Dienstag, 17. Januar 2017

Höheres Sicherheitsgefühl= höhere Sicherheit?

Von Nora Poppensieker

„Schrecklich, was da schon wieder passiert ist“, beschwert sich Henrike bei Moritz. Es wurde versucht, einen Obdachlosen anzuzünden. „Ich bin der Meinung, wir bräuchten hier eine höhere Kontrolle, mehr Kameras. Dann könnte man jedes Verbrechen aufklären und vielleicht sogar verhindern.“
„Dann unterstellst Du also jedem zunächst böse Absichten!“, erwidert Moritz darauf. „Glaubst Du wirklich, dass jeder Mensch überwacht werden sollte? Und wahrscheinlich hast Du auch keine Einwände gegen Telefonüberwachungen?!“ „Wieso, hast Du etwas zu verheimlichen, so dass Deine Gespräche nicht mitgehört werden dürfen?!“, fragt Henrike skeptisch. „Nein, zu verheimlichen hätte ich nichts, noch nicht einmal vor meiner Ehefrau“, gesteht Moritz. „Doch habe ich Privatsphäre, und die habe ich sogar vor Elvira.“
Genervt stemmt Henrike die Arme in die Seite. „Wenn jeder wüsste, dass sein Handeln überwacht wird, würde sich niemand trauen, etwas Illegales, ja, Gefährliches und Menschenverachtendes zu tun“, sagt sie.
„Nein, Henrike, wenn jeder Mensch gläsern ist, kann man ganz bestimmt nicht alles verhindern. Vielleicht kann man nach einem Verbrechen die Täter hinterher schneller finden und bestrafen, wenn man auf Videoaufzeichnungen sehen kann, wer wo was und wann genau tat. Doch wer sollte alle Telefongespräche abhören? Oder auch jede Videoaufzeichnung in Echtzeit begutachten?“ Hier unterbricht ihn Henrike: „Man muss doch nicht jede Minute abhören, Moritz, es gibt doch bestimmte Suchbegriffe, Schlagwörter, die aus Telefongesprächen herausgefiltert werden könnten.“ „Ach Henrike, das stellst Du Dir ja auch einfach vor. Wenn ich selbst etwas zu Verheimlichen hätte, fände ich bestimmt Wege, um mich am Telefon deutlich mit meinem Gegenüber, der in meine illegalen Tätigkeiten eingeweiht ist, zu verständigen. Und sei dies zunächst einmal mit zwei pro Telefonat wechselnden Prepaid-Anbietern mit jedes Mal wechselnden Synonymen für bestimmte Schlagworte, die abgefangen werden könnten. Die nötigen SIM-Karten und auch die entscheidenden Begriffe, die ich verschlüsseln möchte, würde ich im normalen Brief schicken. Glaub mir, Henrike, ich könnte gut Gefährliches verheimlichen, da ich ja davon ausginge, dass mein Gespräch mitgehört würde.“
„Aber Moritz, sogenannte würden stärker abgehört werden, als jeder . Und da ich nichts zu verheimlichen habe, habe ich natürlich auch nichts zu verbergen, was niemand wissen darf.“
„Ach so, man sollte also die Gefährder strenger überwachen?! Dann erzähle mir doch mal, wieso dieser Amri –oder so-, der, der das Attentat mit dem Bus in Berlin begangen hat, nicht rechtzeitig gestoppt werden konnte, so dass die Tat verhindert wurde?! Und das, obwohl er als sogenannter bekannt gewesen ist?“

Weihnachten und Neujahr!

Von Johannes Plomitzer
 
Das Weihnachten war sehr schön. Wir waren alle beisammen, haben erzählt und viel gelacht. Zuerst haben mich meine Eltern in der Wohngruppe abgeholt und dann ging es ab zu meiner Schwester nach Barmbek. Meine Schwester hat extra Alu-Schienen für die Treppenstufen besorgt, aber leider war eine defekt und wir konnten sie nicht benutzen. Ich bin aber trotzdem gut in die Wohnung gekommen. Dann haben wir ordentlich Weihnachtsmusik angemacht und gefeiert. Wir waren richtig toll in der Kirche mit Stück aufführen und Weihnachtsliedern. Die Weihnachtsgeschichte wurde von Kindern und Erwachsenen aufgeführt. Das hat mir gut gefallen. Pastor Hanno habe ich sofort wieder erkannt, obwohl er graue Haare hatte. Hannah war mit, Jens war mit, Christan, Silke, Bruno und Benito waren mit. Brigitte und Reiner waren auch dabei. Meine Eltern und meine Schwester auch noch. Wir haben schöne Weihnachtslieder gesungen: Oh Tannenbaum, Oh du Fröhliche und Ihr Kinderlein kommet.
Wir haben an diesem Abend sehr lange zusammen gesessen, Musik gehört und erzählt. Und später kamen noch Manfred und Claudia dazu und haben Feuerzangenbowle mitgebracht. Wir waren bis 1:30 Uhr wach.

Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir mit dem Bus ins Restaurant gefahren, nach Winterhude. Das Restaurant hieß Henny’s. Dort habe ich ein gutes Steak gegessen, mit Backkartoffel und Speckbohnen. Hannah und Suzan war am nächsten Tag übel. Ein Magendarmvirus! Am 27.12. bin ich dann nach Cuxhaven gefahren um bis Neujahr dort zu bleiben.

Am Silvesterabend haben wir noch den Rest Kartoffelsalat gegessen und dazu gab es grobe und feine Bratwurst. Wir wollten noch einen Spaziergang am Abend machen, aber das Wetter war so schlecht dass es nicht ging. Wir haben die ZDF Kultnacht geschaut und waren bis 6:00 Uhr wach. Meine Mutter ist schon um 4:00 Uhr ins Bett gegangen. Meine Vater hat uns später Teewurstbrote geschmiert und gesagt: „Mein Junge jetzt ist es 6:00 Uhr, wir bleiben wach.“ Aber dann hat er mir meinen Schlafanzug angezogen und wir sind doch ins Bett.

Weihnachten und Silvester

Von Cornelia Meyer
 
Wie jedes Jahr waren Opa, Oma und meine Tante bei uns, und Opa ist sogar früher gekommen. Opa hatte sich gewünscht Lichter zu sehen, also ist meine Mutter mit ihm ins Alstertaler Einkaufszentrum (AEZ) gefahren. Er war begeistert.
Am 24. sind die anderen beiden Sensoren gekommen und schon ging das Reden los. Oma ist eine Nette, aber reden kann sie noch und nöcher. 

Ich habe den Tannenbaum mit meinen Eltern gekauft und mit meiner Mutter Rot-Weiss geschmückt.
Als Opa und meine Mutter aus dem AEZ wieder kamen, kam Opa auf mich zu mit einem Geschenk zu mir: "Für mich? Aber Opa, es ist doch erst Morgen Weihnachten". Opa hielt ein riesiges Weihnachtsmannwindlicht im Arm. "Ach, meen Deern…" Ich habe es gleich auf die Terasse gestellt.
 
Meine Mutter sagte zu Opa: Sag mal aus!"
Opa sagte: "Aus!" Die Lichter am Tannenbaum ging aus.
"An!", meinte Opa. Die Lichter am Tannenbaum gingen an.
"Aus!", "An!", "Aus!". 
Opa fing an zu lachen, als er die Fernbedienung in der Hand meiner Mutter sah.

Zum Essen gab es Russische Eier, dieses Jahr als Hauptgang.
Russische Eier: Gekochte Kartoffel, Sauce, wachsweiche Eier und Forellen Kaviar. 
Russische Eier gibt es immer Weihnachten.

Krankenhaus

Von Gunda Breul
Ich war einen Monat und fünf Tage im Krankenhaus in Eilbek, da wurde ich an meiner rechten Schulter operiert. Danach musste ich für 2-3 Nächte auf der Intensivstation bleiben, aber dann musste ich wieder auf die gegenüberlegende Station 7 B. Am nächsten Tag bin ich da hingekommen. Und dann habe ich morgens, mittags und abends Grießbrei gegessen. 
Eure Autorin Gunda Breul.

Mein Weihnachten und Silvester

Von Stefanie Thies

Ich habe mich vor Weihnachten mit meiner Schwester getroffen. Wir haben in Hamburg lecker gegessen und geklönt. Ich habe ein Geschenk von ihr bekommen: eine CD, ein Hörbuch. Das hat mir sehr gut gefallen.
Weihnachten habe ich zu Hause gefeiert. Wir haben Roast Beef gegessen. Danach haben wir fern gesehen.
An Silvester bin ich erst um 2 Uhr schlafen gegangen. Mein Bezugsbetreuer hat mitgefeiert. Unten im Hof habe ich Raketen gesehen.
Für das neue Jahr wünsche ich mir bald in einer eigenen Wohnung zu leben, mit eigenen Hilfestellern.

Weich Weihnacht

Von Jesus Alam

Weich Weihnacht.
Mama wacht.
Silke, die Hexe.
Mama, diese kleine Hexe, Frau A.

