch immer diese Ratschläge meiner Eltern nun mal gemeint sind – ich kann auch nichts gegen das ständige Krallen unternehmen, ich tue es einfach. Einen Spasmus kann man nicht willkürlich beeinflussen oder gar verhindern. Es ist ein vom Kopf gesteuerter Mechanismus, der quasi automatisch einsetzt. Bei einem Spasmus lässt der Kopf lediglich Masssenmuster zu, um die Person von A nach B zu bewegen (Ziel Nr.2 des Kopfes), sobald sich die Person in der Aufrichten befindet (Ziel Nr. 1 des Kopfes). Selektive Bewegungen wären zwar durchaus möglich, jedoch nicht die Norm. Und diese nun angewandten Bewegungsformen kommen so im Gehirn an und setzen sich dort fest. Bei mir heißt dies: beim Gehen den linken Fuß irgendwie nach vorn zu „schleudern“ und zu krallen. Hier stehen „selektive Bewegungen“ für eine Bewegung, die zielgerichtete einzelne Muskeln ausführen. Diese „Massenbewegung“ läuft nach abnormalen Verhaltensmustern ab, da so einiges in meinem Kopf durch den Unfall, den ich hatte, gestört worden ist. Ein Massenmuster ist der Ausdruck für keine einzelne Bewegung, sondern wenn viele Muskeln bei einer Bewegung „mithelfen“, z.B. Bein vor“. Meine momentane Physiotherapeutin, bei der ich zurzeit auch sehr intensiv Therapie nehme, hilft mir wirklich ungemein bei der Bekämpfung meines „Fehlers des Fußes“. Ich hoffe nun, dass mein Spasmus sogar mal – dank ihrer Hilfe – beseitigt wird! Auch wenn das vielleicht zu viel erhofft ist, ich hoffe es dennoch… Na, dass es möglich ist, den Spasmus (ganz) zu beseitigen, versprach sie mir schon mal. Und ich weiß halt, dass ich bei ihr unter guten und hilfreichen Händen bin und traue ihr diesbezüglich auch sehr viel zu. Auch mein spanischer Physiotherapeut gab mir schon viele Tipps für meine Vorgehensweise gegen diesen Spasmus. Der Spasmus hat sich sogar auch – dank der Hilfe dieser eben genannten Physiotherapeutin – schon wesentlich verbessert! Aber dieser Spasmus ist nun mal vorhanden und bleibt es wohl auch noch. Leider. Ich hoffe aber, nicht mehr allzu lange! Jetzt, wo ich weiß, was das bedeutet, ein „Spastiker“ zu sein, würde ich diesen Satz nicht mehr so einfach benutzen. Eine Spastik ist schon etwas wirklich Schlimmes, das habe ich merken müssen. Etwas, was man sogar seinen ärgsten Feinden nicht so einfach wünscht.

Ein kleiner Traum von mir

von Marco Nast

Ich würde gerne einen schönen Urlaub in einem exotischen Land machen:

Mein Problem besteht aber darin, daß ich leider sehr schlecht gehen kann. Das liegt leider daran, daß ich das Opfer eines heftigen Unfalls war, der zum Glück aber nur mich allein betraf:

Eines Morgens, es war im Januar (der 3. 2003), da bin ich mit meinem Auto zur Arbeit gefahren. Ich hatte leider das Pech, daß ich auf einer überfrorenen Stelle ins Schleudern kam.
Ich hatte mich mehrmals überschlagen und bin dann im Strassengraben liegen geblieben.
Zum Glück hatte dies jemand bemerkt, der daraufhin gleich die Polizei gerufen hatte. Als Folge davon bin ich mit einem Rettungshubschrauber abgeholt und in das Eppendorfer Krankenhaus geflogen worden, die hatten mich dort zum Glück wiederbelebt. Daraufhin wurde ich in das Krankenhaus nach Boberg verlegt, wo ich traurigerweise über ein Jahr gelegen habe, bis mich meine Eltern wieder nach Hause geholt haben.
Ich muß leider zugeben, daß ich noch Heute unter den Folgen dieses Unfalls zu leiden habe.

Die Folgen dieses Unfalls bestehen für mich darin, daß ich nun leider sehr schlecht (beziehungsweise nur mit Stöckern) gehen kann.)

Was ich mir in diesem Zusammenhang wünsche ist, dass ich mich, wenn ich mich ein wenig rehabilitieren könnte, wieder so verhalten könnte, wie es die Menschen um mich herum tun, damit meine ich zum Beispiel ohne Stöcker zu laufen, etwas mehr zu behalten und nicht so oft auf die Toilette zu müssen.

Ich muß aber zugeben, daß ich trotz meiner Defizite trotzdem recht glücklich bin, damit meine ich, daß ich halt versuche, das Beste aus meiner so unangenehmen Situation zu machen.

Wenn ich vielleicht das Glück hätte, könnte ich trotz meiner leider vorhandenen Defizite wieder Menschen kennenlernen, die mich so nehmen, wie ich halt bin.

