Montag, 4. Dezember 2017

Gastbeitrag zur Jubiläumslesung

Tolle Worte! Das klingt eigenartig und man fragt sich, was damit gemeint ist. Vor ein paar Tagen hatte ich Gelegenheit, dahinterzukommen.
„Tolle Worte“ ist das Motto von Autorinnen und Autoren mit Behinderung. Sie treffen sich einmal im Monat, um zu schreiben. In ihrer sogenannten Schreibwerkstatt entstehen die unterschiedlichsten Texte, Kurzgeschichten, Gedichte und vieles mehr. Die Behinderung hält sie keineswegs vom kreativen Schaffen ab.
Wer schreibt, will seine Werke meistens auch irgendwann einmal veröffentlichen. Den Macherinnen und Machern von „Tolle Worte“ geht es da nicht anders. Und sie haben eine Menge mitzuteilen. Ob im Internet oder bei Lesungen. Die Einrichtung Leben mit Behinderung Hamburg steht hinter ihnen und fördert dieses Projekt, sodass Menschen, die bislang so gut wie noch nie in der Öffentlichkeit Gehör gefunden haben, ihre Gedanken, Wünsche, Hoffnungen und ihren Unmut, Ängste, Erlebnisse und Eindrücke zum Ausdruck bringen können. Sie tun dies auf eine ganz persönliche Art und Weise. Auch der Humor kommt dabei nicht zu kurz.
Am 30. November wurde nun ein Jubiläum gefeiert: zehn Jahre „Tolle Worte“. Zu diesem Anlass luden die Mitglieder der Schreibwerkstatt zu einer Lesung ein. Sie fand mitten in St. Georg, dem Multikulti-Stadtteil im Herzen Hamburgs, statt. Bei Musik eines Saxophon-Quartetts der Jugendmusikschule, leckerem Essen und Getränken sowie anregenden Gesprächen in der Pause, wurde es für alle ein einmaliger Abend. Ganz besonders für die Autorinnen und Autoren. Für ihre zumeist selber vorgetragenen Werke bekamen sie viel Applaus.
Ich kann nur ganz herzlich gratulieren und sage: Tolle Worte – ein tolles Projekt. Weiter so!
Wer mehr darüber erfahren möchte, ist auf der Homepage www.tolle-worte.de richtig oder schaut mal unter www.lmbhh.de nach.
Marina Frank, Buchautorin, http://www.marinafrank.de

Montag, 23. Oktober 2017

Gedicht

von Martin Maximilian Lorenz

Hallo mein Goldmädchen
Trinken wir Cola und Kaffee?
Blaue und grüne Augen und Haare
Ich liebe dich so sehr
Ich mag dich sehr

Sonnenschein und Mond
Mond und Stern und Herzen
Am Abend Abendbrot und trinken
Cool: alles schöne Mädchen
Bunte Vögel
Babyvögel und Mädchen

Sexy Mädchen 
und lecker Wasser und Kaffee!
Okay OK
Pupsen und coole
Augen Blau 
und Brot!

Dienstag, 10. Oktober 2017

Zeit

von Nora Poppensieker

Schenk` mir mal bitte ein bisschen Zeit!

Ich habe das Gefühl, nie Zeit zu haben. Und dabei bräuchte ich doch Zeit, insbesondere momentan, da ich viele schöne Bilder malen möchte! Nicht lachen, schön sollten meine Bilder schon werden. Hätte ich nicht den Ansporn, schöne Bilder zu malen, bräuchte ich doch gar nicht erst anzufangen zu malen.

Stressen mich meinen nun anstehenden Kunstausstellungen, für die ich zu Hause, in meiner Freizeit, Bilder malen möchte? Ja, ich möchte Bilder in meiner nicht vorhandenen Freizeit malen, auch wenn ich es in Gedanken als „müssen“ betitele.

Es stört mich ungemein, ständig so viel Zeit für Ruhepausen zu benötigen. Ich bin leider überhaupt nicht mehr belastbar, schaffe es nur, fünf Stunden am Stück zu arbeiten, da ich danach jeden Tag sofort erst einmal eine Stunde Schlaf benötige. Und damit nicht genug: Nach zwei solcher Tage benötige ich erst einmal wieder Pause, einen Tag, an dem ich mich „von dem Stress dieser langen Arbeit“ erholen muss.

Dennoch möchte ich auch während der wenigen Zeit, die ich für mich für mich habe und frei für mich gestalten kann, auch zu Hause bei mir Bilder malen, obwohl ich beruflich Künstlerin bin, also schon während meiner Arbeitszeit male, da mich das Malen absolut erfüllt. Die Zeit, die ich mit Malen verbringe, scheinen all meine Probleme irrelevant, entfernt von mir zu sein.

Doch nicht nur das Abhandensein aller Probleme während des Malens gefällt mir so sehr, sehr gefällt mir auch das Ergebnis, wenn ich das fertige Bild in der Hand halte, und es meinen Vorstellungen in etwa entspricht.

Doch was stört mich denn nun daran, dass ich gefühlt ununterbrochen Ruhepausen dazwischenschalte(n muss)? – Ich glaube, ich würde gern jegliche Zeit, die existiert, nutzen. Und es stört mich, dass ich so viel Zeit verschlafe, also nicht so produktiv bin, wie ich es gern wäre. Es fällt mir schwer anzuerkennen, dass die Ruhephasen eben für diese Produktivität notwendig sind:

Ohne diese Ruhephasen bin ich müde, werde ich fahrig, undeutlich in der Aussprache und im Handeln, und es passieren mir Missgeschicke.

Ich glaube, ich sollte einfach meine Schlafpausen akzeptieren. Ich muss sie ja nicht anfangen zu lieben, doch sie gehören zu mir und sind nötig. Somit werde ich sie wohl oder übel tolerieren und ich freue mich über ihre Wirkung.

Gewalt

von Gunda Breul

Ich finde Gewalt echt sehr scheiße, weil ich unter Gewalt verstehe, dass man sich schlägt. Man kann auch darunter verstehen: spucken, treten, auf den Popo hauen. Gewalt ist auch, wenn man seine Wohnung zerstört. Zum Beispiel ein Glas gegen seiner Wohnungstür zudonnern oder Passanten draußen anzuspucken, zu treten, aber auch auf den Boden zu schmeißen.
Die größte Gewalt verkörpert Hitler für mich, weil Hitler ein Nazi gewesen war und er Gewalt mochte.
Eure Autorin Gunda Breul.

Das Böse so fern und nah

von Stefanie Thies

Vor einer Woche habe ich mit meinen Mitbewohnern Tagesschau geguckt. Ein Mann hat in Amerika mehrere Menschen getötet. Da habe ich mich unwohl gefühlt, und mich gefragt, ob sowas auch in Hamburg passieren kann. Kann das auch mir oder meinen Freunden passieren? Ich habe die ganze Woche darüber nachgedacht.

