Donnerstag, 21. Oktober 2010

Die Zahnfee

von Nora Poppensieker

Alina hat einen Wackelzahn. Sie ist deshalb auch schon aufgeregt: Dann kommt die Zahnfee zu ihr, sobald sie den Zahn unters Kopfkissen legt! Was wird sie ihr wohl bringen? Leider keine Süßigkeiten, dass weiß Alina schon von Mama Inge. „Süßigkeiten sind doch ungesund für die Zähne. Die Zahnfee möchte aber heile Zähne bekommen und keine Zähne voller Löcher!“ Das meinte Mama Inge zu Alina. Schade! Aber aufgeregt ist Alina trotzdem schon. Sie wackelt und wackelt an dem Zahn, aber er will und will nicht rausfallen.

Als sie am nächsten Tag bei ihrer Freundin Laura ist, schaukeln die beiden um die Wette. Und dann passiert es: Alina fällt von der Schaukel. Und damit nicht genug, Alina fällt so unglücklich auf ihr Gesicht, dass der Wackelzahn lose wird. Doch noch bevor sie ihn in ihre Hosentasche gesteckt hat, hat Alina den Zahn versehentlich herunter geschluckt. „Oh nein“, weint Alina, „nun kann ich den Zahn ja gar nicht mehr für die Zahnfee unters Kopfkissen legen! Was kann ich denn nun tun, Laura?“ Aber Laura sieht gar nichts Schlechtes im Verschlucken des Zahns. „Das heißt doch, dass die Zahnfee Dir dann bessere oder schnellere Gesundheit schenkt! Sei also nicht mehr traurig, Alina.“
Und richtig: Am Abend ist Schwester Katarina krank. Normaler Weise steckt sie Alina immer an, wenn Katarina krank ist, so dass auch Alina am nächsten Tag nicht zur Schule gehen kann. Aber heute kann sie Alina nichts anhaben: Alina hat ja ihren Zahn verschluckt und kann so wohlbehalten am nächsten Tag zur Schule gehen. Und dass sie nicht noch extra eine Kleinigkeit von der Zahnfee bekommen hat, findet Alina auch nicht mehr schlimm: Dafür ist ihr Papa mit ihr noch Eis essen gegangen.

Dann kommt Jenni

von Nora Poppensieker

Peta mag Anne. Anne mag Peta auch.
Da kommt Jenni.
Jenni lacht viel mit Peta.
Anne findet sie doof.
Anne ist neidisch.
Dabei müsste sie doch eigentlich wissen,
dass Peta Jenni nicht mag.
Peta hat Jenni nicht so gern,
wie er Anne gern hat.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Ich Gundi und mein Spanischer Traum Typ in Spanien!



von Gunda Breul

Ich Gundi!

stelle mir meinen Traumtypen so vor: dass er 1 Meter 77 groß sein soll, schwarze lockige Haare hat, ein weißes Hemd und ein blaues Jackett trägt.
Und süß, und schnuckelig aussieht.
Und dass er, nicht spanisch sprechen soll,
denn ich Gundi!
Spekuliere, auf einen Traumtypen, der Deutsch spricht.
Wenn er spanisch spricht!
Dann bleibt mir, ja wohl aber übel einen sprach Kurs übrig den ich Gundi machen würde!
Was ich nicht, in Spanien gut finde, das ist der riesige Stier!
Der in der, Stier Kampf Ar Renner, mit den Leuten um geht, und die Leute auf seine Hörner nehmt!
Eure. Saftige Schriftstellerin und Autorin der ganzen Welt.

Gundi Beulchen.

Schokolade


von Lina Strothmann
„Die Gewinnzahlen im Lotto sind: 5432179.“ Frau Laumann schrie einen lauten Schrei aus – sie hatte 500 Mark gewonnen. Schon am nächsten Morgen bekam sie ihr Geld. Sie war reich – okay, mit 500 DM ist man keine Millionärin, aber besser als nichts. Von nun an ging Frau Laumann täglich einkaufen und kam mit einer großen vollgestopften Tüte nach Hause, die sie ins Gästezimmer stellte. Ihr Mann wunderte sich schon was seine Frau da ständig mitbrachte, aber fragte sie nicht, was das alles sein sollte.
Nach ungefähr fünf Monaten rief sie: „Lau, Schatzi, kommst Du mal bitte! Ich habe eine Überraschung für Dich!“ Sie bat ihren Mann sich mit verbundenen Augen vor das Gästezimmer zu stellen. Leise öffnete Frau Laumann die Tür und führte ihren Mann ins Zimmer: „Okay jetzt darfst Du Deine Augen öffnen!“ Er öffnete sie und starte fassungslos in das Zimmer: Es war von oben bis unten mit Schokolade gefüllt. „Was ist das!“, fragte ihr Mann sie erstaunt. „Na ja, das ist Schokolade.“, erwiderte Frau Laumann. Daraufhin antwortete ihr Mann: „Das sehe ich auch, aber wo hast du das alles her?“ Ohne zu zögern fuhr Frau Laumann fort: „Ich habe sie gekauft. Vor fünf Monaten habe ich 500 Mark im Lotto gewonnen und davon Schokolade gekauft.“ Herr Laumann konnte seinen Ohren nicht trauen. „Waaas!!? Bist du jetzt total bescheuert?!“ fuhr er sie an „wir haben über eintausend Mark Schulden und du kaufst Schokolade??!!“ Mit dieser Reaktion hatte seine Frau nicht gerechnet. Verwundert sagte sie: „Aber Schatzi, du magst doch so gerne Schokolade – jetzt können wir unser ganzes Leben Schokolade essen. „Weißt Du was?“, fragte daraufhin ihr Mann, “ ich glaube, Du siehst vor lauter Schokolade die Realität nicht mehr!“ Dann lief er raus und knallte wütend die Tür zu.