Ich bin Hundefeind.
Mama, Frau A., benötigt Pampers.
Und einen Schnuller und Schwimmflügel.
Urin.

Ich habe gute schlechte Zeiten.
Papa hat unter dem Talar eine schwarze Unterbüx.
Ich hab zwei DVDs von Jesus bekommen.
Da wurde er gekreuzigt.

Mama

Von Jesus Alam

Mama mag Liegestuhl.
Matte hatte mich gelobt.
Mama ist eine Tante.
Mama duscht und macht sich nackt.
Mama ist eine dicke Haselnuss.
Mama hat 'nen Hackenfuss.
Mamaklo.
Mama kackt.
Mama pinkelt.
Mama furzt.
Mama kann eine Arschbombe fliegen vom Dachboden.
Mama hat Papa gefurzt.
Rattenschwanz zu Silvester.
Rattenklo und Böller auf dem Glasdach.
Ich habe Silvester bei Silke auf dem Arsch gesessen.

Ja Jahr Ja

Von Jesus Alam

Ich bin's
kann sehr fühlen
Frauen fließen
ob blond oder braun
Warum ist Mama so brav?

Warum ist Sigi so bunt?
Und ich küsse Mama in den Bauch
Ich mache Mama fertig.
In den Pusch.

Mama leckt mich.
Mama leckt mich.
Sigi leckt mich.
Sigi leckt mich.

Mama Hotzenplotz.
Mama Hoxenklox.
Silke alte Käthe.
Mama - Popo.
Silke - Popo.

Montag, 28. November 2016

Eine Weihnachtsgeschichte

Von Cornelia Meyer

Es war einmal ein kleiner Schneehase, der wohnte in der Nähe von Ställen mit Tieren, deren Besitzer sehr arm waren. Wie das Häschen hieß? Man weiß es nicht es ist so lange her. Nennen wir es einfach: “Schneehäschen“.

Eines Tages, hatte sich das kleine Schneehäschen verlaufen und fand nicht mehr nach Hause. Die Eltern und Geschwister machten sich große Sorgen und fingen an, das Häschen zu suchen, Sie suchten den ganzen Tag, aber das Häschen fanden sie nicht. Die Dämmerung trat ein und Schneehäschen hatte Hunger, wo waren nur seine Eltern? Es suchte und suchte, aber ohne Erfolg. Plötzlich wurde es sehr traurig.
Er bemerkte nicht, was am Himmel vor sich ging, nicht von der Aufruhr der Leute und den anderen Tieren aus den Ställen. So ein Geplapper und Getuschel.

„Ist das wirklich wahr?“  fragte ein Elch seine Herde.
„Was für ein Unsinn!“ sagte ein Mann zu seiner Frau, „Du hast einen Engel gesehen und das absurde, er hat mit dir gesprochen und sagt zu Dir, Du sollst nach Bethlehem laufen? So ein Quatsch! Du bildest Dir das ein.“ „Ich sage es Dir doch“, sagte ihm seine Frau. „Draußen am Himmel tut sich was Ungewöhnliches auf, siehst Du es denn nicht?“ Der Mann ging Kopfschüttelnd zum Fester und schaute hoch zum Himmel. Er sah nicht, was seine Frau gesehen hat. „Ich sage doch, Du hast geträumt“. „Nein das habe ich nicht“, meinte seine Frau. „Ich sehe ihn jetzt hier an diesem Fenster. Schau mal was ist das? Da ist er wieder, der hellste Stern den ich je in meinem Leben gesehen habe!“
„Wie? Jetzt siehst Du Sterne?“ fragte der Mann. Er sah noch einmal aus dem Fenster und diesmal sah auch er ein Licht und hielt nun sie beide für verrückt.
Der Engel war wieder da. Diesmal ignorierte er die Frau und sprach zu ihrem Mann: „Geh nach Bethlehem, dann siehst du dass deine Frau richtig liegt, das Kind ist geboren, das uns helfen wird, dass Frieden über die Welt kommt!“
Schneehäschen hoppelte und hoppelte dem Stern hinterher der ihm den Weg wies.
Wieso war da eigentlich nur ein Stern? Und warum folgten so viele Menschen und Tiere ihm?
Alle waren schon seit Tagen unterwegs aber niemand war so weit wie das Häschen. Unser Schneehäschen wird es schaffen, es wird das Kind, Maria, Josef und den Esel antreffen.
Werden auch alle anderen es schaffen, die sich auf die Reise begeben haben? Und wenn ja, wird Schneehäschen dort auf seine Eltern treffen? Was denkt ihr?