Ich sehe es als notwendig an, das Beste aus meiner Lage zu machen. Aber ich befürchte, es benötigt außer dem bloßen Willen noch eine Menge an Geduld.

Aber wenn ich bedenke, was mir alles widerfahren ist, bin ich dennoch sehr glücklich.

Ich bin King Kong


von Heinz Thomsen

Ich lebe im Urwald, zusammen mit einer großen Orang Utan-Familie.
Ich bin sehr stark, aber nicht wild, sondern lieb und sanft.
Wenn jemand in Gefahr ist oder Hilfe braucht, dann bin ich für ihn da.

„Mein Bubilein“

von Nora 
Ich habe ein Problem, welches sicherlich auch alle anderen erwachsenen „Kinder“ haben, die einen Unfall erlitten haben: Ich bin nun wieder ein „kleines Bubilein“ geworden! Ich bin zwar inzwischen (schon) 25 Jahre alt und war 23 Jahre zu dem Zeitpunkt meines Unfalls, aber für meine Eltern, insbesondere für meine Mutter, bin ich nun wieder ein Teenager geworden! Dass ich schon erwachsen bin, sieht sie nicht so. Ich, erwachsen? Aber wieso verhalte ich mich dann nicht auch so?! Gut, ich muss zugeben, dass meine Verhaltensweise teilweise wirklich noch sehr „kindisch“ ist. So hatte ich bis zu meinem 24. Lebensjahr noch „Mama“ und „Papa“ zu meinen Eltern gesagt und erst ziemlich spät gemerkt, dass ich aus diesen Alter schon (lange) raus bin. Na, immerhin habe ich es gemerkt! Aber meine Mutter („Mama“) gab sogar schon zu, sie sähe mich als „Pubertierende“. Ja, ich denke sogar, als „pubertierendes Gör“! Ich weiß, dass ich mich noch sehr lange so verhalten habe, wie man sich „pubertierende Görs“ vorstellt. Aber Eli, („Mama“), siehe endlich mal ein, dass ich erwachsen bin!!! Das bin ich nämlich… Ich habe wirklich immenses Glück, dass meinen Eltern meine Selbständigkeit ebenso wichtig ist, wie sie mir auch selbst wichtig ist: Und so arrangierten sie es, dass ich mein Geld, welches ich aufgrund des Unfalls bekomme, für eine (Eigentums-)Wohnung nutze. Und das, obwohl es durchaus die Möglichkeit gegeben hätte, bei ihnen im Haus, in dem sie wohnen, den Keller auszubauen (es gibt dort eine eigene Wohnungstür)! Na, da wären wir uns ja sicherlich extrem stark auf die Nerven gegangen, gegenseitig. (Meinen Eltern wäre ihr „kleines Baby Nora“ auf die Nerven gegangen und ihr ihre Eltern.) Schön, dass dem nun doch nicht so ist!

31. Januar 2008

Lieblingsmusik: Out of oblivion

von Nora 
Welches momentan meine Lieblingsmusik ist? Da muss ich aber ganz eindeutig die CD "Out of Oblivion" von dem Saxophonspieler Stefan Tiefenbacher angeben. Stefan war auch Opfer eines Motorradunfalls, wobei er sogar seinen linken Arm verloren hat. Da auch ich einen Motorradunfall erlitten habe, setzte ich mich sogleich an Papier und Stift, als ich von seinem Schicksal erfuhr und schrieb ihm einen Brief. So kamen wir in Kontakt, so dass wir nun eine Brieffreundschaft aufgebaut haben. Stefan ist ein begeisterter (und, soweit ich das beurteilen kann, ein wirklich guter) Saxophonspieler. Da er nun nur noch einen Arm hat, wurde ihm sein Saxophon umgebaut, so dass er es dennoch (wieder) nutzen kann. Das Spielen hat ihm bei seiner Entwicklung nach seinem Unfall sehr geholfen. Er gibt sogar Aufführungen. Da auch ich inzwischen eine CD "Out of Oblivion" besitze, muss ich schon zugeben, sie häufig zu hören! Die Musik gefällt mir wirklich sehr gut. Nur schade, dass dieser Stefan in der Richtung München wohnt und ich so nicht dazu kommen werde, ihn mal live zu sehen und hören. Aber so gefällt es mir ja auch sehr gut! Was kann man dazu noch sagen? Weiter so, Stefan! Du bist ein Vorbild für viele.