In einer fremden Welt

von Sarah Gorski

Als Piers aufwachte, befand er sich plötzlich in einer fremden Welt. Er schaute sich verwirrt um und sah plötzlich riesige Roboter auf sich zu stampfen. Piers wollte gerade nach seiner Waffe greifen, aber er griff ins Leere. „Verdammt! Was jetzt?“ fluchte er leise. Die Roboter kamen auf ihn zu und umzingelten ihn. Piers wollte aber nicht so schnell aufgeben. Er suchte nach einem Stein oder Stock, den er den Robotern entgegen schleudern könnte. Er fand nichts.
„Ich werde mich nicht kampflos ergeben“, kam ihn der erste Gedanke, „was würde der Captain in meiner Situation tun?“. Piers hörte die Stimme des Captains in seinem Kopf: „Hey Soldat, versuch dich doch mit den Robotern anzufreunden und rauche eine Friedenspfeife mit ihnen!“

Dienstag, 19. September 2017

Meine Arbeit nervt

von Stefanie Thies

Meine Arbeit nervt, weil ich eigentlich noch mehr machen könnte, wenn die mich lassen würden. Ich glaube, ich bin in meinem Kopf gut, wie du. Und die anderen glauben, ich weiß nicht wie das geht. Du weißt, was ich meine. Bei der Arbeit werde ich nicht gefördert. Ich gehe da nicht gerne hin.

Drei Wochen

von Stefanie Thies

Arbeiten, nicht gut. Gojenberg, gut.
Ich gehe nicht gern arbeiten, weil ich so gut wie kein Geld bekomme. Aber ich muss arbeiten, weil die mittlerweile weniger Geld bezahlen.
Ich möchte einen anderen Job, bei dem ich nicht immer so müde bin. Ich kann auch mehr machen mit meinem Talker. Bei der Arbeit gehts mir nicht gut, mehrere Jahre schon, denn ich kann nichts machen. Die Mitarbeiter bei der Arbeit bekommen nicht so richtig mit, was ich eigentlich kann.
Die Wochenenden muss ich nicht um sieben Uhr aufstehen, aber in der Woche um sieben kann ich nicht mehr. Mir gehts am Wochenende besser, weil ich nicht hoch muss. Wenn ich um elf arbeiten müsste, dann ginge es mir besser, dir auch. Aber das geht nicht.

Dieses Jahr ist ein vielfältiges Jahr

von Cornelia Meyer

Dieses Jahr ist ein vielfältiges Jahr. Nach über zwei Jahren bin ich wieder in meinem Arbeitsleben zurück. Ich bin gelernte Kita-Helferin und arbeite seit Januar an den Bugenhagen-Schulen in Alsterdorf. Was macht eine, ich schreibe es mal aus, Kindertagesstätten-Helferin an einer Schule?
Ich habe gelernt Vorzulesen, für kleine Kinder Angebote zu machen….. Aber nun?
Egal. Ich habe mir das vielfältige Jahr 2017 ausgesucht. Das Jahr, in dem Martin Luther 500 Jahre wird. Ich bekomme mit, wie meine „alte“ Schule (Bugenhagen Schule) 150 Jahre wird.
Dieses Jahr heißt also: Fete, Fete, Fete?
Fangen wir doch mal an: Neujahr, Fasching, Ostern, nebenbei macht man noch die Arbeit, wie geplant, geregelt und ich noch meine Aufgaben meister und mich frage: Ist dies oder jenes gut oder sollte ich nicht doch besser sein?
Meine Klasse, in der ich arbeite, ist toll, ich verstehe mich gut mich meinen Kollegen.

Stichpunkte des Jahres 2017
- Martin Luther währe 500 geworden
- Schule ist 150 geworden
- Mit Sengelmann war auch ein Jubiläum.

UND ICH HABE NOCH SIEBEN TAGE UM MEIN GEDÄCHTNIS FÜR DEN ERSTE HILFE-KURS FIT ZU MACHEN.

Ich schreibe einfach ohne zu verstehen was ich schreibe.

Auf Kreta

von Lina Strothmann

Anfang August war ich für eine Woche mit meiner Mutter und Freunden auf Kreta. Es war sehr schön. Wir haben in einem kleinen Hotel gewohnt, das sehr nah am Strand lag, den wir auch täglich besucht haben. Das Schwimmen im Meer war einfach herrlich.
Abends sind wir dann immer etwas durch die Stadt gegangen und haben viele Restaurants ausprobiert. Allerdings war es auch sehr heiß, 30-31°C. Aber es gab ja das Meer zur Abkühlung.
Das einzige was an dieser schönen Reise schrecklich war, war der Hinflug. Das Flugzeug hat immer so gewackelt, das mir ziemlich schlecht wurde.
Trotzdem war es eine sehr, sehr schöne und entspannende Reise :-)

Über Bühnentod

von Thea Sagawe

Warum haben sich die zwei den so rausgeputzt?
Das Klabauter Theater macht die Nacht zum Tag. "Bühnentod" ist ein Krimi , der am 30.09.2017 um 20 Uhr Premiere feiern wird...Wir freuen uns auf euch und sind schon sooooo gespannt!
Ha! Endlich!
Die zwei sehen aus, als wollten sie ermitteln...doch ich fürchte, die Sache könnte verzwickter sein, als die beiden ahnen...
Im Oktober kommt nochmal "Bühnentod". Im November und Dezember kommt dann "Zeitraffer" dran, ein theatrales Assoziationskunstwerk, entstanden in Kooperation mit dem Künstlerduo Um wieviel Uhr kommt ihr?

Dienstag, 18. Juli 2017

Mein verrücktes Geburtstags(fr)essen

von Heinz Thomsen

Ich bin an meinem Geburtstag um 5 Uhr morgens aufgewacht, weil ich dann immer wach werde. Draußen war es noch dunkel. Der erste Geburtstagsgast, ein Mitarbeiter, singt mir ein Geburtstagslied auf den Flur, so laut, dass alles es hören können. Meine Mitbewohner wachen auf und kommen aus ihren Zimmern. Sie singen alle gemeinsam. Ich bedanke mich und gehe in die Küche. Es sitzen bereits einige Leute dort. Für meinen Geburtstag bekomme ich mein Lieblingsessen: warmes Hundefutter. Sehr lecker! Ich biete den anderen in der Küche auch etwas an, aus meinem St.Pauli-Hundefutter-Napf, aber keiner möchte mitessen.
Nach dem Frühstück gibt es Geschenke auf der Terrasse. Das erste Geschenk ist von Immanuel- eine riesige Sonnenbrille. Die kann ich gute gebrauchen, denn mittlerweile ist es hell geworden. Das zweite Geschenk kommt mit der Post. Es ist sehr groß und schwer. Es ist mit grünem Geschenkpapier eingepackt. Ich öffne es und erschrecke mich: Frank kommt raus! Es lädt mich zum Essen ein, es gibt Currywurst mit Ketschup.
Abends habe ich Freunde zu mir in die Wohngruppe eingeladen. Es kommen 15 Männer und Frauen und wir essen gemeinsam Pizza. Der Pizza-Bote trägt alle Kartons alleine. Weil er durch den Stapel nichts sehen kann, stolpert er über die Türschwelle und alle Margharita-Pizzen fallen auf den Boden. Wir essen trotzdem alles bis auf den letzten Krümel auf. Die (Fr)Ess-Party geht bis 23 Uhr. Dann gehe ich duschen und ins Bett. Ich  träume vom Essen, habe aber keine Bauchschmerzen.