Der Traurige Engel


von Sarah Gorski

Es lebte einmal eine Ansammlung von Engeln ganz oben im Himmel. Alle Engel in der Gruppe waren fleißig, nur Erzengel Michael war traurig. Er saß den ganzen Tag auf seiner Wolke und dachte über seinen Fehler nach: “Warum habe ich sie nicht gewarnt? Ich hätte ihren Tod verhindern können, oh Weh! Mein Herz ist aus Blei und so schwer, wer hilft mir aus meiner Not?“ Plötzlich erklang ein Rascheln aus der Unterwelt. Es war der Todesengel Azrael. Er fragte ganz gelassen: „Na, was geht ab bei dir, Michael? Alles im Lot?“ Michael sagte geknickt: „Ach weißt du, ich habe meinen Schützling verloren.“ Azraels Augen funkelten verräterisch: „Lass mich dir zu Hand gehen, wir Engel müssen zusammenhalten.“ „ Michal nahm Azraels Hand und beide machten sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Schützling. Azrael fragte: „Wie heißt denn dieser verschwundene Junge?“ Michael erwiderte: „Sein Name ist Zacharias.“ Die Beiden durchsuchten alle Wohnungen und Häuser der Erde – jedoch ohne Erfolg. Geknickt flogen die Beiden wieder gen Himmel und berichteten dem obersten Rat von ihrem Misserfolg. Der Metatron runzelte verärgert die Stirn und brüllte herum: „Wie konntet ihr zwei Hornochsen einen eurer Schützlinge verlieren?! Dafür werdet ihr beide ein Strahl-Jahr in der Unterwelt absitzen!“ Azrael sagte lässig: Also von mir aus könnten es auch zehn oder zwanzig Jahre oder eine Ewigkeit sein – ich bin die Hölle gewöhnt. Bei diesem Gedanken lief es Michael eiskalt den Rücken herunter und er sagte: „Gib uns noch eine Chance, Metatron! Wir werden diesmal nicht versagen.“ Daraufhin sagte er: „In Ordnung ihr beiden verweinten Weichengel!“ Dann gab der Metatron Michael und Azrael eine Karte, auf der sie den genauen Standort des verschwundenen Schützlings lokalisieren konnten. Plötzlich blinkte ein rotes Licht auf der Karte. Die Beiden flogen nach unten und fanden ihren Schützling. Dann wurde Zacharias zurück zu seinen Eltern gebracht und die Engel beschlossen ihre erfolgreiche Mission mit ordentlich Alkohol zu begießen. Es wurde ausgelassen gefeiert und das Bier floss in Maßen. Nach zwei bis vier Fässern lagen alle Engel auf dem Boden der Bar. Einer der Engel hatte auf den Boden die Worte „Finger weg vom Alkohol“ gekotzt! Seitdem dürfen Engel nichts mehr trinken.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Mein schwarzes Dreirad!

von Gunda Breul
Eines Tages bin,
ich Gundi!

mit meinem Dreirad samt
dem Platten

nach der Sparkasse hingefahren!

Und danach zum Fahrrad Laden gefahren, weil ich Gundi!
einen Platten gehabt habe!

Und dann war der Reifen fertig repariert, und ich war wieder nach Hause gefahren.

Mann!

Habe ich mich geärgert, am dritten Tag, als ich Gundi!
mit dem Dreirad weg fahren wollte!
Denn ihr wisst sicher nicht, was passiert gewesen war!

Das Dreirad war wieder platt und auch halb Wegs von der Felge genommen!
Eure. Saftige Schriftstellerin, und Autorin der ganzen Welt.

Gundi Beulchen.

Fliegender Rollstuhl

von Stefanie Thies
Ein Mal im Jahr findet der Markt für Rollstuhlzubehör statt. Ich warte schon eine ganze Weile auf meinen Düsenantrieb für meinen Rollstuhl. Mich nervt es nämlich wirklich, dass einige Fahrstühle an Bahnstationen wie z.B. Allermöhe, Bergedorf, Nettelnburg oder Holstenstraße nicht funktionieren. Mit dem neuen Düsenantrieb könnte ich einfach die Treppe hoch fliegen zum Bahnsteig. ODER noch besser; ich könnte von der Arbeit nach Hause fliegen, dazu bräuchte ich aber den Düsenantrieb 3000 mit Extra-Power!

Morgen ist es soweit – endlich, der langersehnte Markt fängt an. Dann muss ich mich heute entscheiden, was für ein Zubehör ich möchte. Die Speicherkarte hat nicht genug Platz für das Programm „Düsenantrieb 3000“. Aber ich kauf mir noch eine neue, größere Speicherkarte.

Die Speicherkarte ist in der Armlehne eingebaut. Darin kann man alle gekauften Zubehöre vom Markt einspeichern. So kann man seinen Rollstuhl individuell aufmotzen. Ganz getreu nach dem Motto: „Pimp my Rollstuhl“!

Ich stelle mir meinen neuen Rollstuhl mit dem Düsenantrieb so vor, dass ich in der Luft schwebe und dem Fahrstuhlchaos entfliehen kann. So komm ich nach der Arbeit ganz entspannt zu Hause an. Ich hätte viel mehr Zeit mich mit Freunden und Familie zu treffen.

Ach wäre das schön, aber doch leider nur ein Traum.