Dienstag, 11. Oktober 2016

Elena und ihre Kinder

von Marco Nast

Um 5.30 Uhr war Elena aufgestanden. Sie hatte das Frühstück vorbereitet und um kurz nach 6.00 Uhr die Kinder geweckt. Um 7.00 Uhr hat sie den Kindern nachgewinkt, als sie zur Schule losgingen. Nun lag der Vormittag vor ihr, wie ein weißes Laken. 
Da Elena nun überhaupt nichts geplant hatte, beschloss sie den Vormittag zu nutzen und die Verwirklichung ihrer privaten Bedürfnisse einzuleiten. Also machte sie sich gleich auf die Socken und begab sich sogleich zur nächst besten Maniküre und zu dem benachbarten Friseur, den sie mittlerweile schon als Ihren Freund ansehen konnte. Da Elena sonst nichts vorhatte, konnte sie sich ja auch verhalten, wie sie wollte. 
Da Elena schon lange Single war, beschloss sie sogleich zu einer Partnervermittlungsbörse zu gehen. Die lag zu Ihrem Glück auf ihrem Weg und so hatte sie Zeit, sich ordentlich vermitteln lassen. Nun ist Elena wirklich glücklich. Ich finde es schade, dass ich leider bisher noch keine Gelegenheit hatte, Elena näher kennen zu lernen. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Elena nun wirklich unternommen hat, da ich leider nicht dabei war. Ich hoffe nur, dass Elena ihre Zeit gut genutzt hat und doch noch einen netten Partner gefunden hat.

Ich

von Immanuel Affeld

Ich bin froh. Ich kann reden. Ich kann auch schon furzen. Ich kann Inlineskater fahren. Ich kann Schlitten fahren. Im Schnee. Ich kann Schlittschuh fahren. Das ist Freiheit. Freiheit ist cool. Eckhard ist stolz auf mich. Und zweitens: Eckhard macht mich fertig. Eckhard, die alte Pflaume. Eckhard ist verliebt in mich. Und Eckhard liebt Yvonne. Und Eckhard mag Hunde. Er liebt alle Frauen. Das muss sein. Es reicht.

Gedanken

von Immanuel Affeld

Faulpelz. 
Bist ein kleiner Faulpelz. 
Oder ein Gangster? 
Nein, das ist Maik. 
Piranjas. Der weiße Hai.

Die Bullen haben die Feuerwehr gerufen. Und dann haben wir Maik ins Altersheim geholt. Und Maik hat Angst vorm Eckahrd. Maik haut nicht ab, bis der Eckhard da ist. 
Braunschweig. Neumünster. Mannheim. München. Stuttgart.

Es war einmal

von Immanuel Affeld

Es war einmal ein Mann, der hieß Padros und hatte vier Arme. Der kletterte auf einem Baum. Es waren dort viele Bäume. Bäume sind wie Frauen. Padros küsste den Baum. Geknutscht. Und dann Hochzeit gefeiert. Mit vier Armen hat er gewunken. Ruth hat Schiß. Dann hat sie zurückgewunken. Und Papa ist auf einen Berg geklettert. Dann kamen Vögel geflogen. Durch den Mist. Es roch nach Eierschmalz. Padros hat mit Äpfeln geschmissen. Mit den vier Händen. Und mit den Füßen auch. Und Eckhard ist stolz. Er kann vom 3er springen. Arschbombe. Er hat auch vier Arme. Und pflückt Äpfel vom Baum runter. Er hat auch Schiß. Padros auch. Er ist dann runtergekommen.

Der Liebesapfel

von Sarah Gorski

Der erste Oktober war der Tag, an dem sich Annes Leben für immer ändern sollte. Sie war gerade dabei ein paar Äpfel für ihre Mutter zu sammeln, da diese daraus einen Apfelkuchen machen wollte. Plötzlich hörte sie ein Stöhnen und Schmatzen hinter sich. Anne ließ die Äpfel fallen und blieb wie erstarrt stehen. Von hinten hörte sie: " Beweg dich nicht, ich erledige ihn!". Anne sah einen Soldaten, der seine Waffe auf den Zombie richtete. Es machte "Schmatz" und das Hirn des Zombies verwandelte sich in Matsch. Anne fiel in Ohnmacht. Der Soldat rannte zu ihr und fing sie auf. Als Anne wieder zu sich kam, war sie verwirrt: "Wo bin ich? Was ist passiert?". Der Soldat sagte: "Du bist in Sicherheit!". Das Mädchen fragte: "Hast du mich gerettet? Wer bist du?"- "Ich bin Piers und wie heißt du?" Anne stellte sich vor: "Mein Name ist Anne, danke für die Hilfe Piers"....