Dienstag, 15. November 2016

Einsam

von Stefanie Thies

Ich bin einsam.
Wohngemeinschaft, du machst einsam.
Wir sind einsam.
Ich möchte umziehen.
Ich kann nicht mehr lange.
Ich muss gucken, wie ich weiter komme in meinem Leben.
Ich will eine eigene Wohnung mit Hilfe, aber ich will gucken, wo ich noch Hilfe bekommen kann.
Mal gucken, ob ich das mache wie ich das will, in Hamburg müssen die Wohnungen teuer sein.

Gut!

von Lina Strothmann

"Hey, weißt du schon, dass wir einen Neuen in unsere Klasse bekommen?" flüstert Tina ihrer besten Freundin ins Ohr. Die beiden Mädchen sitzen in ihrem Klassenzimmer, beide 16 Jahre alt. "Der soll verdammt gut aussehen!" -" Das glaubst du doch selbst nicht" flüstert Tanja zurück, "hast du in dieser Klasse schon mal einen Typen gesehen, der nur ansatzweise gut aussieht? Und außerdem geht es mir ni...". Doch ehe Tanja ihren Satz beenden kann, erstarrt sie plötzlich. Ihre Hände fangen zu zittern an.
Da steht der bestaussehenste junge Mann neben ihrem Lehrer: 180 cm groß, schlank, schöne schwarze Haare. "Guten Tag, ich bin Tom und werde ab heute in eurer Klasse sein." -"Okay Tom, dann setz dich mal neben Tanja!".
"Hey Tanja, freut mich, dich zu sehen. Wie ist denn diese Klasse?" -"Gut", stottert Tanja. "Und wie sind die Lehrer hier so drauf?" -"Gut." - "Und wie heißt deine Freundin, die neben dir sitzt?" -"Gut." -"Okay, sag mal, ist bei dir eigentlich alles 'gut'?" grinste er. Tom holte sein Notizbuch raus und schreibt Tanjas Wort 'gut'. Er hatte schon eine Menge Mädchennamen in diesem Heft notiert und das Wort, das sie nur noch zustande brachten, wenn sie ihn das erste Mal sahen.

Der einsame Wolf. Eine Geschichte über Gestaltenwandler

von Sarah Gorski

Der Winter war hereingeschneit und alle Gestaltenwandler trafen sich in ihrem geheimen Unterschlupf. Eine Sitzung wurde einberufen, nur eine Gemeinschaft wurde nicht dazu eingeladen. Das waren die "Dark River Leoparden". Deren Anführer kochte vor Wut: "Wie konnte Howk nur mich vergessen, das wird er büßen!" Lucas holte seine Leute und erklärte seinen Plan: "Ihr wisst doch, dass Howk eine Geliebte hat. Ihr werdet bei Dämmerung zum Quartier der Quadetten schleichen und Lienna-Lauren Snow entführen. Wen Howk merkt, dass seine Geliebte weg ist, wird er jegliche Vorsicht vergessen und während er auf die Jagd geht, werde ich eine Falle für ihn vorbereiten!"
Fortsetzung folgt

Montag, 14. November 2016

Was ist ein Date?

von Nora Poppensieker

Regelmäßig lese ich die Geschichten, die auf www.jetzt.de stehen. Nun waren dort Artikel über „Dates“. So frage ich mich: Was ist eigentlich ein “Date“? Ich ergooglete mir den Begriff „Date“ und bekam folgende Ergebnisse: Laut Wikipedia ist ein Date ein Treffen oder eine Verabredung. Ja, so sehe ich es an und für sich auch. Und doch schwingt in dem Begriff „Date“ immer etwas Romantisches mit, dass es sich um ein Treffen bzw. eine Verabredung zweier unterschiedlicher Geschlechter handelt, die durchaus Interesse aneinander finden. So liest man auch im Wiktionary, es handle sich um eine Verabredung meist zweier Verliebter. Da mir dies zu anrüchig erscheint, nehme ich lieber die eben genannte Wikipedia-Beschreibung oder auch die aus dem Duden, in dem ein Date als eine Verabredung, als ein Treffen beschrieben wird. Ja, das ist mir recht so. Ich möchte M und auch N gern treffen, mich auf einen Kaffee oder auch zum gemeinsamen Schwimmen mit jeweils einem von ihnen verabreden, ohne irgendwelche Hintergedanken zu hegen, weder von mir, noch von M oder auch von N, schon gar keine romantischen Absichten. Wir haben also ein Date?

