Montag, 28. November 2016

Eine Weihnachtsgeschichte

Von Cornelia Meyer

Es war einmal ein kleiner Schneehase, der wohnte in der Nähe von Ställen mit Tieren, deren Besitzer sehr arm waren. Wie das Häschen hieß? Man weiß es nicht es ist so lange her. Nennen wir es einfach: “Schneehäschen“.

Eines Tages, hatte sich das kleine Schneehäschen verlaufen und fand nicht mehr nach Hause. Die Eltern und Geschwister machten sich große Sorgen und fingen an, das Häschen zu suchen, Sie suchten den ganzen Tag, aber das Häschen fanden sie nicht. Die Dämmerung trat ein und Schneehäschen hatte Hunger, wo waren nur seine Eltern? Es suchte und suchte, aber ohne Erfolg. Plötzlich wurde es sehr traurig.
Er bemerkte nicht, was am Himmel vor sich ging, nicht von der Aufruhr der Leute und den anderen Tieren aus den Ställen. So ein Geplapper und Getuschel.

„Ist das wirklich wahr?“  fragte ein Elch seine Herde.
„Was für ein Unsinn!“ sagte ein Mann zu seiner Frau, „Du hast einen Engel gesehen und das absurde, er hat mit dir gesprochen und sagt zu Dir, Du sollst nach Bethlehem laufen? So ein Quatsch! Du bildest Dir das ein.“ „Ich sage es Dir doch“, sagte ihm seine Frau. „Draußen am Himmel tut sich was Ungewöhnliches auf, siehst Du es denn nicht?“ Der Mann ging Kopfschüttelnd zum Fester und schaute hoch zum Himmel. Er sah nicht, was seine Frau gesehen hat. „Ich sage doch, Du hast geträumt“. „Nein das habe ich nicht“, meinte seine Frau. „Ich sehe ihn jetzt hier an diesem Fenster. Schau mal was ist das? Da ist er wieder, der hellste Stern den ich je in meinem Leben gesehen habe!“
„Wie? Jetzt siehst Du Sterne?“ fragte der Mann. Er sah noch einmal aus dem Fenster und diesmal sah auch er ein Licht und hielt nun sie beide für verrückt.
Der Engel war wieder da. Diesmal ignorierte er die Frau und sprach zu ihrem Mann: „Geh nach Bethlehem, dann siehst du dass deine Frau richtig liegt, das Kind ist geboren, das uns helfen wird, dass Frieden über die Welt kommt!“
Schneehäschen hoppelte und hoppelte dem Stern hinterher der ihm den Weg wies.
Wieso war da eigentlich nur ein Stern? Und warum folgten so viele Menschen und Tiere ihm?
Alle waren schon seit Tagen unterwegs aber niemand war so weit wie das Häschen. Unser Schneehäschen wird es schaffen, es wird das Kind, Maria, Josef und den Esel antreffen.
Werden auch alle anderen es schaffen, die sich auf die Reise begeben haben? Und wenn ja, wird Schneehäschen dort auf seine Eltern treffen? Was denkt ihr?

Dienstag, 15. November 2016

Einsam

von Stefanie Thies

Ich bin einsam.
Wohngemeinschaft, du machst einsam.
Wir sind einsam.
Ich möchte umziehen.
Ich kann nicht mehr lange.
Ich muss gucken, wie ich weiter komme in meinem Leben.
Ich will eine eigene Wohnung mit Hilfe, aber ich will gucken, wo ich noch Hilfe bekommen kann.
Mal gucken, ob ich das mache wie ich das will, in Hamburg müssen die Wohnungen teuer sein.

Gut!

von Lina Strothmann

"Hey, weißt du schon, dass wir einen Neuen in unsere Klasse bekommen?" flüstert Tina ihrer besten Freundin ins Ohr. Die beiden Mädchen sitzen in ihrem Klassenzimmer, beide 16 Jahre alt. "Der soll verdammt gut aussehen!" -" Das glaubst du doch selbst nicht" flüstert Tanja zurück, "hast du in dieser Klasse schon mal einen Typen gesehen, der nur ansatzweise gut aussieht? Und außerdem geht es mir ni...". Doch ehe Tanja ihren Satz beenden kann, erstarrt sie plötzlich. Ihre Hände fangen zu zittern an.
Da steht der bestaussehenste junge Mann neben ihrem Lehrer: 180 cm groß, schlank, schöne schwarze Haare. "Guten Tag, ich bin Tom und werde ab heute in eurer Klasse sein." -"Okay Tom, dann setz dich mal neben Tanja!".
"Hey Tanja, freut mich, dich zu sehen. Wie ist denn diese Klasse?" -"Gut", stottert Tanja. "Und wie sind die Lehrer hier so drauf?" -"Gut." - "Und wie heißt deine Freundin, die neben dir sitzt?" -"Gut." -"Okay, sag mal, ist bei dir eigentlich alles 'gut'?" grinste er. Tom holte sein Notizbuch raus und schreibt Tanjas Wort 'gut'. Er hatte schon eine Menge Mädchennamen in diesem Heft notiert und das Wort, das sie nur noch zustande brachten, wenn sie ihn das erste Mal sahen.

