Freitag, 21. März 2014

Das Bier!

von Gundi Breul
Hey Leute: ich, Gundi, besaufe mich Tag und auch in der Nacht, mit Bacardi, Bier, Eierlikör, Korn, Whisky, Coca Cola, Malzbier, Klaustaler, aber ich, Gundi, sage Euch: dass ich nie wieder Leitungswasser und Selters trinke.
Eure: Autorin Gundi Breul

Was wäre, wenn ich ...

von Gundi Breul

... Gundi, keine Epilepsie hätte!

Ich, Gundi, bin mit zu wenig Sauerstoff zur Welt gekommen, und hatte die Schnur um den Hals.
Und habe sofort geschrien. Das Krankenhaus Mariahilf  hat bis zu meinem fünften Lebens Jahr leider nichts bemerkt.
Aber dann, ab den fünften Lebens Jahr, haben die meine Epilepsie fest gestellt, und dann, als ich einwenig  größer wurde, so ca. 13 Jahre alt, und noch bei meinen Eltern gewohnt habe, da hatte ich meinen zweiten, oder meinen, dritten epileptischen Krampfanfall gehabt.
Und als ich bei meinen Eltern dann weggetreten war, hatte meine Mutter bei der Leitstelle angerufen, und gefragt, ob die mal einen RTW und NAW vorbei schicken können, denn meine Mutter meinte, dass ich ins Krankenhaus müsste, weil ich schon ca. drei Stunden ohne Bewusstsein gewesen war.      

Ich mache die Schachtel auf und dann ...

von Sarah Gorski

... springt mir ein kleiner grüner Zwerg entgegen, lacht hämisch und ruft:

„Ich bin der Zwerg

vom Feuerberg,

wer mich befreit,

dem geschieht Leid.

Tausch sogleich den Platz mit mir

und werd zu einem Fabeltier!“

Ich machte die Schachtel auf und dann…

von Nora Poppensieker

 
Man, was ist es spät! Aber noch eine Station, dann werde ich endlich zu Hause sein! Die Schreibwerkstatt ist mir einfach zu spät. Schade, dass dieser Kurs mir so gut gefällt, sonst hätte ich ihn schon längst aufgegeben. 

 Oh, die nett aussehende, junge Frau, die eben aus der Bahn ausstieg, vergaß diese interessant aussehende Schachtel da vorne. Mist, wäre mir das früher aufgefallen, hätte ich ihr sofort Bescheid gegeben, die junge Frau sah sehr nett aus.

Was da wohl drin ist? Ich glaube, ich schaue lieber mal nach, vielleicht steht ihre Anschrift in dieser Schachtel, oder auch die Telefonnummer.
Ich torkele zur Schachtel und versuche, mich durch den Deckel zu kämpfen, um sie zu öffnen. Doch nichts zu machen. Also klemme ich sie mir unter den Arm und nehme sie mit zu mir nach Hause. Zu mir, in meine einsame Wohnung. Gleich kommt ja meine Haltestelle. Vielleicht ist die Schreibwerkstatt für mich ja nur dazu da, um unter Gesellschaft zu sein? Das mag durchaus sein. Auf meiner Arbeit habe ich zwar Kontakt zu den Kunden, aber da ist mir natürlich auch niemand näher…
So, hinter der nächsten Parkbank liegt schon meine Straße. Ich glaube, ich werde die Schachtel einfach dort abstellen und erneut versuchen, sie öffnen, langsam wird sie echt schwer.
  Doch wie kann ich sie aufbekommen?                                     
  Ich puhle am Deckel und bekomme sie schließlich doch noch auf.
Sie öffnet sich wie von selbst! Dann schaut ein Kopf heraus. Und ich sehe eine Hand, die aus der Schachtel herauslugt. „Könntest Du mir mal bitte helfen?“, fragt mich dieser Junger Mann, der zu dem aus der Schachtel hervor lugendem Kopf gehört. Doch ich kann ihm nicht helfen. Ich staune nur. Doch tatsächlich: Ein junger Mann, etwa in meinem Alter, entsteigt der Schachtel. Wow, sieht der gut aus!
Mein Mund ist weit geöffnet und bleibt es auch, ich kann nichts dagegen tun.