Ich mag sowohl M als auch N wirklich ausgesprochen gern, ich genieße ihre jeweilige Gesellschaft sehr, freue mich immer über neue Blickrichtungen aus eben ihrer Situation auf die mich beschäftigenden Themen, bzw. freue mich zu hören, dass ich nicht allein mit meiner Sicht auf das jeweilige Geschehen stehe.

Und wo ist jetzt mein Problem? Ich selbst bin schwerstens verliebt in C und date sowohl M, als auch N. Habe ich Angst, dass einer von uns dreien dieses jeweilige Date mal fehlinterpretiert, mehr hinein interpretiert als lediglich ein Treffen zweier Freunde?

Dienstag, 11. Oktober 2016

Elena und ihre Kinder

von Marco Nast

Um 5.30 Uhr war Elena aufgestanden. Sie hatte das Frühstück vorbereitet und um kurz nach 6.00 Uhr die Kinder geweckt. Um 7.00 Uhr hat sie den Kindern nachgewinkt, als sie zur Schule losgingen. Nun lag der Vormittag vor ihr, wie ein weißes Laken. 
Da Elena nun überhaupt nichts geplant hatte, beschloss sie den Vormittag zu nutzen und die Verwirklichung ihrer privaten Bedürfnisse einzuleiten. Also machte sie sich gleich auf die Socken und begab sich sogleich zur nächst besten Maniküre und zu dem benachbarten Friseur, den sie mittlerweile schon als Ihren Freund ansehen konnte. Da Elena sonst nichts vorhatte, konnte sie sich ja auch verhalten, wie sie wollte. 
Da Elena schon lange Single war, beschloss sie sogleich zu einer Partnervermittlungsbörse zu gehen. Die lag zu Ihrem Glück auf ihrem Weg und so hatte sie Zeit, sich ordentlich vermitteln lassen. Nun ist Elena wirklich glücklich. Ich finde es schade, dass ich leider bisher noch keine Gelegenheit hatte, Elena näher kennen zu lernen. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Elena nun wirklich unternommen hat, da ich leider nicht dabei war. Ich hoffe nur, dass Elena ihre Zeit gut genutzt hat und doch noch einen netten Partner gefunden hat.

Ich

von Immanuel Affeld

Ich bin froh. Ich kann reden. Ich kann auch schon furzen. Ich kann Inlineskater fahren. Ich kann Schlitten fahren. Im Schnee. Ich kann Schlittschuh fahren. Das ist Freiheit. Freiheit ist cool. Eckhard ist stolz auf mich. Und zweitens: Eckhard macht mich fertig. Eckhard, die alte Pflaume. Eckhard ist verliebt in mich. Und Eckhard liebt Yvonne. Und Eckhard mag Hunde. Er liebt alle Frauen. Das muss sein. Es reicht.

Gedanken

von Immanuel Affeld

Faulpelz. 
Bist ein kleiner Faulpelz. 
Oder ein Gangster? 
Nein, das ist Maik. 
Piranjas. Der weiße Hai.

Die Bullen haben die Feuerwehr gerufen. Und dann haben wir Maik ins Altersheim geholt. Und Maik hat Angst vorm Eckahrd. Maik haut nicht ab, bis der Eckhard da ist. 
Braunschweig. Neumünster. Mannheim. München. Stuttgart.

Es war einmal

von Immanuel Affeld

Es war einmal ein Mann, der hieß Padros und hatte vier Arme. Der kletterte auf einem Baum. Es waren dort viele Bäume. Bäume sind wie Frauen. Padros küsste den Baum. Geknutscht. Und dann Hochzeit gefeiert. Mit vier Armen hat er gewunken. Ruth hat Schiß. Dann hat sie zurückgewunken. Und Papa ist auf einen Berg geklettert. Dann kamen Vögel geflogen. Durch den Mist. Es roch nach Eierschmalz. Padros hat mit Äpfeln geschmissen. Mit den vier Händen. Und mit den Füßen auch. Und Eckhard ist stolz. Er kann vom 3er springen. Arschbombe. Er hat auch vier Arme. Und pflückt Äpfel vom Baum runter. Er hat auch Schiß. Padros auch. Er ist dann runtergekommen.