Der einsame Wolf. Eine Geschichte über Gestaltenwandler

von Sarah Gorski

Der Winter war hereingeschneit und alle Gestaltenwandler trafen sich in ihrem geheimen Unterschlupf. Eine Sitzung wurde einberufen, nur eine Gemeinschaft wurde nicht dazu eingeladen. Das waren die "Dark River Leoparden". Deren Anführer kochte vor Wut: "Wie konnte Howk nur mich vergessen, das wird er büßen!" Lucas holte seine Leute und erklärte seinen Plan: "Ihr wisst doch, dass Howk eine Geliebte hat. Ihr werdet bei Dämmerung zum Quartier der Quadetten schleichen und Lienna-Lauren Snow entführen. Wen Howk merkt, dass seine Geliebte weg ist, wird er jegliche Vorsicht vergessen und während er auf die Jagd geht, werde ich eine Falle für ihn vorbereiten!"
Fortsetzung folgt

Montag, 14. November 2016

Was ist ein Date?

von Nora Poppensieker

Regelmäßig lese ich die Geschichten, die auf www.jetzt.de stehen. Nun waren dort Artikel über „Dates“. So frage ich mich: Was ist eigentlich ein “Date“? Ich ergooglete mir den Begriff „Date“ und bekam folgende Ergebnisse: Laut Wikipedia ist ein Date ein Treffen oder eine Verabredung. Ja, so sehe ich es an und für sich auch. Und doch schwingt in dem Begriff „Date“ immer etwas Romantisches mit, dass es sich um ein Treffen bzw. eine Verabredung zweier unterschiedlicher Geschlechter handelt, die durchaus Interesse aneinander finden. So liest man auch im Wiktionary, es handle sich um eine Verabredung meist zweier Verliebter. Da mir dies zu anrüchig erscheint, nehme ich lieber die eben genannte Wikipedia-Beschreibung oder auch die aus dem Duden, in dem ein Date als eine Verabredung, als ein Treffen beschrieben wird. Ja, das ist mir recht so. Ich möchte M und auch N gern treffen, mich auf einen Kaffee oder auch zum gemeinsamen Schwimmen mit jeweils einem von ihnen verabreden, ohne irgendwelche Hintergedanken zu hegen, weder von mir, noch von M oder auch von N, schon gar keine romantischen Absichten. Wir haben also ein Date?

Ich mag sowohl M als auch N wirklich ausgesprochen gern, ich genieße ihre jeweilige Gesellschaft sehr, freue mich immer über neue Blickrichtungen aus eben ihrer Situation auf die mich beschäftigenden Themen, bzw. freue mich zu hören, dass ich nicht allein mit meiner Sicht auf das jeweilige Geschehen stehe.

Und wo ist jetzt mein Problem? Ich selbst bin schwerstens verliebt in C und date sowohl M, als auch N. Habe ich Angst, dass einer von uns dreien dieses jeweilige Date mal fehlinterpretiert, mehr hinein interpretiert als lediglich ein Treffen zweier Freunde?

Dienstag, 11. Oktober 2016

Elena und ihre Kinder

von Marco Nast

Um 5.30 Uhr war Elena aufgestanden. Sie hatte das Frühstück vorbereitet und um kurz nach 6.00 Uhr die Kinder geweckt. Um 7.00 Uhr hat sie den Kindern nachgewinkt, als sie zur Schule losgingen. Nun lag der Vormittag vor ihr, wie ein weißes Laken. 
Da Elena nun überhaupt nichts geplant hatte, beschloss sie den Vormittag zu nutzen und die Verwirklichung ihrer privaten Bedürfnisse einzuleiten. Also machte sie sich gleich auf die Socken und begab sich sogleich zur nächst besten Maniküre und zu dem benachbarten Friseur, den sie mittlerweile schon als Ihren Freund ansehen konnte. Da Elena sonst nichts vorhatte, konnte sie sich ja auch verhalten, wie sie wollte. 
Da Elena schon lange Single war, beschloss sie sogleich zu einer Partnervermittlungsbörse zu gehen. Die lag zu Ihrem Glück auf ihrem Weg und so hatte sie Zeit, sich ordentlich vermitteln lassen. Nun ist Elena wirklich glücklich. Ich finde es schade, dass ich leider bisher noch keine Gelegenheit hatte, Elena näher kennen zu lernen. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, was Elena nun wirklich unternommen hat, da ich leider nicht dabei war. Ich hoffe nur, dass Elena ihre Zeit gut genutzt hat und doch noch einen netten Partner gefunden hat.

Ich

von Immanuel Affeld

Ich bin froh. Ich kann reden. Ich kann auch schon furzen. Ich kann Inlineskater fahren. Ich kann Schlitten fahren. Im Schnee. Ich kann Schlittschuh fahren. Das ist Freiheit. Freiheit ist cool. Eckhard ist stolz auf mich. Und zweitens: Eckhard macht mich fertig. Eckhard, die alte Pflaume. Eckhard ist verliebt in mich. Und Eckhard liebt Yvonne. Und Eckhard mag Hunde. Er liebt alle Frauen. Das muss sein. Es reicht.

Gedanken

von Immanuel Affeld

Faulpelz. 
Bist ein kleiner Faulpelz. 
Oder ein Gangster? 
Nein, das ist Maik. 
Piranjas. Der weiße Hai.

Die Bullen haben die Feuerwehr gerufen. Und dann haben wir Maik ins Altersheim geholt. Und Maik hat Angst vorm Eckahrd. Maik haut nicht ab, bis der Eckhard da ist. 
Braunschweig. Neumünster. Mannheim. München. Stuttgart.

Es war einmal

von Immanuel Affeld

Es war einmal ein Mann, der hieß Padros und hatte vier Arme. Der kletterte auf einem Baum. Es waren dort viele Bäume. Bäume sind wie Frauen. Padros küsste den Baum. Geknutscht. Und dann Hochzeit gefeiert. Mit vier Armen hat er gewunken. Ruth hat Schiß. Dann hat sie zurückgewunken. Und Papa ist auf einen Berg geklettert. Dann kamen Vögel geflogen. Durch den Mist. Es roch nach Eierschmalz. Padros hat mit Äpfeln geschmissen. Mit den vier Händen. Und mit den Füßen auch. Und Eckhard ist stolz. Er kann vom 3er springen. Arschbombe. Er hat auch vier Arme. Und pflückt Äpfel vom Baum runter. Er hat auch Schiß. Padros auch. Er ist dann runtergekommen.

