Freitag, 15. Juni 2007

Therapie im Ausland Teil 1

von Nora Poppensieker

Ich habe nun schon so einige Therapiesitzungen im Ausland (erfolgreich) hinter mich gebracht. So war ich beispielsweise vor kurzem einen Monat lang in Spanien, um dort zu einem wirklich guten Physiotherapeuten zu gehen.

Ich lebte dort in einer gemieteten Wohnung in Altea, damit ich 3mal wöchentlich zum Krankengymnasten Klaus Leimbeck, der zwar deutsch ist, aber in Altea (bei Alicante) und in Calpe arbeitet – und dementsprechend perfekt deutsch spricht – gehen zu können. Und der war ausgesprochen hilfreich für mich! So konnte er mir beispielsweise bei meinem ersten Besuch in Spanien eine Unterarmstütze geben, während die Krankengymnasten meiner Bremer Reha, in der ich zu diesem Zeitpunkt noch war, dachten, es käme für mich keine andere Gehhilfe als mein Rollator in Frage. Aber da konnte ich ihnen zum Glück das Gegenteil beweisen.
Ich weiß, die meisten Menschen nennen die Unterarmsstütze schlichtweg „Krücke“. Aber ich finde, die Krücke bin ich selbst. Und das, was ich da nutze und was mein Bein vor der Überstreckung bewahrt, ist schlichtweg eine „Unterarmstütze“!

Zu Hause, in Hamburg, bekam ich dann eine Stütze von einer Freundin meiner Mutter, die noch eine zu Hause `rumliegen hatte. Aber ich benötigte sie nicht allzu lange: Bei meinem zweiten Spanienurlaub konnte mir dieser hervorragende Physiotherapeut Walkingstöcke zum Gehen geben, mit denen ich auch schon etwas weitere Strecken (jeweils mit Begleitung) gehen kann. Mein Rollator gammelt dagegen seit dem schön vor sich hin in irgendeiner Ecke.

Die verzauberte Prinzessin


von Dennis Seidel

Am 11. März 1987 habe ich geträumt, dass ich in einem dunklen Wald wäre. Ich ganz allein mit Cindy. Mitten im Wald, der Mond schien hell, kam es mir vor, als würde Cindy sprechen. Sie sagte mir, dass ich ihren Bezug küssen sollte. Das tat ich dann auch. Das tat ich dann auch. Plötzlich erschien ein greller Lichtstrahl. Als ich wieder die Augen öffnete stand eine süße Prinzessin vor mir. Sie hieß Cindy. Cindy gab mir den Bezug. Sie war kein Kissen mehr, sondern eine Prinzessin.

Cindy nahm meine Hand. Sie erzählte mir, wie sie in ein Kissen verwandelt worden ist. Die böse Hexe Shila habe vor 25 Jahren, also 1962, versucht Cindys Familie zu verzaubern. Sie fing an zu weinen. Ich nahm sie in den Arm. Cindy küsste mich. Für sie war ich ihr Traumprinz. Da fing sie höllisch an zu lachen und vor uns stand Shila, die böse Hexe. Shila schrie „du bist wieder am Leben Cindy“. Cindy zog ein Schwert aus ihrem goldenen Kleid und verletzte damit Shila tödlich. Shila brach zusammen. Cindy nahm mich andie Hand. Wir flohen vor Shila. Shila war keine Hexe mehr, sondern ein böser blutrünstiger Tiger. Der Tiger kam immer näher. Er hieß Shir Khan. Cindy schrie verschwinde Shir Khan. Da tauchte plötzlich ein zweiter Tiger, und zwar dicht neben Shir Khan auf.