Der Liebesapfel

von Sarah Gorski

Der erste Oktober war der Tag, an dem sich Annes Leben für immer ändern sollte. Sie war gerade dabei ein paar Äpfel für ihre Mutter zu sammeln, da diese daraus einen Apfelkuchen machen wollte. Plötzlich hörte sie ein Stöhnen und Schmatzen hinter sich. Anne ließ die Äpfel fallen und blieb wie erstarrt stehen. Von hinten hörte sie: " Beweg dich nicht, ich erledige ihn!". Anne sah einen Soldaten, der seine Waffe auf den Zombie richtete. Es machte "Schmatz" und das Hirn des Zombies verwandelte sich in Matsch. Anne fiel in Ohnmacht. Der Soldat rannte zu ihr und fing sie auf. Als Anne wieder zu sich kam, war sie verwirrt: "Wo bin ich? Was ist passiert?". Der Soldat sagte: "Du bist in Sicherheit!". Das Mädchen fragte: "Hast du mich gerettet? Wer bist du?"- "Ich bin Piers und wie heißt du?" Anne stellte sich vor: "Mein Name ist Anne, danke für die Hilfe Piers"....

Montag, 26. September 2016

Ferien in Wien

von Gunda Breul

Ich hatte Ferien. Willkommen Österreich, machte Pause. Ich hatte nichts geplant und wollte einen ganzen Sommer lag in Wien bleiben, zum ersten Mal seit Jahren. Ich hatte immer gehört, wie ruhig und entspannt es hier im Sommer sei. Wie ungrantig die Stadt dann sei, wie gut ihr die Hitze stehe. Ich sollte schnell merken, dass es ganz und gar nicht entspannt werden würde.

Ich stieg in der Kettenbrückengasse in die U4. Aus einem der Zeitungsstäder am Eingang der von Otto Wagner entworfenen Station hatte ich mir eine Gratiszeitung genommen. Ich las im Stehen: 
Gen zeigt: Hitler mit Afrikanern verwandt. 
In Liverpool wurde John Lennons Toilette versteigert.
Ein Schwein hat 3377 Fans auf Twitter und eine Haushilfe 41 Nägel im Körper.
Ein Kätzchen kommt mit vier Ohren zur Welt - besser folgen tut die süße >>Luntik<< aus Waldiwostok aber auch nicht. Nordkorea zahlt Schulden mit Ginseng.

Ich war auf dem Weg in die >>Szthulbein Brötchenstube<< in der Schwertgasse im ersten Bezirk. Ich hatte mir vorgenommen, jeden Monat mein Stammcafé zu wechseln. Jetzt, im Juni 2012, war es das >>Sztuhlbein<<. Eine Durchsage:>>Bitte überlassen sie Ihren Sitzpatz bei Bedarf Frauen mit Kin...<< Das Band riss ab. Frauen mit Kinn sollte ich also meinen Platz überlassen. 
 
Ich las weiter in der Zeitung: 
Idee des Tages? Schatel-Desinger Erik Askin will durch eine neue Form von Zigarettenschachteln das Rauchen unattraktiver machen. Die neue Form mache das Transportieren der Schachteln unpraktischer.
Neben mir saß ein Volksschulkind. Es las auch das Umsonstblatt, war aber auf einer anderen Seite als ich: >>U10 Kids Station<<. Ich blätterte hin. Das war kein weiter Weg, denn die Zeitung hatte nur wenige Seiten. Man konnte sie zwischen zwei U-Bahnstationen auslesen, wenn man wollte. 
Die Kinderseite war graphisch albern gestaltet. Bunte Buchstaben mit Tiergesichtern. Das K von >>Kids<< war ein Känguru, das I ein Igel, das S ein Stachelschwein. Es gab eine Witzzeichnung: Zwei Hunde gehen durch die Wüste, und der eine Hund sagte: >>Wenn nicht bald ein Baum kommt, mache ich in die Hose.<< 
Das Mädchen war Brillenträgerin. Sie nahm die Brille ab, zog ein Brillenputztuch aus der Tasche und wischte sich damit über die Augen. Ich hatte noch nie einen Menschen gesehen, der sich die Augen putzt. War aber bei der Feinstaubbelastung in den Städten keine dumme Idee. Die >>Lesecke<< in der U10 Kids Station war sehr überschaubar. Sie bestand aus einem kurzen Text: Superknut. Ich las ihn zwischen Kettenbrückengasse und Karlsplatz. 
Eure Autorin Gunda Breul.

Donnerstag, 15. September 2016

Mein dramatischer Urlaub

von Gunda Breul
Es  war einmal eine lustige Urlaubswoche, das heißt 8 Wochen, mit  meinen  Eltern.Wir waren schon um 05:00 Uhr Morgens auf gestanden, dann sind wir mit unserem Wohnwagen losgefahren in Richtung Italien.Und  da  passierte es plötzlich, wir  standen mit  unserem Jetta und  Wohnwagen auf  der  Autobahn mitten  in der  Baustelle  im  Stau,  aber  dann  war  es  sehr  gefährlich  gewesen.Und dann plötzlich wurde unser Wohnwagen hin und her geschleudert. Aber  dann mussten  wir  an den Rand  fahren,  weil  der  Reifen  vom Wohnwagen  mitten  in  der  Baustelle  geplatzt ist. Dann hat mein Vater meine Mutter losgeschickt  zur Notrufsäule, um den ADAC zu rufen. Danach hat  mein Vater den geplatzten Reifen losgeschraubt und den Reifen über den Zaun geworfen.