Der Liebesapfel

von Sarah Gorski

Der erste Oktober war der Tag, an dem sich Annes Leben für immer ändern sollte. Sie war gerade dabei ein paar Äpfel für ihre Mutter zu sammeln, da diese daraus einen Apfelkuchen machen wollte. Plötzlich hörte sie ein Stöhnen und Schmatzen hinter sich. Anne ließ die Äpfel fallen und blieb wie erstarrt stehen. Von hinten hörte sie: " Beweg dich nicht, ich erledige ihn!". Anne sah einen Soldaten, der seine Waffe auf den Zombie richtete. Es machte "Schmatz" und das Hirn des Zombies verwandelte sich in Matsch. Anne fiel in Ohnmacht. Der Soldat rannte zu ihr und fing sie auf. Als Anne wieder zu sich kam, war sie verwirrt: "Wo bin ich? Was ist passiert?". Der Soldat sagte: "Du bist in Sicherheit!". Das Mädchen fragte: "Hast du mich gerettet? Wer bist du?"- "Ich bin Piers und wie heißt du?" Anne stellte sich vor: "Mein Name ist Anne, danke für die Hilfe Piers"....

Montag, 26. September 2016

Ferien in Wien

von Gunda Breul

Ich hatte Ferien. Willkommen Österreich, machte Pause. Ich hatte nichts geplant und wollte einen ganzen Sommer lag in Wien bleiben, zum ersten Mal seit Jahren. Ich hatte immer gehört, wie ruhig und entspannt es hier im Sommer sei. Wie ungrantig die Stadt dann sei, wie gut ihr die Hitze stehe. Ich sollte schnell merken, dass es ganz und gar nicht entspannt werden würde.

Ich stieg in der Kettenbrückengasse in die U4. Aus einem der Zeitungsstäder am Eingang der von Otto Wagner entworfenen Station hatte ich mir eine Gratiszeitung genommen. Ich las im Stehen: 
Gen zeigt: Hitler mit Afrikanern verwandt. 
In Liverpool wurde John Lennons Toilette versteigert.
Ein Schwein hat 3377 Fans auf Twitter und eine Haushilfe 41 Nägel im Körper.
Ein Kätzchen kommt mit vier Ohren zur Welt - besser folgen tut die süße >>Luntik<< aus Waldiwostok aber auch nicht. Nordkorea zahlt Schulden mit Ginseng.

Ich war auf dem Weg in die >>Szthulbein Brötchenstube<< in der Schwertgasse im ersten Bezirk. Ich hatte mir vorgenommen, jeden Monat mein Stammcafé zu wechseln. Jetzt, im Juni 2012, war es das >>Sztuhlbein<<. Eine Durchsage:>>Bitte überlassen sie Ihren Sitzpatz bei Bedarf Frauen mit Kin...<< Das Band riss ab. Frauen mit Kinn sollte ich also meinen Platz überlassen. 
 
Ich las weiter in der Zeitung: 
Idee des Tages? Schatel-Desinger Erik Askin will durch eine neue Form von Zigarettenschachteln das Rauchen unattraktiver machen. Die neue Form mache das Transportieren der Schachteln unpraktischer.
Neben mir saß ein Volksschulkind. Es las auch das Umsonstblatt, war aber auf einer anderen Seite als ich: >>U10 Kids Station<<. Ich blätterte hin. Das war kein weiter Weg, denn die Zeitung hatte nur wenige Seiten. Man konnte sie zwischen zwei U-Bahnstationen auslesen, wenn man wollte. 
Die Kinderseite war graphisch albern gestaltet. Bunte Buchstaben mit Tiergesichtern. Das K von >>Kids<< war ein Känguru, das I ein Igel, das S ein Stachelschwein. Es gab eine Witzzeichnung: Zwei Hunde gehen durch die Wüste, und der eine Hund sagte: >>Wenn nicht bald ein Baum kommt, mache ich in die Hose.<< 
Das Mädchen war Brillenträgerin. Sie nahm die Brille ab, zog ein Brillenputztuch aus der Tasche und wischte sich damit über die Augen. Ich hatte noch nie einen Menschen gesehen, der sich die Augen putzt. War aber bei der Feinstaubbelastung in den Städten keine dumme Idee. Die >>Lesecke<< in der U10 Kids Station war sehr überschaubar. Sie bestand aus einem kurzen Text: Superknut. Ich las ihn zwischen Kettenbrückengasse und Karlsplatz. 
Eure Autorin Gunda Breul.

Donnerstag, 15. September 2016

Mein dramatischer Urlaub

von Gunda Breul
Es  war einmal eine lustige Urlaubswoche, das heißt 8 Wochen, mit  meinen  Eltern.Wir waren schon um 05:00 Uhr Morgens auf gestanden, dann sind wir mit unserem Wohnwagen losgefahren in Richtung Italien.Und  da  passierte es plötzlich, wir  standen mit  unserem Jetta und  Wohnwagen auf  der  Autobahn mitten  in der  Baustelle  im  Stau,  aber  dann  war  es  sehr  gefährlich  gewesen.Und dann plötzlich wurde unser Wohnwagen hin und her geschleudert. Aber  dann mussten  wir  an den Rand  fahren,  weil  der  Reifen  vom Wohnwagen  mitten  in  der  Baustelle  geplatzt ist. Dann hat mein Vater meine Mutter losgeschickt  zur Notrufsäule, um den ADAC zu rufen. Danach hat  mein Vater den geplatzten Reifen losgeschraubt und den Reifen über den Zaun geworfen.