Sport und Spaß für alle!

von Thea Sagawe

Ich bin seit kurzem, dem 6.6.17 im SVE und möchte gerne beim Fußballturnier dabei sein. Das Ding ist, dass am selben Tag auch Theaternacht ist, was soll ich machen? Ich bin das jüngste oder ganz neu Mitglied. Ich mag die Gruppe ganz gerne und es macht Spaß dabei zu sein.
Wir wollen unterschiedlichen Sport machen, wozu die Teilnehmer/innen Lust haben: von Federball über Fitness, kleine Spiele, Ausdauertraining und Bewegung mit Musik ist alles möglich. Die Gruppe ist offen für alle, auch wenn du Probleme hast mit schnellen und komplizierten Bewegungen, zum Beispiel nach einer Erkrankung, durch die es dir schwerfällt, an anderen Sportgruppen teilzunehmen.
Die Leitung sind Maike und Frank und die Gruppe ist groß. Beim letzten Mal haben wir in der 1. Gruppe Tauziehen gemacht, wir haben gezogen und gezogen. Dann in der 2. Gruppe haben wir Floorball gespielt und eine Mannschaft hat gewonnen.

Der brutale G20 Gipfel


von Gunda Breul

Es kamen die bösen Tage, vom 06. bis zum 08. Juli. Da waren Hunderte vom Schwarzen Block mit dem Flugzeug nach Hamburg gekommen. Es waren welche aus Russland, Hannover, Berlin, Duisburg, Brüssel, Spanien, Portugal, also aus verschiedenen Ländern.
Und wie gesagt: es ging da richtig zur Sache. Plötzlich kam die Polizei und hat den Schwarzen Block attackiert. Zuvor waren Böller, Flaschen und Steine nach den Polizisten geworfen worden. Doch dann hatten sie die Nase voll und haben über Funk drei bis vier schwere Wasserwerfer eingesetzt.
Und dann sind sehr… viele Polizeiwagen bei mir vorbeigefahren, in Richtung Schulterblatt, Schanze. Die haben viele Straßen gesperrt. Und dann als der Schwarze Block bei uns vor der Haustür war, hatten die an der Ampel eine schwarze Blockade angezündet, und 20 cm weiter auch noch mal dasselbe in grün. Ich  war vor unserer Haustür und hatte auch sehr… panische Angst bekommen und habe mich dann in der Max B verschanzt.
Aber der Schwarze Block wollte nicht aufhören und die Polizei hat Pfefferspray eingesetzt. Das Ende vom Lied waren viele Schwerverletze.
Eure Autorin Gunda.

Mein Geburtstag

von Stefanie Thies

Mein Geburtstag wurde schon auf der Arbeit gefeiert. Dort habe ich einen Kuchen geschenkt bekommen und eine DVD. Alle haben für mich gesungen und danach zusammen Kuchen gegessen.
Um 5 Uhr habe ich Gäste zu mir eingeladen. Die Feier habe ich schon lange vorher vorbereitet. Bevor die Gäste da sind, habe ich mich noch in meinem Zimmer ausgeruht und mich hübsch angezogen: einen Rock und eine dazu passende Bluse.
Die Feier fand im Gemeinschaftsraum statt. Kurz vor 5 mache ich mich auf den Weg dahin. Ich muss mich noch schnell um die Musik kümmern. Als alle da waren, haben wir mit Sekt auf meinen Geburtstag angestoßen. Dann wurde der Grill angemacht und leckere Würstchen gegrillt. Nach dem Essen haben wir den Abend mit dem ein oder anderen Bier ausklingen lassen.

Montag, 12. Juni 2017

Elfchen

von Stefanie Thies

Eine gelbe
Decke
wird im Laden
von Steffi gekauft
und getragen.

Zwei Elfchen

von Cornelia Meyer

Eine gelbe
Hängematte
hängt in den Bäumen,
wartet auf bessere
Zeiten.


Total rot
kommen alle
vom Strand zurück,
essen Eis,
machen Urlaub.

Donnerstag, 18. Mai 2017

Delfine schwimmen auf Cuba

von Thea Sagawe

Wir sind mit der ganzen Familie nach Cuba geflogen und sind dann in verschiedene Orte gefahren. Das einzige was richtig Spaß gemacht hat, war, dass wir mit Delfinen geschwommen sind. Man ist im Wasser und man muss  die Füße ganz steif und gerade machen und dann drücken dich die Delfine hoch. Das ist ein tolles Gefühl. Mir hat es total Spaß gemacht. Was soll man sagen, Danke!!!

Ein Tag im Leben eines St. Pauli Stars

von Heinz Thomsen

Gegen 8 Uhr stehe ich auf und mache erst mal Frühstück. Zum Frühstück gehören natürlich nur Bioprodukte, dazu Schwarzbrot und einen heißen Kaffee. Nachdem Frühstück bade ich und lasse mich massieren.
Um 12 Uhr fahre ich zum Training und laufe ein paar Runden. Danach feile ich an meiner Schusstechnik. 
Gegen 13 Uhr ist Schluss. Zum Aufbauen meiner Muskeln gehe ich noch für eine Stunde in die Muckibude. Abends besuch ich eine Disko und tanze. Alkohol ist Tabu, aber eine Cola ist drin. Ich tanze gerne zu Schlager und Hip-Hop. Um Mitternacht bin ich im Bett.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Ein Tag im Leben eines Opas

von Jesus Alam

Ich bin heute ein Opa.
Und ich lebe im Wald.
Ich habe eine Windel an.
Ich kann Nackedei durch den Wald gehen.
Ich habe einen Stock.
Und bei mir lebt ein Maulwurf.
Ich bin ein Opa und ein Engel.
Ich schütze Jesus.
Ich habe eine Oma Frau.
Die heißt Yvonne.
Ich höre noch Musik.
Klar doch.
Ich höre André Rieu.
Keinen Heavy Metal.
Das Alter kann kommen.
Amen.