Piers und Helena: Für immer und ewig

von Sarah Gorski
Ich möchte euch diesmal von meiner Geliebten Helena Harper erzählen. Sie ist die heißeste Frau, die ich je getroffen hatte. Wir beide waren so was wie Seelenverwandte. Denn wir beide arbeiten zwar für unterschiedliche Abteilungen, aber für das gleiche Ziel, und zwar: Das bekämpfen von Bioterrorismus. Meine Einheit ist immer noch B.S.A.A. und Helena arbeitet für  den D.S.O. (Desk-Service-Operations). Unser Ziel, Umbrella endlich das Handwerk zu legen, gestaltet sich momentan als schwierig.  Mein Captain Chtis Redfield ist mit der Ausbildung neuer Rekruten für unsere Einheit beschäftigt. Und ich habe leider das Nachsehen hinter dem Schreibtisch. Aber das heißt nicht, dass ich hinter dem Schreibtisch nicht auch Spaß haben kann. Ich saß gerade am PC um die neuen Teams zusammenzustellen, als es an meiner Tür klopfte: „Herein, die Tür ist offen“ murrte ich vor Genervtheit aufgrund der ganzen Arbeit. Die Tür ging auf und Helena trat ein. Mir blieb die Luft weg. Sie hatte einen schwarzen Minirock an, dazu schwarze Stiefel und eine Netzstrumpfhose. Sie kam auf mich zu nachdem sie die Tür verschlossen hatte. Und dann fing sie ohne langes reden an mich zu küssen. Es wurde ein sehr intensiver Kuss. Dann streifte ich ihr den BH von den Schultern und küsste ihren Mund, dann den Hals bis zu ihren Schultern. Aber sie wollte mehr. Sie lehnte sich gegen meinen Schreibtisch und fing an meine Hose aufzumachen. Ich war so angetan von ihrem Körper, dass ich gar nicht bemerkte, dass sie ein Stockwerk tiefer gerade versuchte mein bestes Stück aus der Reserve zu locken.

Mittwoch, 14. September 2016

Ausflug mit der Wohngruppe

von Immanuel Affeld

Mir hat es gefallen in Bad Segeberg,
da waren wir mit der Wohngruppe.
Winnetou haben wir gesehen.
Wir sind da mit dem Regional Express hingefahren.
Wir saßen ganz oben.
Das Wetter war cool.
Winnetou hat gekämpft und andere verrückte Sachen
So eine Schießerei
Da hatten wir Schiss
Aber es hat mir gefallen
Das war`s!

Ferien mit Mama

von Immanuel Affeld
Ich war in Graal Müritz.
Da habe ich gebadet.
Da konnte ich Mama genießen, weil ich Mama so liebe.
Und ich bin gerutscht.
Ich habe mir eine Decke genommen und bin gerutscht – die rote Rutsche.
Und Mama hat gestaunt was ich kann.
Und da hat meine Mama gestaunt, weil ich ein guter Schwimmer bin.
Da bin ich auch vom Dreier gesprungen.
Und Mama stand am Strand und hat gestaunt, was ich alles kann.
Dann habe ich Mama gesprochen,
dann sind wir mit dem Fahrrad gefahren
ganz gerade aus
durch die Wüste
und wir haben Lasagne gegessen.
Und dann sind wir weiter gefahren
Richtung Hafen.
Später haben wir Bier getrunken
und Mama hat telefoniert.
Dann haben wir die Fahrräder zurück gebracht.
Dann sind wir zurück mit dem Auto gefahren.
Das war`s!