Piers und Helena: Für immer und ewig

von Sarah Gorski
Ich möchte euch diesmal von meiner Geliebten Helena Harper erzählen. Sie ist die heißeste Frau, die ich je getroffen hatte. Wir beide waren so was wie Seelenverwandte. Denn wir beide arbeiten zwar für unterschiedliche Abteilungen, aber für das gleiche Ziel, und zwar: Das bekämpfen von Bioterrorismus. Meine Einheit ist immer noch B.S.A.A. und Helena arbeitet für  den D.S.O. (Desk-Service-Operations). Unser Ziel, Umbrella endlich das Handwerk zu legen, gestaltet sich momentan als schwierig.  Mein Captain Chtis Redfield ist mit der Ausbildung neuer Rekruten für unsere Einheit beschäftigt. Und ich habe leider das Nachsehen hinter dem Schreibtisch. Aber das heißt nicht, dass ich hinter dem Schreibtisch nicht auch Spaß haben kann. Ich saß gerade am PC um die neuen Teams zusammenzustellen, als es an meiner Tür klopfte: „Herein, die Tür ist offen“ murrte ich vor Genervtheit aufgrund der ganzen Arbeit. Die Tür ging auf und Helena trat ein. Mir blieb die Luft weg. Sie hatte einen schwarzen Minirock an, dazu schwarze Stiefel und eine Netzstrumpfhose. Sie kam auf mich zu nachdem sie die Tür verschlossen hatte. Und dann fing sie ohne langes reden an mich zu küssen. Es wurde ein sehr intensiver Kuss. Dann streifte ich ihr den BH von den Schultern und küsste ihren Mund, dann den Hals bis zu ihren Schultern. Aber sie wollte mehr. Sie lehnte sich gegen meinen Schreibtisch und fing an meine Hose aufzumachen. Ich war so angetan von ihrem Körper, dass ich gar nicht bemerkte, dass sie ein Stockwerk tiefer gerade versuchte mein bestes Stück aus der Reserve zu locken.

Mittwoch, 14. September 2016

Ausflug mit der Wohngruppe

von Immanuel Affeld

Mir hat es gefallen in Bad Segeberg,
da waren wir mit der Wohngruppe.
Winnetou haben wir gesehen.
Wir sind da mit dem Regional Express hingefahren.
Wir saßen ganz oben.
Das Wetter war cool.
Winnetou hat gekämpft und andere verrückte Sachen
So eine Schießerei
Da hatten wir Schiss
Aber es hat mir gefallen
Das war`s!

Ferien mit Mama

von Immanuel Affeld
Ich war in Graal Müritz.
Da habe ich gebadet.
Da konnte ich Mama genießen, weil ich Mama so liebe.
Und ich bin gerutscht.
Ich habe mir eine Decke genommen und bin gerutscht – die rote Rutsche.
Und Mama hat gestaunt was ich kann.
Und da hat meine Mama gestaunt, weil ich ein guter Schwimmer bin.
Da bin ich auch vom Dreier gesprungen.
Und Mama stand am Strand und hat gestaunt, was ich alles kann.
Dann habe ich Mama gesprochen,
dann sind wir mit dem Fahrrad gefahren
ganz gerade aus
durch die Wüste
und wir haben Lasagne gegessen.
Und dann sind wir weiter gefahren
Richtung Hafen.
Später haben wir Bier getrunken
und Mama hat telefoniert.
Dann haben wir die Fahrräder zurück gebracht.
Dann sind wir zurück mit dem Auto gefahren.
Das war`s!

Dienstag, 13. September 2016

Meine schönen Urlaube, die ich bisher erleben durfte

von Marco Nast
(Bild von Heinz Thomsen) 
Ich habe das große Glück, dass ich ein paar wirklich schöne Urlaube erleben durfte. Dabei möchte ich erwähnen, dass ich bereits schon ein paar Mal in Thailand war. Ich durfte in Phuket, Bangkok und auf Koh Samui wirklich tolle Urlaube erleben. 
Das war eine tolle Sache, es war zwar ein sehr langer Flug von Hamburg nach Bangkok, aber es hat sich wirklich gelohnt. Thailand wird nicht umsonst als das Land des Lächelns bezeichnet. Bereits als ich dort ankam, konnte ich es sogleich erleben. 
Ich habe festgestellt, dass das durchaus auch Vorteile hat, als gehandicapter Mensch zu verreisen. Auf den meisten Flughäfen wird man dadurch besonders behandelt. Es gibt durchaus so gewisse Umwege um die Schalter, die man als Rollstuhlfahrer sehr leicht nutzen kann. Ich musste mich zum Glück nicht in jede Schlange an den Schaltern anstellen und ich war wirklich sehr froh, dass das alles sehr gut geklappt hat. Die Thailänder waren immer sehr freundlich zu mir. 

Das Wetter in Thailand war wirklich große klasse, nachdem ich den ersten Klimaschock überstanden habe, habe ich diesen Urlaub sehr genossen. Wir sind sogar mit einer Propellermaschine zu einer nahe gelegenen Insel Koh Chang geflogen. Diese Insel wird auch als Elefanteninsel bezeichnet. Dort bin ich auch auf Elefanten geritten. Was aber der Hammer war, ist das der Elefantenführer („Machmut“) nach einer gewissen Zeit einfach abgesprungen ist, aber die Elefanten kannten zum Glück den Heimweg und so sind wir doch glatt wieder nach Hause bzw. zu dem Ort gekommen, wo wir gestartet sind. Das war wirklich ein großes Abenteuer für mich, denn ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Was ich große klasse finde ist, dass ich das alles so gut überstanden habe und ich nach dem langen Rückflug wieder heil und unversehrt zu Hause angekommen bin. 