Kind

von Jesus Alam

Eckhardt, schreib mal auf:
Saturn.
Media Markt.
Bücherei.
Frauenlieder.
Teletubbies.
Schlüpfer.
Babytropfen.
Nachttopf.
Babylieder.
Kinderriegelkacke.
Babyhose.
Babysocken.
Babyunterbüx.
Schwimmbrille für Babys.
Benjamin Blümchen, der Brecher-Elefant.
Räuber Hotzenklox.
Zwackelschwanz.
Zwackelschwanzklo.
Großmutter.
Kasper.
Zipfelmosenpolizei.
Ich wäre gern ein Kind.

Eckhard

von Jesus Alam

Eckhard raucht.
Eckhard hat eine Wampe.
Er furzt.
Er kann mir vor die Füße kotzen.
Er kann vom 3er springen.
Er kann vom 1er springen.
Arschbombe.
Er kann Eis lecken.
Eckhard macht mich fertig.
Hat er Busen?
Eckhard hatte ein paar Windeln an!
Er trägt Hosen.
Eckhard hat ein Taxi gerufen.
Plumpsklo.
Da geht Eckhard hin.
Eckhard hat einen BH.
Ist er schwanger?
Eckhard schmust an Arndt.
Er küsst Arndt.
Eckhard schmust den Hund.
Der Hund leckt Eckhard.
Geil.

Meine neue Wohnung

von Stefanie Thies

Ich werde umziehen. Alle meine Freunde helfen mir dabei. Meine Anziehsachen werden eingepackt. Mein Talker wird sicher verstaut. Mein Bett und meine Kommode werden auseinander gebaut und eingepackt. Dann geht es los zu meiner Wohnung im Erdgeschoss. Nachdem alles ausgepackt ist, fahren wir weiter zu IKEA. Dort suche ich mir eine Küche aus. Außerdem brauche ich noch ein Bett und ein Regal für die Mitarbeiter. Da fällt mir noch ein, dass ich meine Unterlagen und Papiere noch abholen muss. Die verstaue ich in dem neuen Regal. Dann gehe ich einkaufen und fülle meinen Kühlschrank.

Ein Tag im Leben von vielen Tieren

von Gunda Breul
 
Meine Fantasie-Geschichte

Ich bin ein sehr gefährlicher Wolf und wohne in einem Wald. In dem Wald leben viele Menschen, Frank wohnt auch im tiefen Wald. Ich wohne mit Frank dort. Eines Tages kamen plötzlich sehr viele Wölfe an, mindestes sechsundzwanzig Rudel, und sie kamen dann auf eine tolle besondere Idee: "Aha… endlich mal ein Frank, der sehr lecker ist und dann ist auch noch echt ziemlich viel dran!" Alle Wölfe mögen keine Frauen, nur sehr viele Männer. 
Ihr müsst wissen, dass es im Wald viele Bäume gibt und im Himmel Sterne, die sehr toll glänzen.

Eure Autorin Gundi.

Ein Tag im Leben eines Betreuers

Von Johannes Plomitzer

Ich arbeite in einem Heim für Menschen mit Demenz. Diese Menschen wissen nicht wer ihre Angehörigen, Eltern oder ihre Familien sind. Aber manchmal gelingt es ihnen, nur ein bisschen, Jemanden wieder zu erkennen.

Einmal habe ich mit einer Frau ihren Schlüssel gesucht, über eine Stunde. Der Schlüssel war nirgends zu finden. Aber dann fanden wir ihn, im Mülleimer. Einer anderen Frau habe ich die Badewanne eingelassen und ihr beim Baden geholfen. Ich muss immer mit dabei sein, weil sonst jemand ertrinken könnte. Alle Bewohner frühstücken um 7:00 Uhr und ich mache das Frühstück für sie fertig. Danach singen wir und tanzen mit der Gitarre und mit einer Bewohnerin spiele ich immer sehr gerne Mensch ärgere dich nicht und ich gewinne immer, da die Leute dement sind und sie nicht wissen können wann man gewonnen hat.

Schön ist es wenn Demenzkranke über alte Zeiten erzählen, da wissen sie immer alles noch ganz genau, da ihr Langzeitgedächtnis besser funktioniert als ihr Kurzzeitgedächtnis. Wichtig ist es das ich mit den Menschen viel lache, damit sie ihren Lebensmut behalten.

Eine Frau, die Frau Schütt, sie ist meinem Arbeitsbereich untergebracht, hat letztens ihren verstorbenen Mann gesucht. Sie hat so sehr im Heim gesucht, dass sie nicht merkte wie sie dieses verließ. Nach mehreren Stunden ist sie von der Polizei aufgegriffen worden und wurde zurück gebracht. Ihr Mann ist bereits seit 69 Jahren tot.

Leider kommt so etwas häufiger vor, dass demenzkranke Menschen verschwinden. Aber ich bin immer sehr bemüht, dass es den Leuten bei uns sehr gut geht. Es ist schön etwas Gutes zu tun.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Jack, die Eule

von Lina Strothmann

Die Nacht begann ruhig und friedlich. Fast schwebend flog die Eule über die Wälder.
„Ach, wie schön ruhig es hier doch ist“, dachte sich Jack. Doch plötzlich hörte er merkwürdige Stimmen und ehe er sich versah, flog ihm ein übel aussehender Greif vor die Augen. Langsam drehte sich Jack um, denn mit so einem Raubvogel ist nicht zu spaßen. Doch da diese Raubvögel wahnsinnig schnell sind, hat er Jack in Null Komma Nichts eingeholt.
„Was will dieser bösartige Vogel von mir?“ Langsam flog Jack weiter, er versuchte den Greif zu ignorieren und ließ sich auf einem Baumstamm nieder. Zu seinem Glück flog der Greif an ihm vorbei.

Montag, 24. April 2017

Was ist Glück?

von Nora Poppensieker

„Glück ist immer der Moment davor.“ Aha? – Nein, Glück kann jeder Moment sein! Man muss den Moment nur wahrnehmen. Sicher freut man sich auf einen schönen Moment und fühlt sich glücklich, diesen Moment erleben zu dürfen. Doch hat man nicht nur das Glück, diesen schönen Moment, der sich in Zukunft abspielen wird, zu erleben, sondern auch das Glück, jeden Moment bis dahin und auch die Momente danach zu erleben (wenn man dieses Glück auch hat und vorher nicht noch etwas Unvorhergesehenes, Negatives, passiert). Klar, die Momente direkt vor einem besonders schönen Ereignis, während denen man sich auf eben diesen Moment freut, scheinen voller Glück zu sein. Und insbesondere das Ereignis, auf welches man sich freut, bereitet einem Glücksgefühle.
Und doch sind es nicht die besonderen Momente des Lebens, die das Leben erst lebenswert machen. Es ist das Leben selbst, das man genießen und auch schätzen sollte, schätze ich.