„Vielen Dank für meine Befreiung! Man, was war es eng in dieser kleinen Schachtel! Das war echt frech von Laura, mich in so eine kleine Schachtel zu sperren! Ich bin Tommy. Und wer bist Du?“, fragt mich der junge Mann, der zu dem hübschen Kopf gehört.
„Ich bin Lisa“, stottere ich. „Und wer ist Laura? Und warum und wie hat sie Dich in diese Schachtel gesperrt?“, frage ich verwirrt.
„Hallo Lisa! Ach, Laura ist nun Vergangenheit. Die Zukunft gehört Lisa“, strahlt mich Tommy an. Doch Moment, das geht mir gehörig zu schnell! Ich bin zwar schon einsam, aber trotzdem glücklich. Und das möchte ich auch bleiben, glücklich, da einsam. So sage ich zu Tommy: „Das ist schön für Dich, dass Du eine Lisa hast, mit der Du Deine Zukunft teilen kannst. Denke ich zumindest, dass es sicherlich schön für Dich ist. Für mich wäre es zwar am schönsten, allein zu bleiben, doch kann ich diejenigen verstehen, die es lieber anders hätten. Also verstehe ich auch Dich, Tommy. Und ich freue mich für Dich, dass Du eine Lisa kennst, mit der Du Dein Leben teilen kannst.“ Ich blicke den nun verdutzt wirkenden Tommy tief in die Augen und frage ihn: „Wo wohnst Du denn Tommy? Treffen wir uns mal wieder? Ich bin jede ungerade Woche um diese Zeit in dieser Bahn. Ich würde Dich aber bei unserem nächsten Treffen aber gern in einer anderen Situation sehen, nicht immer aus so einer kleinen Schachtel kriechend. Bist Du übernächste Woche wieder hier?“, frage ich hoffnungsvoll.

Ich verstehe das nicht, doch auf einmal steht Tommy gar nicht mehr vor mir. War das nur ein Traum? Schade. Doch ich werde voller Hoffnung in zwei Wochen wieder in dieser Bahn sitzen. Und mal sehen, ob ich dann wieder eine interessant aussehende Schachtel finde. Oder einen interessant aussehenden jungen Mann.

Ich mache die Schachtel auf und dann ...

von Marco Nast

... denke ich, in der Schachtel ist ein Hinweis auf  einen verborgenen Schatz. So etwas suche ich schon lange, habe es aber leider noch nie gefunden. Hierbei gestehe ich, dass ich mein Glück schon lange suche. Aber ich habe keine Ahnung, wo ich es tatsächlich finden könnte. Deshalb hoffte ich, es könnte sich dort ein Hinweis darin befinden.

Das Glück ist etwas, was dem Leben einen tieferen Sinn geben könnte. Da das Glück etwas ganz besonderes ist, sollte man das Leben als solches genießen. Ich denke das Leben ist ein Geschenk, das uns von höherer Stelle gegeben wurde. Aber ich frage mich immer noch, was sonst in der Schachtel verborgen ist. Die Neugier ist diesbezüglich sehr groß. Es geht mir mit dem Öffnen der Schachtel einfach zu langsam.

Nun komme ich auf den Gedanken, dass in der Schachtel mein leckeres Abendessen sein könnte, denn ich habe irgendwie einen sehr großen Appetit auf ganz leckere Sachen, Hoffentlich ist  in der Schachtel nicht irgendein sinnloses Zeug, mit dem man nichts anfangen kann.

Was wäre wenn ...

von Stefanie Thies

... Ich nicht umziehen würde? Na, dann wär ich erst einmal sauer, aber so richtig! Dann würde ich mir selbst eine Wohnung suchen. Mit Menschen, die ich kenne und mag. Ich würde viele Wohnungen anschauen, bis ich die perfekte gefunden hätte. Dann würde ich mir einen Hund zulegen, am besten mehrere. Als nächstes kaufe ich mir ein Auto, aber mit Fahrer, weil ich nicht alleine fahren kann. Auf jeden Fall würde ich mir mehr gönnen und so richtig auf den Putz hauen.