Egal auf welchen meinen Fernreisen, ob Jamaika, Mexiko, Lanzarote, Türkei, Teneriffa, Mallorca oder Andalusien, ich habe immer nur sehr freundliche Menschen angetroffen.

Montag, 12. September 2016

Urlaubsglück und Urlaubsdesaster I

von Nora Poppensieker
 
„Es scheinen ja doch recht viele hier zu sein, die nun nicht mehr losfliegen können und mit auf die 17 Uhr-Maschine warten müssen“, realisiert Andreas. Er ärgert sich, dass er noch nicht in den Urlaub fliegen kann, der schon seit einem halben Jahr geplant ist. „Immer streiken diese blöden Flugbegleiter!“, schimpft er in sich hinein. „Dabei muss ich jetzt schon so viel für den Flug bezahlen!“ Er möchte sich gerade neben dem älteren Herrn mit der paillettenbesetzten Jacke setzten, als ihm auffällt, dass ein Platz neben der hübschen Brünette, die ihm schon in der Bahn positiv aufgefallen war, noch frei ist. Also dreht er sich rasch, ohne dass es anderen auffiele, zu der hübschen Brünette um und setzt sich daneben.
Zunächst sitzen die beiden schweigend nebeneinander. Die Brünette dreht sich verstohlen zu ihm um und schaut ihn schweigend, aber neugierig an.
Andreas stöhnt hörbar laut auf: Da sitzt er schon mal neben so einer hübschen Brünette, die auch noch längere Haare hat, die sich an ihrem Ende leicht wellen, und die verdammt gepflegt aussieht, und die beiden schweigen sich nur an. Doch was könnte er sie nur fragen?! Die Hübsche nimmt seinen Seufzer als Grund, ihrerseits laut und genervt die Haare aus der Stirn zu pusten.
„Na toll, nun sitzen wir hier und kommen nicht vom Fleck, da diese blöden Flugbegleiter sich überlegt haben, gerade heute zu streiken! Und nicht, dass sie das vorher angekündigt hätten, nein. Wir haben aber Glück, dass in der 17 Uhr-Maschine noch Plätze frei sind! Du kannst doch auch damit fliegen, oder? – Ich heiße übrigens Anna Lisa. Und wer bist Du?“
„Warum bin ich da nicht selbst darauf gekommen? – Das hätte ich sie doch auch fragen können. Anna Lisa. Doch, der Name gefällt mir“, überlegt sich Andreas, während er sich bei Anna Lisa vorstellt: „Ein schöner Name, Anna Lisa“, sagt er laut. „Ich bin Andreas. Und was machst Du in Frankreich? Fliegst Du nur in den Urlaub? Warst Du dort schon dort?“, freut er sich, nun doch noch mit ihr ins Gespräch gekommen zu sein. Glücklich darüber strahlt er sie an. Anna Lisa scheint sich auch zu freuen, dass die beiden sich unterhalten.

„…“

Der Urlaub

von Lina Strothmann

Schnell raste Manuela über den Flughafen, an der einen Hand den quengelnden Tim, an der anderen Hand den quengelnden Tom: ihre, wie Manuela fand, doch oft sehr anstrengenden Zwillinge, beide 4 Jahre alt. Dann hatte sie ein Tragetuch, in dem ihre 3 Monate alte Tochter lag und natürlich den schweren Rucksack. "Los jetzt, kommt! Wir verpassen sonst unseren Flug!"- "Ich will aber ein Eis!", brüllte Tim. "Mama, nicht so schnell", quengelte Tom, "ich habe Hunger." - "Wir haben jetzt aber keine Zeit! In London bekommt ihr alles, was ihr wollt". Tim stolperte und fiel zu Boden: "Aua!", schrie er. "Jetzt steh auf!", schrie Manuela und zog ihren schreienden Sohn hoch.
Endlich erreichten sie den Tresen, an dem sie einchecken konnten. Anschließend konnte Manuela auch ihren schweren Rucksack abgeben.
Eine Stunde später startet dann endlich der Flieger. Sie hatten es wirklich geschafft. Als Manuela auf ihre drei schlafenden Kinder schaute, hatte sie nur einen Gedanken: Urlaub= Erholung? Was für ein Schwachsinn!

Mittwoch, 22. Juni 2016

Meine Heimat

von Gunda Breul
Meine Eltern sind meine Heimat. Ich, Gundi, wurde am 28. März 1971 um 8 Uhr 33 geboren. Bei der Geburt bekam ich zu wenig Sauerstoff. Als ich fünf Jahre alt war, hat die Epilepsie bei mir angefangen. Auch sonst war es nicht so einfach für mich. Und mit mir. Tagsüber schlief ich viel, nachts schrie ich. Und als ich älter war, musste meine Mutter mir immer alles hinterher räumen. Aber meine Mutter war keine, die mit mir rumgemeckert hat. Sie hat einfach die Sachen hinter mir her geräumt. 
Eure Gundi Breul
PS: Mein Vater hat immer sehr gut… sehr lecker gebacken.
PS: Eierpfannkuchen mit Kirschen.