Und genau das tue ich auch: Ich freue mich über die kleinsten Dinge des Lebens und erkenne sie auch als eben solche an. Wobei ich vielleicht auch besonderes Glück habe: So freue ich mich beispielsweise, wenn SüßA unser Bett macht, und insbesondere wenn er mich stupselt. Ich fühle mich glücklich, mit ihm zusammen zu sein, aber ich freue mich auch schon morgens über das Blubbern der Kaffeemaschine, das einen leckeren guten-Morgen-Kaffee verspricht. Meine morgendliche Freude geht weiter über die Tatsache, morgens abgeholt zu werden, …

Kann man das Hören des allmorgendlichen Blubberns der Kaffeemaschine denn als bezeichnen? – Nein, es ist nur ein beruhigendes Geräusch, das einen schönen Kaffeemoment verspricht. Es ist aber nicht Glück an sich. Freude ist kein Glück, schon gar nicht die Freude auf etwas so materielles, wie es Kaffee ist.

Ach, ich bin einfach glücklich über alles, was ich aus meinem neuen Leben gemacht habe. Ich möchte hier gar nicht weiterschreiben, worüber ich mich genau freue und was mich alles glücklich macht, sondern brauche ich nur auf die Tatsache zu verweisen, dass ich mein gesamtes Leben nun viel bewusster wahrnehme und auch schätze. Ich freue mich, zu leben und sehe jeden Moment, den ich erleben darf, als Glück an. Wobei ich hierbei auch wieder sagen muss, dass ich mir das Glück auch selber mache: Ich fühle Glück, anderen Leuten eine Freude zu machen. Es ist mir besonderes Glück, glückliche Momente mit Menschen, die ich sehr schätze, zu erleben und gar zu teilen. So verstärkt sich mein Glück.

Ich höre oft Leute sagen: „Geld macht glücklich. Hätte ich viel Geld, könnte ich mir alles kaufen und wäre somit glücklich!“ Darauf kann ich nur erwidern: „Nein, Geld beruhigt nur, Geld macht mich nicht glücklich.“
Hätte ich die Möglichkeit, mir alles zu kaufen, was mir in den Sinn käme, ja, dann hätte ich zwar viele schöne Dinge, aber doch kein Glück: Glück ist für mich nichts Bezahlbares. Glück kann sowohl durch die Kunst erlebt werden, als auch durch das gemeinsame Erleben schöner Momente, wie durch gemeinsames Lachen. Freunde kann man nicht kaufen, zumindest keine „wahren Freunde“.

Was sind schöne Momente? Schöne Momente sind das Erleben von Glücksgefühlen. Diese kann man erleben, wenn man merkt, dass man selbst gemocht und geschätzt wird (insbesondere von Leuten, die einen hohen Stellenwert für einen selbst haben), oder auch dass man etwas erreicht und geschafft hat. Glücksgefühle kommen aber auch, wenn man etwas Schönes geschaffen hat, gerne zusammen. Seien das auch nur Belanglosigkeiten, wie das Kochen eines guten Gerichtes oder auch „nur“ das Aufräumen einer zuvor chaotischen Ecke. Oder eben große Dinge, wie das Schaffen eines gemeinsamen Kunstwerkes.
Verfolgt man gemeinsam das gleiche Ziel, und kommt diesem ein (kleines) Stück näher, ist dieser Teilerfolg Glück. Auch das Erreichen eines (scheinbar kleinen) Ziels, das Anstrengung kostete, bedeutet mir Glück.

Weiterhin zeugt es von besonderem Glück für mich, einen Spaziergang in der Sonne bewerkstelligt zu haben. Ich fühle mich absolut wohl, wenn die Sonne warm auf mein Gesicht scheint, während ich einen Weg (gerne übersät mit vielen Treppenstufen) entlang gehe.

Mittwoch, 12. April 2017

Ich bin ein Retter

von Heinz Thomsen

Schon zweimal war ich auf einem Spiel von St. Pauli. ich habe nah am Spielfeld gesessen und konnte gut sehen. Beinm ersten Spiel hat St. PAuli gewonnen: 4 zu 0. Immer, wenn es ein Tor für St. PAuli gab, habe ich geschrien und bin aufgesprungen. Ich war ganz alleine da, also nicht ganz: mit meinem Papa. Der ist auch Fan von St. Pauli, aber er hat kein T-Shirt. Trotzdem ist er ein Retter.

Beim zweiten Spiel hat St. Pauli wieder gewonnen, aber ich weiß nicht mehr, wie viele Tore sie hatten. Bei dem Spiel war ich auch mit meinem Papa. Wir haben Würstchen gegessen, aber nichts getrunken. Nach dem Spiel habe ich mir das T-shirt gekauft. "Retter" steht da drauf. Ich bin ganz alleine in einen Laden auf der Schanze gegangen und habe es dort gekauft. Es hat 50 Euro gekostet und ich musste ganz schön lange dafür sparen. Jetzt ziehe ich das T-Shirt aber auch oft an.Bei uns im Hof spiel ich auch öfter mal Fußbal, nur ich und der Ball. Manchmal jubelt mir dann eine Freundin zu. Das mag ich dann.

Ich bin nur eine Eule

von Thea Sagawe

Ich bin Hedwig und bin ein Mädchen. Ich bin eine Schneeeule und Haustier von einem Jungen zum 11. Geburtstag geschenkt, als Harry in die für ihn neue magische Welt eintritt.
Als erstes richtiges Geburtstagsgeschenk (soweit Harry sich zurückerinnern kann) und sichtbares Symbol für die kommenden verlockenden Geheimnisse gibt Harry ihr den Namen Hedwig.

In Hogwart lebt sie nicht in einem Käfig, sondern mit ihresgleichen zusammen in der Eulerei der Schule, wo sie jederzeit durch eines der Turmfenster ein- und ausfliegen kann.

Meine aufgeräumte Wohnung!

von Gunda Breul

Ich bin um 07: 45 Uhr aufgewacht, bin ich in zweiten Stock gegangen, und habe meine neun Tabletten genommen. Danach habe ich losgelegt und habe neun  Partien Wäsche gemacht, eine nach der anderen. Ich muss euch echt sagen: Huu... war das anstrengend gewesen.
Danach habe ich die ganze Wäsche ganz alleine säuberlich zusammengelegt und auch in den Schrank gelegt. Und danach habe ich auch noch mein Bett ganz alleine bezogen.

Eure Autorin Gunda Breul.

Dienstag, 4. April 2017

Steffis glücklicher Tag

von Stefanie Thies

Am Morgen wird ein Kaffee gekocht und getrunken. Danach wird Ferngesehen. Am liebsten VOX.
Um 11 Uhr wird gefrühstückt. Am liebsten mehrere Spiegeleier. Nach dem Frühstück geht es nach Hamburg mit der Bahn.
In Hamburg kaufe ich Musik. Danach gehe ich in ein Café und trinke einen Kaffee. Danach geht es weiter einkaufen. Außerdem rufe ich noch meine Schwester an.
Dann wird ein Kuchen gebacken und anschließend alle Freunde zum Kuchen essen eingeladen.