21. Januar 2008

Die Atem-, Sprach- und Stimmtherapie

von Nora


Aufgrund eines Schädelhirntraumas, welches sich im Jahre 2004 ereignete, leide ich unter erheblichen Sprachschwierigkeiten, unter einer Dysiatrie. So sagen mir auch meine Eltern, die beide wirklich Probleme mit der Art meiner Aussprache haben, ständig Dinge wie: „Nun nuschele doch nicht so, Nora!“ oder: „Du wirst doch heute einen Freund treffen. Rede dort bitte bloß ordentlich! Also deutlich und verständlich. Nicht, dass wir wieder zu hören bekommen, Du sprächest nicht verständlich genug. Gib Dir da also bitte bloß Mühe!".
Ich habe nun auch schon so einige Logopäden hinter mich gebracht. Als ich in der Bremer Reha Friedehorst war, hatte ich eine besonders gute Logopädin, die mich auch wirklich vorangebracht hatte. Leider ging sie während meiner Bremer Reha-Zeit in Rente und Friedehorst war der Meinung, ich könne ja eigentlich sprechen, täte es nur nicht. Also kam ich lediglich in eine „Logogruppe“, wo man eigentlich das richtige Anwenden der Sprache hätte lernen sollen. Leider habe ich das dort aber nicht gelernt und nuschele so noch immer sehr oft.
Nun hatte ich das Glück, dass meinen Eltern eine bestimmte Atem-, Sprach- und Simmtherapeutin empfohlen wurde. Bei dieser bin ich nun, anstelle bei einer Logopädin zu sein. (Dazu muss ich sagen, dass mir die Logopädin, die mir das Sprechen wieder neu gezeigt hat, als ich nur flüstern konnte oder mich schriftlich äußern musste, eine solche Therapeutin sei nicht sehr anerkannt. Da diese eben beschriebene Logopädin allerdings in Bremen arbeitet, bin ich nicht bei ihr. Statt dessen bin ich nun inzwischen (trotzdem) bei der Atem-, Sprach- und Stimmtherapeutin.) Diese ist ausgesprochen hilfreich für mich! Insbesondere zeigte sie mir beispielsweise, wie ich mir die Luft beim Sprechen richtig einteile. Mit dem Atmen in Verbindung mit dem Sprechen habe ich nämlich noch erhebliche Probleme, obwohl mein Unfall doch schon längere Zeit her ist. So sprach ich – bevor ich bei Ihr Therapie hatte – wenn ich eigentlich keine Luft mehr hatte. Diese Therapeutin konnte mir allerdings zeigen, dass es auch anders geht!
Laut ihr sei es wichtig, sich Zeit zu lassen. Insbesondere in Verbindung mit dem Zuhören. Der Mensch als ganzes sei wichtig, die Stimme gehöre mit der Atmung zusammen, so wie auch die Anspannung mit dem derzeitigen Zustand zusammen gehöre.
Ich glaube, dass ich dazu noch sagen muss, wie wichtig es ist, dass wir sehr gut zusammen passen. Das tun wir nämlich. Ich mag sie wirklich gern und sie kann (natürlich) auch gut zuhören.
Wenn wir gemeinsam arbeiten, rede ich teilweise auch wirklich gut.
Ich muss hier sagen, dass sie mir unheimlich gut schon geholfen hat. Ich hoffe, dass ich weiterhin meistens wieder gut sprechen kann, jedenfalls verständlich.

18. Januar 2008

Eine Lovestory

von Dennis Seidel

Alles begann in Hollywood.
Dort lebten zwei Superhelden.
Ein Mann und eine Frau.
Sie hießen Tanja und Dennis.
Dennis mochte Tanja sehr.
Eines Tages aber kam ein sehr
Gefährliches Monster in die Stadt, das Krümmelmonster.
Dennis warnte Tanja.
Sie kämpften mit dem Krümmelmonster.
Als alles vorbei war
Küssten sie sich.

Ende

Ein Märchenthriller Teil 2

von Johannes Plomitzer

...Er stellte sich den Feinden in den Weg und machte sie alle gefechtsuntüchtig. Su Ling und Jang Ling verzogen sich von der Schmuckausstellung. Ihnen war klar, dass die Mafia sie weiter verfolgen würde. Sie überlegten, wie sie für immer von der Bildfläche verschwinden können. Su Ling fragte ihren neuen Freund, was es mit dem Collier auf sich hat. Jang Ling erzählte ihr die Geschichte dieses sagenumwogenden Colliers. Derjenige der dieses Collier trägt erhält eine ganz besondere Kraft. Man erlernt sämtliche Kampfsportarten in wenigen Minuten und hat für alle Zeiten eine Super Power. Su Ling ist geschockt. Ihr wird klar, wie gefährlich dieses Collier in falschen Händen ist. Um die Macht des Colliers freizusetzen, muss der richtige Zauberspruch gesagt werden. Nach genauem Betrachten des Colliers entdeckten sie die geheime Botschaft des Künstlers Cheng. Der Zauberspruch lautet: “Cheng, Cheng du bist der Weng.“ Kaum ausgesprochen, spürten sie die Macht des Colliers. Aus Angst vor großer Zerstörung wollten sie das Collier vernichten. Sie warfen das kostbare Collier in ein großes Feuer. Befreit von der Macht und angezogen vom führerischen Blick Su Lings küsste Jang Ling sie auf die Lippen.