Dienstag, 13. September 2016

Meine schönen Urlaube, die ich bisher erleben durfte

von Marco Nast
(Bild von Heinz Thomsen) 
Ich habe das große Glück, dass ich ein paar wirklich schöne Urlaube erleben durfte. Dabei möchte ich erwähnen, dass ich bereits schon ein paar Mal in Thailand war. Ich durfte in Phuket, Bangkok und auf Koh Samui wirklich tolle Urlaube erleben. 
Das war eine tolle Sache, es war zwar ein sehr langer Flug von Hamburg nach Bangkok, aber es hat sich wirklich gelohnt. Thailand wird nicht umsonst als das Land des Lächelns bezeichnet. Bereits als ich dort ankam, konnte ich es sogleich erleben. 
Ich habe festgestellt, dass das durchaus auch Vorteile hat, als gehandicapter Mensch zu verreisen. Auf den meisten Flughäfen wird man dadurch besonders behandelt. Es gibt durchaus so gewisse Umwege um die Schalter, die man als Rollstuhlfahrer sehr leicht nutzen kann. Ich musste mich zum Glück nicht in jede Schlange an den Schaltern anstellen und ich war wirklich sehr froh, dass das alles sehr gut geklappt hat. Die Thailänder waren immer sehr freundlich zu mir. 

Das Wetter in Thailand war wirklich große klasse, nachdem ich den ersten Klimaschock überstanden habe, habe ich diesen Urlaub sehr genossen. Wir sind sogar mit einer Propellermaschine zu einer nahe gelegenen Insel Koh Chang geflogen. Diese Insel wird auch als Elefanteninsel bezeichnet. Dort bin ich auch auf Elefanten geritten. Was aber der Hammer war, ist das der Elefantenführer („Machmut“) nach einer gewissen Zeit einfach abgesprungen ist, aber die Elefanten kannten zum Glück den Heimweg und so sind wir doch glatt wieder nach Hause bzw. zu dem Ort gekommen, wo wir gestartet sind. Das war wirklich ein großes Abenteuer für mich, denn ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Was ich große klasse finde ist, dass ich das alles so gut überstanden habe und ich nach dem langen Rückflug wieder heil und unversehrt zu Hause angekommen bin. 

Egal auf welchen meinen Fernreisen, ob Jamaika, Mexiko, Lanzarote, Türkei, Teneriffa, Mallorca oder Andalusien, ich habe immer nur sehr freundliche Menschen angetroffen.

Montag, 12. September 2016

Urlaubsglück und Urlaubsdesaster I

von Nora Poppensieker
 
„Es scheinen ja doch recht viele hier zu sein, die nun nicht mehr losfliegen können und mit auf die 17 Uhr-Maschine warten müssen“, realisiert Andreas. Er ärgert sich, dass er noch nicht in den Urlaub fliegen kann, der schon seit einem halben Jahr geplant ist. „Immer streiken diese blöden Flugbegleiter!“, schimpft er in sich hinein. „Dabei muss ich jetzt schon so viel für den Flug bezahlen!“ Er möchte sich gerade neben dem älteren Herrn mit der paillettenbesetzten Jacke setzten, als ihm auffällt, dass ein Platz neben der hübschen Brünette, die ihm schon in der Bahn positiv aufgefallen war, noch frei ist. Also dreht er sich rasch, ohne dass es anderen auffiele, zu der hübschen Brünette um und setzt sich daneben.
Zunächst sitzen die beiden schweigend nebeneinander. Die Brünette dreht sich verstohlen zu ihm um und schaut ihn schweigend, aber neugierig an.
Andreas stöhnt hörbar laut auf: Da sitzt er schon mal neben so einer hübschen Brünette, die auch noch längere Haare hat, die sich an ihrem Ende leicht wellen, und die verdammt gepflegt aussieht, und die beiden schweigen sich nur an. Doch was könnte er sie nur fragen?! Die Hübsche nimmt seinen Seufzer als Grund, ihrerseits laut und genervt die Haare aus der Stirn zu pusten.
„Na toll, nun sitzen wir hier und kommen nicht vom Fleck, da diese blöden Flugbegleiter sich überlegt haben, gerade heute zu streiken! Und nicht, dass sie das vorher angekündigt hätten, nein. Wir haben aber Glück, dass in der 17 Uhr-Maschine noch Plätze frei sind! Du kannst doch auch damit fliegen, oder? – Ich heiße übrigens Anna Lisa. Und wer bist Du?“
„Warum bin ich da nicht selbst darauf gekommen? – Das hätte ich sie doch auch fragen können. Anna Lisa. Doch, der Name gefällt mir“, überlegt sich Andreas, während er sich bei Anna Lisa vorstellt: „Ein schöner Name, Anna Lisa“, sagt er laut. „Ich bin Andreas. Und was machst Du in Frankreich? Fliegst Du nur in den Urlaub? Warst Du dort schon dort?“, freut er sich, nun doch noch mit ihr ins Gespräch gekommen zu sein. Glücklich darüber strahlt er sie an. Anna Lisa scheint sich auch zu freuen, dass die beiden sich unterhalten.

„…“