Danach gehe ich in mein Zimmer und mache etwas mit meinem Talker. Wenn ich damit fertig bin gucke ich nochmal Fernsehen.
Dann muss noch für das Abendessen eingekauft werden. Ich kaufe alles worauf ich Hunger habe. Danach gucke ich Fernsehen bis ich Müde werde und ins Bett gehe.

Dienstag, 28. März 2017

Für mich ist Glück:

Von Sarah Gorski
  • Shisha rauchen
  • Mit Freunden treffen
  • Resident Evil schauen
  • In meinem Bett liegen
  • Kekse essen
  • Ein Bier trinken
  • Klamotten kaufen
  • Bei meinen Eltern sein
  • Playstation spielen
  • An kalten Tagen etwas heißes trinken
  • In einem frisch gewaschenen Bett liegen
  • Mit meiner Schwester treffen
  • Neue Bilder auf meiner Seite posten
  • Ein spannendes Buch lesen

Einige Augenblicke bei denen ich glücklich war oder sehr zufrieden

von Lina Strothmann

Glücklich war ich heute Mittag in der Theatergruppe. Ich arbeite jetzt fest bei der Theatergruppe „meine Damen und meine Herren“. Das macht mich auch schon sehr glücklich. Mit einem Hörspiel haben wir begonnen. Zusammen mit drei Kollegen haben wir uns eine Geschichte überlegt und die dann aufgenommen. Das hat mir viel Spaß gemacht und ich war glücklich.
Auch letztes Wochenende war ich glücklich, als ich bei dem schönen Wetter einen Spaziergang an der Elbe gemacht habe.Als ich mich mal wieder mit meiner Freundin und ihren zwei Kindern getroffen habe.
Ich habe in letzter Zeit einige glückliche Momente gehabt.
Mut, erfüllte Wünsche, Zufriedenheit, Entspannung, Genuss, Spaß, Liebe (verliebt sein), Lust, Freude gehören zum Glück dazu.

Glücklich

Von Thea Sagawe

Ich bin glücklich, wenn ich auf der Bühne stehe und ich träume davon eine berühmte Schauspielerin zu sein.
Zum Frühlingsanfang soll für deinen Traum die Welt offen stehen und für deine Ideen ganz viel Raum zur Verfügung stehen.  Dazu kommt Mut, ein großes Stück Vertrauen. Ganz viel Glück für das Spiel.

Glücksmomente

von Gunda Breul

Ihr müsst wissen, meine Glücksmomente sind: die, wenn ich zum Beispiel: meinen 46. Geburtstag habe.
Oder zum Beispiel: wenn bei mir, viel Geld auf meinem Konto ist.
Meine Glücksmomente, sind: auch dass ich schon selbständig einen Kuchen backen kann (einen Quarkauflauf)
Meine Glücksmomente, sind: aber auch, wenn ich Geld verprassen kann, bei Ikea, da habe ich mir einen Tortenheber, vier Gläser, drei Waschbürsten, eine große Auflaufform und dann noch Druckerpapier, für meinem eigenen Drucker gekauft.
Meine Glücksmomente, sind: aber auch, wenn meine Schultern operiert werden: dann bin ich endlich… von  meinen scheiß Schmerzen befreit.
Aber ich habe auch mal keine Glücksmomente, wo ich nicht so Cool drauf bin, zum Beispiel: Heute hatte Ralph zu mir gesagt, dass ich noch 80 € Schulden bei ihm in der Kasse habe.
Eure: Autorin Gunda Breul.
PS: Fortsetzung folgt.     

Das Bild

von Stefanie Thies

Es handelt sich um eine unbekannte Frau. Sie ist hundemüde, weil sie so viel arbeitet. Sie hat noch ihre Arbeitskleidung an. Sie arbeitet in einem Krankenhaus, im Büro.
Dort schläft sie auf einer dreckigen, alten Matratze. Plötzlich wird sie wach, ihr Pieper piept. Es gibt wieder Arbeit. Aber nur in ihren Träumen. Am nächsten Morgen wacht die unbekannte Frau auf und wundert sich über ihre komischen Träume.

Vollnuss

von Jesus Alam:
 
2016
 
Es war einmal Jacqueline.
Sie war eine heiße, coole Frau.
Jacqueline hatte eine Freundin,
die hieß Emanuelle.

Jacqueline hatte eine schöne Frau,
die hieß Schlupfi.
Jacqueline hatte ein Pferd
und das hieß Kyra.
Jacqueline reitet auf Kyra.
Auf dem Dachboden.

Jacqueline hatte einen Mann,
der hieß Eckart.
Eine Vollnuss.

Dach über dem Kopf

von Thea Sagawe:

Ich habe ein ganz besonderes neues Thema angefangen: ich möchte gerne Menschen wie Flüchtlingen und Obdachlosen helfen. Ich bin schon dabei; mehr weiß ich noch nicht, aber es geht weiter. Ich möchte, dass jeder ein Dach über dem Kopf hat.

Dienstag, 28. Februar 2017

Kein Bock auf Schreiben...

von Sarah Gorski

1. Mein Kopf ist leer
2. Ich habe keine Idee mehr
3. Meine Muse hat mich verlassen
4. Das Leben ist beschissen
5. Langeweile breitet sich aus
6. Ich will nur noch nach Haus
7. Endlich die Augen zu
8. Und dann habe ich meine Ruh
9. Trinke noch einen Tee
10. Und dann ist alles OK

Ohne Titel

von Nora Poppensieker


„Warum immer ich?!“, fragt sich Henrike, nachdem sie sich völlig entkräftet auf der abgewetzten Matratze niedergelassen hat. Sie und Benjamin hatten schon so schöne Zukunftspläne geschmiedet. Oder war es nur sie gewesen, nur Henrike, die von einer gemeinsamen Zukunft mit Benjamin träumte? Es war zumindest ein schöner Traum gewesen: Henrike gemeinsam mit Benjamin, Arm in Arm und schwer verliebt. Immer wieder sprachen sie davon. Oder war es nur Henrike gewesen, die davon träumte und auch davon sprach?!