Der zweite Tiger war eine Tigerin. Sie hieß Kimba. Kimba fing laut an zu brüllen. Sie vertreibt Shir Khan. Kimba wurde unsere Freundin. Cindy setzte sich auf Kimba drauf. Da tauchten plötzlich zwei fremde Tiger auf. Die beiden Tiger umzingelten uns. Sie griffen Kimba an. Cindy schmiss mit Steinen nach dem einen Tiger. Der andere kam auf uns zu. Seine Augen fingen an zu glühen. Cindy versteckte sich hinter mir. Die beiden fremden Tiger kommen immer näher. Kimba war tödlich verletzt worden.

Da stand auf einmal ein hübsches Mädchen hinter uns. Ihr Name war Anja. Anja schoss mit einem Gewehr auf die beiden Tiger. Wir flohen immer tiefer in den Wald hinein verfolgt von den beiden Tigern. Cindy zeigte auf eine Höhle. Sie wusste nicht, dass in dieser Höhle Shir Khan wohnte. Er brüllte „endlich, ihr bringt mir mein Abendessen.“ Anja schrie „verziehe dich, du gestreifte Bestie“. Shir Khan brüllte laut. Plötzlich erschien Cindy über uns. Sie erschoss die drei Tiger. Anja nahm meine Hand. Die Tiger lagen tot vor der Höhle. Im Wald ging das Leben wieder los. Die Tiere bedankten sich bei uns.

Motorradunfall

von Nora Poppensieker

Hallo, mein Name ist Nora Marie Poppensieker, und ich bin eine ehemalige BWL-Studentin. Bis sich im Jahre 2004 ein tragischer Motorradunfall ereignete, bei dem ich als Sozius mit einem Schädelhirntrauma 3. Grades davon wegkam. So beschreiben es zumindest die Augenzeugen recht eindeutig. Mein Ex-Freund hingegen stellt mich als Fahrerin meiner Kawasaki da, mit der ich – mit ihm als Sozius – über eine Bodenwelle gefahren bin. Er bekam damals nur einen Schulterriss, also nichts Vergleichbares zu meinem schweren Schicksal.

Mir fehlen leider so etwa 2 Jahre vor diesem Ereignis an Erinnerung. Und somit auch jegliche Erinnerung an ihn selbst, obwohl wir inklusive meiner ersten Rehazeit ein ganzes Jahr zusammen gewesen sind. Aus diesem Grund musste ich mich dann auch von ihm trennen. Die starke Liebe, die ich anscheinend ja so für ihn gehegt hatte, kam nie wieder. So ist er für mich irgendwie noch fremd. Aber er lebt ja in Hessen, und so sehe ich ihn ja nie.

Am dem Unfallort selbst musste ich von den Augenzeugen zunächst wieder belebt werden. Durch den Unfall selbst verlor ich – neben meiner Erinnerung – noch anfangs meine Sprache (die ich nun aber wiedererlangt habe) und auch eine gute Motorik linksseitig.
Ich kann mich zwar noch an mein anfängliches Studium erinnern, aber nicht an mehr. Fortsetzen könnte ich mein Studium nun nicht mehr. Stattdessen werde ich nun wohl in einer WfbM - in einer Werkstatt für behinderte Menschen –, in der Elbewerkstatt, arbeiten. Also mal sehen…

Ich habe 29 Monate Reha hinter mir, die ich sowohl medizinisch, als auch beruflich absolvierte. Die erste Reha, in der ich medizinisch war, entließ mich mit den Worten, es gäbe nichts mehr, was für mich noch getan werden könnte. Daraufhin folgte aufgrund meines Wunsches jedoch noch eine Bremer Reha, Friedehorst, die noch einiges für mich tun konnte. Insbesondere in Hinblick auf meine Selbständigkeit hat sie mir sehr viel gebracht. Aber auch mein Gangbild konnte sich dort noch wesentlich verbessern.