Mittwoch, 15. Juni 2016

Mein schöner Urlaub in Thailand, „dem Land des Lächelns“

von Marco Nast

Ich habe einen schönen Urlaub mit meiner Schwester in Thailand verbracht.
Wir sind mit dem Taxi nach Harburg zum Bahnhof gefahren. Es war eine 6-Stunden-lange Fahrt mit dem Zug nach Frankfurt. Dort sind wir in unseren Flieger  A380 gestiegen, um  nach Bangkok zu fliegen. Es war ein ganz schön langer Flug nach Thailand. Aber es hat sich wirklich gelohnt. Zunächst hatten wir eine heftige Umstellung zu überwinden, denn das Wetter ist dort viel heißer, als bei uns. Auch das Essen ist eine ganz andere Kultur. Die Menschen sind dort sehr freundlich, sie haben immer ein Lächeln im Gesicht. Wir hatten unsere Residenz in einem schönem Hotel  in Bangkok für 2 Tage gehabt.  Daraufhin sind wir in ein kleines Propellerflugzeug gestiegen und sind in einem kleinem Buschflughafen gelandet, danach sind wir mit einer Fähre zur Insel Koh Samui gefahren. Dort wohnten wir in einem riesigen Bambusbungalow direkt am Strand.
Was sehr schade war, ist das meine Schwester  sich dort sehr erkältet hat und seitdem einen heftigen Husten hatte.
Was ich sehr toll an diesem Urlaub fand, ist das alles wunderbar geklappt hat und ich alles gut überstanden habe. Deswegen bin ich sehr froh, ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. 
Wir sind auch auf Elefanten geritten. Aber was der Hammer war, ist das der Machmut (der Führer) einfach abgesprungen ist und uns unserem Schicksal  überlassen hat, aber die Elefanten  kannten zum Glück den Heimweg und so sind wir auch wieder sicher zu unserem Zielort gekommen. Am 13. April wird dort der Jahresbeginn „Songkran“ gefeiert, dann ist dort auf den Straßen was los. Jeder der es kann, besorgt sich Wasserspritzpistolen und dann wird jeder der vorbei kommt nass gespritzt, es macht eine riesigen Spaß. Übrigens bin auch ich voll erwischt worden. Es gab aber keine Knallerei und das ist gut so. 

Dienstag, 14. Juni 2016

Heimat

Von Nora Poppensieker

Was ist Heimat? – Heimat ist ein Ort, an dem man sich rundum wohl fühlt. Heimat ist auch der Ort, an dem man sich geborgen fühlt, wo die Familie zusammen kommt. Heimat ist dort, wo man sich zurückziehen kann, und wo man jeden Stress der Außenwelt hinter sich lassen kann.
Ich habe zwei Orte, die ich Heimat nenne. So kenne ich auch zwei Familien, die ich als „meine Familie“ bezeichne: Natürlich bilden meine Eltern und meine Schwester meine Familie. Doch während der Zeit als Austauschschülern in den USA nahm mich auch meine Gastfamilie als ihre Tochter, Schwester bzw. Enkelin bei sich auf. Sie, sowie alle anderen Freunde dort, gaben mir somit das Gefühl einer neuen Heimat.
Doch das ist nicht alles: Jetzt habe ich in Heimfeld noch eine dritte Heimat gefunden: Die "Watte", das Café "WattenbergAcht" in der Wattenbergstraße Nr.8 in Heimfeld, wo ich jeden Freitag hingehe und einen vorbestellten „Für-Nora-Salat“ esse, gibt mir meine dritte Heimat. Was ich an der "Watte" so schätze, ist die gemütliche Atmosphäre und die Geborgenheit, die einen sofort umgibt, sobald man das Café betritt. Leider geht mein Freund nicht mit mir mit in die "Watte", da er prinzipiell Cafés ablehnt.
Dennoch gibt mir mein Freund selbst auch eine Heimat, meine vierte, die eigene Heimat – wir zwei wohnen zusammen, bestreiten die Wochenenden zusammen und durchleben alle Höhen und Tiefen gemeinsam. Alles natürlich mit einer gehörigen Portion Humor, die wir uns seit acht Jahren bewahrt haben.

Meine zweite Heimat Hamburg

Von Johannes Plomitzer

Manchmal fühle ich mich in Hamburg wohl und manchmal nicht. Wenn ich zum Beispiel morgens zur Arbeit gehe, fühle ich mich nicht so wohl. Das geht mir meistens auf den Keks. Aber wenn ich dann auf Arbeit bin, fühle ich mich doch wohl und schaffe meine Arbeit sehr gut, wenn ich nicht gerade müde bin und nicht gut geschlafen habe. Manchmal geht es mir auch echt scheiße. Für mich endet der Tag in der Woche erst gut, wenn ich im Bett liege. Dann beginnt meine Freizeit.
Freitags gehe ich meistens los und fahre nach Altona, mit dem Bus. Ich gucke mir im Media Markt Blue-Rays an und genieße meine Freizeit. Danach gehe ich noch was Essen und fahre zurück in die Wohngruppe. Der Tag ist dann auch schon wieder rum. Meistens schaue ich danach bis 2:00 Uhr  nachts Fernsehen. Am Wochenende treffe ich mich oft mit Holger, meinem freiwilligen Betreuer, es macht sehr viel Spaß mit ihm. Wir gehen Kaffee trinken und etwas essen. 
Und das Schönste ist, in drei Wochen bekomme ich endlich meinen neuen E-Rollstuhl. Er hat sogar eine Indoor-Stubenfunktion. Der Rollstuhl macht dann Stubengeschwindigkeit, also sehr langsam. Damit kann ich dann auch in der Wohnung fahren. Ein ganz tolles Gerät. Mein Vater holt mich dann eine Woche nach Hause und wir machen gemeinsam Fahrtraining mit dem neuen E-Rolli. Das Fahrtraining macht mein Vater. Wir werden jeden Abend bis 10 oder 11 Uhr unterwegs sein. Ich hoffe,  ich werde so gut trainieren, dass ich in der WG gut zu recht komme. Ich freue mich schon auf meinen neuen Rollstuhl.