Und nun ist alles vorbei – all diese Träume sind ausgeträumt, wie von einer Tafel mit Wasser abgewischt. 
Bedeutete das alles Benjamin nichts? Warum verspielt er seine Möglichkeiten so unüberlegt? Henrike würde am liebsten mit ihren Armen auf die Matratze trommeln, doch sie scheinen wie gelähmt zu sein, mag sich nicht rühren. Mit den Gedanken ganz nah bei Benjamin schluchzt sie lautlos: „Am liebsten wäre ich jetzt tot. Dir täte dann alles Leid, Benjamin – Dann würdest Du bestimmt dieser Blonden sagen, Du wolltest sie nicht mehr sehen. Und ihr insbesondere nicht mehr so nahe kommen, nicht mehr so nahe sein.“ Laut schluchzt sie und wischt ihre Tränen in das nicht vorhandene Kissen.Und dabei zog sie sich heute extra die kratzende Perlon-Strumpfhose an, die Benjamin so an ihr mag. Sie zwängte sich in dieses Kleid, das ihren schlanken Körper so positiv betont und das ihr viel zu farblos ist. Das alles für Benjamin. Und nun? Nun ist alles hin! Ihre Liebe zu Benjamin hat ihm anscheinend nichts bedeutet. Benjamin hatte diese Blonde im Arm und schien so glücklich mit ihr. War er das denn auch mit ihr gewesen, so glücklich mit Henrike, wie er es mit der Blonden wirkte?Henrike überlegt: Obwohl Benjamin sie wohl gar nicht so mag, hatte er ihr dennoch eine schöne Zeit beschert. Sie hatten sehr viel lachen können und auch immer schöne Dinge zusammen unternommen: Sie waren jede Woche zusammen tanzen gewesen. 
Dabei kam Henrike immer gut bei den anderen Gästen an. Henrike fühlte sich immer gut, wenn sie mit Benjamin zusammen war. Aber das kann sie sich ja jetzt auch noch! Stimmt, nur weil Benjamin nicht mehr nur Henrike im Kopf hat, heißt das ja nicht, dass Henrike nun nicht mehr lachen kann und darf! „Auf auf, Henrike!“, will sie sich aufmuntern. Mal sehen, ob Henrike nun weiter machen kann, als sei Benjamin ihr nie fremd gewesen.




Tod am Nachmittag

von Heinz Thomsen


Ich glaube die Frau ist tot. Sie hat sich selbst getötet. Mit Tabletten. Weil sie unglücklich war. Sehr unglücklich. Sie hat Streit gehabt. Mit ihrem Mann. Er hatte sie verlassen. Wegen einer anderen Frau. Dabei war Carol – so nenne ich sie – noch sehr jung gewesen. Gerade mal dreißig. Und hübsch war sie auch. Braune Haare, schlank. Trotzdem hat ihr Mann sich in eine andere verliebt. Carol hat viele starke Schmerzmittel genommen. Daran ist sie gestorben.

Dienstag, 31. Januar 2017

Weihnachten 2016

von Heinz Thomsen


Ich habe Weihnachten mit meiner Mama gefeiert. Mein Papa war auch dabei. Meine Eltern wohnen in Hamburg in einem Haus. Meine Mama hat mir Unterhemden in vielen Farben geschenkt: in weiß, in blau, in grün, in braun und in schwarz. Aber das beste Geschenk war die lilafarbene Mütze. Zum Glück ist es jetzt so kalt geworden, dass ich sie tragen kann. Leider liegt jetzt Schnee. Ich mag keinen Schnee. Nach der Feier bin ich abends wieder in die Wohngemeinschaft gefahren, ganz alleine mit dem Fahrrad im Dunkeln. Aber mein Fahrrad hat Licht und ich habe keine Angst.

Dienstag, 17. Januar 2017

Höheres Sicherheitsgefühl= höhere Sicherheit?

Von Nora Poppensieker

„Schrecklich, was da schon wieder passiert ist“, beschwert sich Henrike bei Moritz. Es wurde versucht, einen Obdachlosen anzuzünden. „Ich bin der Meinung, wir bräuchten hier eine höhere Kontrolle, mehr Kameras. Dann könnte man jedes Verbrechen aufklären und vielleicht sogar verhindern.“
„Dann unterstellst Du also jedem zunächst böse Absichten!“, erwidert Moritz darauf. „Glaubst Du wirklich, dass jeder Mensch überwacht werden sollte? Und wahrscheinlich hast Du auch keine Einwände gegen Telefonüberwachungen?!“ „Wieso, hast Du etwas zu verheimlichen, so dass Deine Gespräche nicht mitgehört werden dürfen?!“, fragt Henrike skeptisch. „Nein, zu verheimlichen hätte ich nichts, noch nicht einmal vor meiner Ehefrau“, gesteht Moritz. „Doch habe ich Privatsphäre, und die habe ich sogar vor Elvira.“
Genervt stemmt Henrike die Arme in die Seite. „Wenn jeder wüsste, dass sein Handeln überwacht wird, würde sich niemand trauen, etwas Illegales, ja, Gefährliches und Menschenverachtendes zu tun“, sagt sie.
„Nein, Henrike, wenn jeder Mensch gläsern ist, kann man ganz bestimmt nicht alles verhindern. Vielleicht kann man nach einem Verbrechen die Täter hinterher schneller finden und bestrafen, wenn man auf Videoaufzeichnungen sehen kann, wer wo was und wann genau tat. Doch wer sollte alle Telefongespräche abhören? Oder auch jede Videoaufzeichnung in Echtzeit begutachten?“ Hier unterbricht ihn Henrike: „Man muss doch nicht jede Minute abhören, Moritz, es gibt doch bestimmte Suchbegriffe, Schlagwörter, die aus Telefongesprächen herausgefiltert werden könnten.“ „Ach Henrike, das stellst Du Dir ja auch einfach vor. Wenn ich selbst etwas zu Verheimlichen hätte, fände ich bestimmt Wege, um mich am Telefon deutlich mit meinem Gegenüber, der in meine illegalen Tätigkeiten eingeweiht ist, zu verständigen. Und sei dies zunächst einmal mit zwei pro Telefonat wechselnden Prepaid-Anbietern mit jedes Mal wechselnden Synonymen für bestimmte Schlagworte, die abgefangen werden könnten. Die nötigen SIM-Karten und auch die entscheidenden Begriffe, die ich verschlüsseln möchte, würde ich im normalen Brief schicken. Glaub mir, Henrike, ich könnte gut Gefährliches verheimlichen, da ich ja davon ausginge, dass mein Gespräch mitgehört würde.“
„Aber Moritz, sogenannte würden stärker abgehört werden, als jeder . Und da ich nichts zu verheimlichen habe, habe ich natürlich auch nichts zu verbergen, was niemand wissen darf.“
„Ach so, man sollte also die Gefährder strenger überwachen?! Dann erzähle mir doch mal, wieso dieser Amri –oder so-, der, der das Attentat mit dem Bus in Berlin begangen hat, nicht rechtzeitig gestoppt werden konnte, so dass die Tat verhindert wurde?! Und das, obwohl er als sogenannter bekannt gewesen ist?“

Weihnachten und Neujahr!