Wie ich mir mein zukünftiges Leben nun vorstelle? – Na, ich bin mir durchaus bewusst, dass ich nun behindert bin und auch nicht mehr als Controllerin werde arbeiten können. Das finde ich natürlich sehr schlimm. Aber ich denke schon, dass ich das Beste aus meiner unglücklichen Situation mache: So habe ich mir beispielsweise in Harburg eine eigene Wohnung gekauft, wo ich hoffe, ohne die Unterstützung meiner Eltern mal alleine leben zu können. Noch benötige ich die tägliche Unterstützung von ihnen. Hoffentlich gibt sich das aber wieder! Also mal sehen, was die Zeit noch so bringen wird.

Zeig mir das Licht

von Patrick Wagner

Ich steh hier so allein
möcht so gern bei dir sein
Du bist das Beste in meinem Leben
Du bist der Sonnenschein
Ich steh hier so blöd rum
Und warte nur auf dich
denn ich weiß genau ich liebe dich

D`rumm zeig mir das Licht Baby
Es brennt in unseren Herzen
Zeig mir das Licht so hell
Wie 1000 Kerzen
Zeig mir das Licht
Es verbrennt alle Schmerzen

Ich habe dich gesehen
Da war`s um mich geschehen
Du bist so wunderschön
Komm mit
Ob Heede, Hamburg oder die USA
Egal ich bin immer für dich da

D`rumm zeig mir das Licht
Es brennt in unseren Herzen
Zeig mir das Licht so hell
Wie 1000 Kerzen
Zeig mir das Licht
Es verbrennt alle Schmerzen
Zeig mir das Licht, zeig mir das Licht…

Portrait

Dennis Seidel



Wo wohnst du?
Ich wohne in Hamburg Ottensen.

Was ist dein Lieblingsbuch?
Ich lese gerne Bücher über den Sternenhimmel, das Wetter und über Pferde
Zur Zeit ist mein Lieblingsbuch TKKG – Überfall im Hafen

Über was schreibst du am liebsten?
Ich schreibe viele Geschichten, also vergangene und reale Geschichten

Welche Musik hörst du gerne?
Ich habe eine Lieblingssängerin, und zwar Nelly Furtado, meine Lieblingsgruppe ist Take That

Was ist dein Lieblingsessen?
Ich esse gerne Nudeln

Welche Hobbies hast du?
Meine Hobbys sind Reisen, schreiben, Musik hören, zum Flughafen fahren und bummeln

Hast du ein Lieblingstier?

Mein Lieblingstier ist der Stier, weil der Stier der König des Hofes ist

Was findest du wichtig am Leben?
Ich finde für mein Leben wichtig, dass ich noch sehr lange leben werde.

Was ist dein größter Wunsch?
Ich möchte mit meiner Freundin in eine betreute Wohnung ziehen, natürlich in Hamburg

Portrait

Arne Hausshild



Wo wohnst du?
Ich wohne in Hamburg Eimsbüttel.

Was ist dein Lieblingsbuch?
Zur Zeit lese ich TKKG

Über was schreibst du am liebsten?
Ich schreibe gerne über Politik und Gefühle

Welche Musik hörst du gerne?
Ich höre gerne die Ärzte

Was ist dein Lieblingsessen?
Nudeln

Welche Hobbies hast du?

Schwimmen

Was findest du wichtig am Leben?
Eigenständigkeit

Was ist dein größter Wunsch?

Mein größter Wunsch ist es, alleine laufen zu können

Portrait

Nora Poppensieker


Wo wohnst du?
Ich wohne in Hamburg-Heimfeld, wo ich zurzeit mit enorm großer Unterstützung meiner Eltern allein einer behindertengerechten 2Zimmer-Wohnung wohne

Was ist dein Lieblingsbuch?
Ich lese am liebsten Bücher sowohl von „Ildiko von Kürthy“, sowie auch Bücher von „Cecilia Ahern“. Und von denen lese ich einfach alles gern. Meine Mutter beschwert sich zwar immer, ich würde „viel zu wenig lesen“, aber das sehe ich anders. Weiterhin bin ich momentan sogar dabei, ein eigenes Buch zu schreiben! Ich denke mal, dass es auch etwas wird und Ende des Jahres zur Veröffentlichung fertig sein wird.