Das Pflaster

Von Heinz Thomsen

Heute Nacht ist mir etwas Blödes passiert. Um 2 Uhr bin ich aufgewacht, weil ich aus dem Bett gefallen bin. Mit meiner Bettdecke bin ich auf dem Boden gelandet. Ich habe mich erschrocken und geschrien. Ein Pfleger ist gekommen und hat mir wieder ins Bett geholfen. Es hat aber gedauert, bis ich wieder einschlafen konnte.
Beim Aufstehen am nächsten Morgen habe ich gemerkt, dass ich mich am Mittelfinger verletzt habe. Es ist aber nicht so schlimm, dass ich zum Arzt gehen muss. Ich gehe nicht gerne zum Arzt. Ein Pflaster reicht aus. Und so kann ich den Leuten, die ich nicht mag, einfach mein schönes Pflaster zeigen.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Gute Geister

von Lina Strothmann

Das Buch was ich gerade lese spielt in Südamerika in den 40ern  und 50ern des letzten Jahrhunderts. Hier haben die Schwarzen oft als Dienstmädchen in Familien Weißer gearbeitet. In dem Buch erzählen drei farbige Frauen von ihren verschiedenen Jobs. Häufig haben sich die Dienstmädchen mehr um die Kinder gekümmert, als ihre Mütter. Sie waren für die Kinder oft die richtige Mutter und werden oft auch Mama genannt. In einer kurzen Szene wird erzählt, dass ein Dienstmädchen ein Kind weckt und es zum 3. Geburtstag gratuliert und dann wird gemeinsam gefeiert. Die beiden sind nur zu zweit. Der eigentlichen Mutter war ein anderer Termin einfach wichtiger, als ein schönes Geburtstagsfrühstück mit ihrer Tochter.

Ganz ehrlich, dann müssen sie sich auch nicht wundern, dass ihre Kinder ein viel engeres Verhältnis zum Dienstmädchen haben, als zur leiblichen Mutter.

Mittwoch, 20. April 2016

Du und Ich

von Lina Strothmann

Hallo, schön hast du es hier, das Bett indem du wieder so schön liegst. Nun sind wir schon 15 Jahre verheiratet und immer wieder verliebe ich mich in dich. Du hast so schöne Beine, bist so schlank und hast so schöne große Brüste. Einfach herrlich. Du bist einfach toll.

Ach, eine Frage habe ich da noch an Dich…Wer zum Teufel ist dieser etwa 20 jährige junge Mann, der da so nackt neben dir liegt?

Ich

von Immanuel Affeld

Ich bin stark
Ich bin bleich wie Leberwurst
Ich bin stark
Ich kann schon auf dem Kopf stehen und grinsen
Ich kann Inlineskater fahren
Ich kann schon Ski fahren

Ich kann schaukeln auf dem Schoß

Frau Meier!

von Lina Strothmann

„Entschuldigen sie meine Dame, aber wir müssen zurzeit in den Zügen die Taschen der Leute untersuchen. Es besteht immer wieder der Verdacht auf Drogenschmuggel. Zeigen sie mir bitte ihre Handtasche, da möchte ich nur einmal reinschauen.“
„Wie bitte? Entschuldigen sie, ich habe sie nicht so genau verstanden“ flüstert die etwa 75 jährige Frau Meier dem Polizisten entgegen. „Ich höre nicht mehr so gut.“
„Ich habe gesagt, dass ich kurz in ihre Tasche sehen möchte.“
„Oh ja, sicher. Was suchen sie denn?“
„Ich muss überprüfen, ob sie eine schöne Tasche haben“ brüllte der Polizist.
„Natürlich, wo ist die Tasche bloß? Was wollen sie schauen?“
„Ach ist schon gut, ist doch nicht so wichtig“ knirschte der Polizist und verließ das Abteil.

Zwei Stunden später steht Frau Meier neben jugendlichen Männern.
„Hier habt ihr eure Drogen.“
„Danke Frau Meier. Hier hast du dein verdientes Geld.“

Lächelnd verließ sie die Männer. Ach ja, mit diesem Spiel der schwerhörigen alten Dame, hat sie schon viel Geld eingefahren.

Immanuel und Arndt

von Immanuel Affeld

Immanuel über Arndt
„Ich küsse Arndt“
Arndt über Immanuel
„Du bist ein Draufgänger“
Immanuel über Arndt
„Arndt und Immanuel sind ein Liebespaar“
Arndt über Immanuel
„Du bist ein Draufgänger“
Immanuel über Arndt
„Das war’s“
Arndt über Immanuel

„Das war’s“

Arndt und Schröder

von Immanuel Affeld

Arndt ist erschöpft und geht nach Hause
Und trinkt Wein beim Schröder.
Arndt küsst Schröder
Arndt schmusst Schröder
Arndt schmeißt Schröder aus dem Fenster
Arndt bringt Schröder zum Klo
Schröder guckt Zeitung im Klo
Schröder schmust Arndt
Schröder will Arndt heiraten.
Schröder macht Abwasch
Arndt macht Abwasch
Lippe macht Abwasch

(Anmerkung von Arndt – Schröder ist mein Hund - Lippe, mein Mann)

Du und Ich

Von Heinz Thomsen

Du bist eine Frau und ich mache öfter etwas mit dir. Du kommst mich besuchen, du wohnst weit weg, zu weit für mich. Ich kenne dich schon lange, schon seit meiner Kindheit. Du bist ungefähr so alt wie ich. Wir gehen, wenn du mich besuchst, gerne zusammen essen, auch wenn du beim Essen einen ganz anderen Geschmack hast als ich. Du hast braune Haare und blaue Augen, das finde ich ziemlich hübsch. Natürlich bin ich in dich verliebt, schon lange. Und ich weiß, dass du auch in mich verliebt bist. 