Was wäre wenn ...

von Sarah Gorski

... Ich ein Riese wäre: Dann würde ich alle Fabriken zertreten, die Autos in die Luft schmeißen, alle Lebensmittelläden um ihre Waren erleichtern, alle Tiere aus dem Tierheim befreien, Panzer und Raketen zerstören, auf den Gräbern von toten Diktatoren tanzen, neue Bäume pflanzen, mir aus den Kleidern der Leute eine riesige Jacke anfertigen lassen, mit einem Sprung vom Beckenrand das ganze Wasser im Billbad rausschmeißen und als letztes dafür sorgen, dass kein Öl mehr in den Ozean läuft.

Was wäre, wenn ich diese eine Person in meinem Leben nie getroffen hätte

von Lina Strothmann

Nun ja, hätte ich diese sehr gute Freundin nie getroffen – ich kenne sie schon mein ganzes Leben lang –, hätte ich viele lustige, schöne, freudige Tage nie erlebt. Hier drei Dinge, die wir zusammen erlebt haben:
Mit zwölf Jahren fanden wir die Jungens noch recht blöd. Also haben wir auf viele Zettel geschrieben: „Alle Jungens sind blöd!“, und diese Zettel dann in fast jeden Briefkasten der Wohnungen in unserem Haus gesteckt. Am wichtigsten war natürlich die Wohnung unter uns. Denn wer lebte da? Richtig, ein Junge.
Oder als wir in Frankreich waren. Da habe ich zum Geburtstag eine leichte Frisbee bekommen. Meine Mutter hatte uns noch gesagt: „Diese Frisbees können sehr schnell fliegen.“ Und dann: ein Wurf, und der Frisbee war im Meer verschollen. Was für ein Pech!
Als wir einmal gemeinsam im Kino waren, hatte meine Freundin ihren Lipgloss verloren. Also baten wir den Putzmann, ob er uns denn helfen könnte, zu suchen. Worauf er kopfschüttelnd erwiderte: „Frauen! Ich weiß schon, warum ich schwul bin!“

Ich könnte noch mehr schreiben, aber dann bräuchte ich viele Zettel und viel Zeit.
Darum also kurz und knapp: Hätte ich meine Freundin nie gekannt, wäre mein Leben nur halb so spannend.

Wie ich meinen besten Freund verlor

von Johannes Plomitzer

Weil ich seine Freundin Pamela geküsst habe, zerbrach meine gute Freundschaft mit Attila. Das tat dann weh, der Vater wird mich sicher für einen Deppen gehalten haben. Das ist nicht gut ausgegangen, da wir es nicht richtig geklärt haben. Das tat dann schon weh, da war ich erstmal ganz schön traurig. Wir haben danach nicht mehr gesprochen, das ist ja das Schlimme. Wir haben uns aus den Augen verloren, aber ich bin froh, dass ich ihm aus dem Weg gehen kann. Ich glaube, mein Alptraum hat sich bewahrheitet.

Pamela. Ich müsste sie eigentlich mal wieder anrufen, Ich weiß nicht, wo sie jetzt ist. Ich würde sie gerne wiedersehen. Wenn Attila sehen würde, was mit mir passiert ist, die Katastrophe, würde er seine Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ich bereue gar nichts. Doch, den Kuss. Damit fing ja das Theater an. Den würde ich am liebsten rückgängig machen. Ich habe mich mit ihr so gut verstanden.

Das wünschte ich mir auch: dass der Vater mir noch eine letzte Chance gäbe. Aber ich glaube nicht. Die Chance ist vorbei, es tut weh, wenn über einen gelästert wird. Wenn er sehen würde, was aus mir geworden ist!

Ich würde mir wünschen, dass Attila mich freudestrahlend in Empfang nimmt. Am besten würde ich das alles vergessen, eine Chance auf Besserung gibt es da nicht mehr. Das ist alles während der Internatszeit passiert, das ist ja das Schlimme. Das tut mir immer weh. Das größte Unglück ist ja, dass ich nicht so weit gekommen bin, wie ich wollte. Ich weiß nicht, ob ich noch eine Chance habe, das kann ich nicht beurteilen. Das tut weh, wenn man Leute verliert, die einem wichtig sind.