Über was schreibst du am liebsten?
Wie gesagt, schreibe ich momentan mein eigenes Buch. Das ist teils fiktiv und teils autobiografisch. An sich schreibe ich aber generell über alles Mögliche, wobei ich eher – insbesondere wenn es denn ein Buch werden sollte – einen Roman bevorzuge, z.B. das Schreiben über Gefühle.

Welche Musik hörst du gerne?
Ich mag am liebsten Robby Williams. Aber im Moment höre ich auch gern die CD meiner Freundin, sie sie selbst gesungen und herausgegeben hat: „dominique marquee“. Weiterhin habe ich nun Kontakt mit dem Saxofonisten Stefan Tiefenbacher aufgenommen, der auch einen Motorradunfall hatte, dessen CD „Out of Oblivion“ ich jetzt auch gern und oft höre! Und das, obwohl ich eigentlich eher klassische Musik nicht mag. Aber hierbei handelt es sich um Jazz und die CD ist wirklich schön!

Was ist dein Lieblingsessen?
Mein absolutes Lieblingsessen sind die „Nudeln mit Lachs“, die mein Vater immer macht.

Welche Hobbies hast du?
Mein Hobby ist eindeutig das Malen. Ich male insbesondere sehr gern mit Acrylfarben, aber ich beschäftige mich auch gern andere Farben und Malarten. Als weiteres „Hobby“ muss ich hier wohl wieder das Buch, woran ich gerade arbeite, aufführen, da ich sehr viel Zeit dafür investiere. Ich schreibe wirklich gern und das auch viel Also ist es wohl auch ein Hobby.

Was findest du wichtig am Leben?
Na, ich muss ja wirklich dankbar sein, überhaupt noch zu leben! Es hätte ja auch gut anders enden können… Immerhin war ich eine Motorradfahrerin gewesen! Wichtig ist mir in diesem „neuen“ Leben insbesondere die Selbständigkeit.
Weiterhin gibt es insbesondere einige bestimmte Menschen, die mir wichtig sind. Da wären beispielsweise „meine Amis“, meine amerikanischen Gasteltern, bei denen ich anstelle der deutschen elften Klasse war. Ja, die sind mir wichtig.
Ebenso ist es mir noch wichtig, wieder so „richtig fit“ zu werden!


Was ist dein größter Wunsch?
Ja, wie eben schon geschrieben, wünsche ich mir auch weniger Einschränkungen im Leben zu haben, welche mir (leider!) mein dämlicher Motorradunfall eingebracht hat! Also das normale Gehen und keine motorischen Einschränkungen mehr zu haben und nie wieder sagen zu müssen: „Habe ich vergessen, weiß ich nicht mehr!“!!!
Ebenso wünsche ich mir die absolute Selbständigkeit, also vollkommen alleine in meiner Wohnung leben zu können!
Ein weiterer Wunsch von mir wäre es, dass mein Ex-Freund endlich zugäbe, gefahren zu sein. Wenn es die Augenzeugen doch so ausführlich berichten, er sei gefahren, kann es doch auch nicht anders gewesen sein! Also Daniel, steh doch endlich mal dazu! Das würde mir zwar nicht wirklich etwas einbringen, aber ich würde mich trotzdem wohler fühlen.

Portrait

Patrick Wagner



Wo wohnst du?
Ich wohne in Hamburg Altona.

Was ist dein Lieblingsbuch?
TKKG - Angst in der Klasse 9a

Über was schreibst du am liebsten?
Ich schreibe gerne über Musik und Gefühle

Welche Musik hörst du gerne?
Bushido

Was ist dein Lieblingsessen?
Leberkäse

Welche Hobbies hast du?
Rappen

Was findest du wichtig am Leben?
Viel Geld zu haben

Was ist dein größter Wunsch?
Hip-Hop Star