Von Johannes Plomitzer
 
Das Weihnachten war sehr schön. Wir waren alle beisammen, haben erzählt und viel gelacht. Zuerst haben mich meine Eltern in der Wohngruppe abgeholt und dann ging es ab zu meiner Schwester nach Barmbek. Meine Schwester hat extra Alu-Schienen für die Treppenstufen besorgt, aber leider war eine defekt und wir konnten sie nicht benutzen. Ich bin aber trotzdem gut in die Wohnung gekommen. Dann haben wir ordentlich Weihnachtsmusik angemacht und gefeiert. Wir waren richtig toll in der Kirche mit Stück aufführen und Weihnachtsliedern. Die Weihnachtsgeschichte wurde von Kindern und Erwachsenen aufgeführt. Das hat mir gut gefallen. Pastor Hanno habe ich sofort wieder erkannt, obwohl er graue Haare hatte. Hannah war mit, Jens war mit, Christan, Silke, Bruno und Benito waren mit. Brigitte und Reiner waren auch dabei. Meine Eltern und meine Schwester auch noch. Wir haben schöne Weihnachtslieder gesungen: Oh Tannenbaum, Oh du Fröhliche und Ihr Kinderlein kommet.
Wir haben an diesem Abend sehr lange zusammen gesessen, Musik gehört und erzählt. Und später kamen noch Manfred und Claudia dazu und haben Feuerzangenbowle mitgebracht. Wir waren bis 1:30 Uhr wach.

Am ersten Weihnachtsfeiertag sind wir mit dem Bus ins Restaurant gefahren, nach Winterhude. Das Restaurant hieß Henny’s. Dort habe ich ein gutes Steak gegessen, mit Backkartoffel und Speckbohnen. Hannah und Suzan war am nächsten Tag übel. Ein Magendarmvirus! Am 27.12. bin ich dann nach Cuxhaven gefahren um bis Neujahr dort zu bleiben.

Am Silvesterabend haben wir noch den Rest Kartoffelsalat gegessen und dazu gab es grobe und feine Bratwurst. Wir wollten noch einen Spaziergang am Abend machen, aber das Wetter war so schlecht dass es nicht ging. Wir haben die ZDF Kultnacht geschaut und waren bis 6:00 Uhr wach. Meine Mutter ist schon um 4:00 Uhr ins Bett gegangen. Meine Vater hat uns später Teewurstbrote geschmiert und gesagt: „Mein Junge jetzt ist es 6:00 Uhr, wir bleiben wach.“ Aber dann hat er mir meinen Schlafanzug angezogen und wir sind doch ins Bett.

Weihnachten und Silvester

Von Cornelia Meyer
 
Wie jedes Jahr waren Opa, Oma und meine Tante bei uns, und Opa ist sogar früher gekommen. Opa hatte sich gewünscht Lichter zu sehen, also ist meine Mutter mit ihm ins Alstertaler Einkaufszentrum (AEZ) gefahren. Er war begeistert.
Am 24. sind die anderen beiden Sensoren gekommen und schon ging das Reden los. Oma ist eine Nette, aber reden kann sie noch und nöcher. 

Ich habe den Tannenbaum mit meinen Eltern gekauft und mit meiner Mutter Rot-Weiss geschmückt.
Als Opa und meine Mutter aus dem AEZ wieder kamen, kam Opa auf mich zu mit einem Geschenk zu mir: "Für mich? Aber Opa, es ist doch erst Morgen Weihnachten". Opa hielt ein riesiges Weihnachtsmannwindlicht im Arm. "Ach, meen Deern…" Ich habe es gleich auf die Terasse gestellt.
 
Meine Mutter sagte zu Opa: Sag mal aus!"
Opa sagte: "Aus!" Die Lichter am Tannenbaum ging aus.
"An!", meinte Opa. Die Lichter am Tannenbaum gingen an.
"Aus!", "An!", "Aus!". 
Opa fing an zu lachen, als er die Fernbedienung in der Hand meiner Mutter sah.

Zum Essen gab es Russische Eier, dieses Jahr als Hauptgang.
Russische Eier: Gekochte Kartoffel, Sauce, wachsweiche Eier und Forellen Kaviar. 
Russische Eier gibt es immer Weihnachten.

Krankenhaus

Von Gunda Breul
Ich war einen Monat und fünf Tage im Krankenhaus in Eilbek, da wurde ich an meiner rechten Schulter operiert. Danach musste ich für 2-3 Nächte auf der Intensivstation bleiben, aber dann musste ich wieder auf die gegenüberlegende Station 7 B. Am nächsten Tag bin ich da hingekommen. Und dann habe ich morgens, mittags und abends Grießbrei gegessen. 
Eure Autorin Gunda Breul.

Mein Weihnachten und Silvester

Von Stefanie Thies

Ich habe mich vor Weihnachten mit meiner Schwester getroffen. Wir haben in Hamburg lecker gegessen und geklönt. Ich habe ein Geschenk von ihr bekommen: eine CD, ein Hörbuch. Das hat mir sehr gut gefallen.
Weihnachten habe ich zu Hause gefeiert. Wir haben Roast Beef gegessen. Danach haben wir fern gesehen.
An Silvester bin ich erst um 2 Uhr schlafen gegangen. Mein Bezugsbetreuer hat mitgefeiert. Unten im Hof habe ich Raketen gesehen.
Für das neue Jahr wünsche ich mir bald in einer eigenen Wohnung zu leben, mit eigenen Hilfestellern.

Weich Weihnacht

Von Jesus Alam

Weich Weihnacht.
Mama wacht.
Silke, die Hexe.
Mama, diese kleine Hexe, Frau A.

Ich bin Hundefeind.
Mama, Frau A., benötigt Pampers.
Und einen Schnuller und Schwimmflügel.
Urin.

Ich habe gute schlechte Zeiten.
Papa hat unter dem Talar eine schwarze Unterbüx.
Ich hab zwei DVDs von Jesus bekommen.
Da wurde er gekreuzigt.

Mama

Von Jesus Alam

Mama mag Liegestuhl.
Matte hatte mich gelobt.
Mama ist eine Tante.
Mama duscht und macht sich nackt.
Mama ist eine dicke Haselnuss.
Mama hat 'nen Hackenfuss.
Mamaklo.
Mama kackt.
Mama pinkelt.
Mama furzt.
Mama kann eine Arschbombe fliegen vom Dachboden.
Mama hat Papa gefurzt.
Rattenschwanz zu Silvester.
Rattenklo und Böller auf dem Glasdach.
Ich habe Silvester bei Silke auf dem Arsch gesessen.

Ja Jahr Ja

Von Jesus Alam

Ich bin's
kann sehr fühlen
Frauen fließen
ob blond oder braun
Warum ist Mama so brav?

Warum ist Sigi so bunt?
Und ich küsse Mama in den Bauch
Ich mache Mama fertig.
In den Pusch.

Mama leckt mich.
Mama leckt mich.
Sigi leckt mich.
Sigi leckt mich.

Mama Hotzenplotz.
Mama Hoxenklox.
Silke alte Käthe.
Mama - Popo.
Silke - Popo.