Du hast natürlich auch anstrengende Seiten: du bist manchmal dickköpfig und eifersüchtig bist du auch manchmal. Aber auch ich habe anstrengende Seiten. Ich bin ein Langschläfer, manchmal stur, und ein wenig verfressen bin ich auch.

Ich und André Rieu

von Immanuel Affeld

Ich und André Rieu
Ich bin André Rieu Fan
Der wohnt in Holland
Ich kann sagen: „André Rieu – alles Wurst und Käse?“
André Rieu ist ein Mann.

André Rieu soll …mich …grüßen!

Montag, 18. April 2016

Nette Unbekannte

Von Johannes Plomitzer
 
Ich traf dich, als ich in Altona unterwegs war, bei Mc Donalds und du hast mir meine Cola gehalten. Ich habe dich angesprochen und dich gebeten, mir mit meiner Cola zu helfen. Du hast sofort ja gesagt und mich unterstützt.

Wir unterhielten uns ganz nett. Ich erzählte dir, dass ich in einer WG für Menschen mit Behinderung lebe. Das fandest du echt super. Du hast gesagt, dass du einen Sohn hast, der siebzehn Jahre ist, und der mit 20 ausziehen möchte. Ich fand unsere Unterhaltung sehr interessant, was du über deinen Sohn erzählt hast und so. Du bist mir sehr sympathisch. Mir gefällt, dass du dich um Menschen kümmerst. Du arbeitest in einer Wohngemeinschaft für 18-25 Jährige, die Drogen-, Alkoholprobleme und Schulden haben, hast du mir erzählt. Ich mochte deine offene und herzliche Art, schön dich kennengelernt zu haben. Ich würde gerne deinen Namen wissen, danach fragte ich dich gar nicht. Meinen Namen weißt du auch nicht, den habe ich dir leider nicht gesagt. Es wäre schön, wenn ich dich noch einmal treffen würde.

Warum immer ich?!

Von Nora Poppensieker

Nun geht Ihr – natürlich zusammen – rechts von mir in Richtung Bahnhof und kichert. Was war wohl so witzig? Hatte ich heute vergessen, den Reisverschluss meiner Hose zu schließen? Oder hatte ich mich nicht akkurat gekämmt? Hatte ich einen Knick im Scheitel?
Irgendetwas findet ihr immer an mir. Sei es mein Aussehen oder sonst welche Unannehmlichkeiten, die mir passieren. Warum immer ich?! Warum nicht mal die so perfekt wirkende Sandra? Ist die euch zu perfekt? Hat sie denn keine Makel, über die ihr Euch belustigen könnt?
Was meint ihr, was ihr damit bewirkt? – Klar, Ihr habt Spaß, Ihr könnt lachen und habt eine lustige, wenn auch sehr kurze, Zeit.
Nur mir geht es schlecht, wenn Ihr Euch über mich lustig macht, sehr sogar.
„Hallo Rieke!“, höre ich eine bekannte Stimme. Die Rettung? Nein, das ist nur Julia. Und Julia ist doof, das sagen doch alle, Ihr sagt das. Also wird das stimmen.
„Hi Rieke, oh nein, da vorn gehen die drei Zicken. Was haben die nun wieder über mich auszusetzen? Immer tratschen sie über mich!“, beschwert sie sich bei mir, als sie mich erreicht. Heißt das, dass ihr noch andere Opfer habt? Macht ihr Euch nicht nur über mich lustig? Aber jetzt gerade, da lacht Ihr doch über mich, oder?!
„Julia, das kann Dir doch eigentlich völlig egal sein, was drei Zicken vor Dir gehend über Dich oder sonst wem tratschen. Du bist doch ein toller Mensch, Du hast Humor und kannst sowohl gern bei Diskussionen mitmischen, als auch mal die Klappe halten. Falls die drei dort vorn sich über Dich amüsieren, was sollte Dich das kratzen? Sind Dir mal Anitas fettige Haare aufgefallen?! Oder die schräge Farbkombination von Utas Bluse in Kombination zu ihrem Rucksack?“
So, da habt ihr mal gehört, was ich von Euch halte. Und vielleicht habe ich ja nun in Julia jemanden gefunden, mit der ich solche Dinge ausdiskutiere kann.

Mittwoch, 23. März 2016

Wann fühle ich mich fremd

von Lina Strothmann

Zurzeit fühle ich mich eigentlich bei keinem Ort wirklich fremd. Bei der Arbeit, bei meiner neuen WG oder bei Freunden. Ich fühle mich mit allem sehr vertraut. Nur bei einigen Anfällen, die ich habe, kommt mir alles fremd und unvertraut vor. Da kann es in der WG, bei der Arbeit oder bei meinen Freunden dann plötzlich alles sehr unvertraut und dadurch natürlich sehr beunruhigend sein.

Zum Glück tritt das nicht ganz so oft auf.
Naja, eigentlich kommt es noch viel zu oft vor.

Wenn ich Bundeskanzlerin wäre…

von Stefanie Thies

…würde ich erst mal mehr Geld für die Behinderten ausgeben und alles barrierefrei ausbauen lassen. Noch mehr, als es jetzt schon ist.
Außerdem würde ich alle Busfahrer, auch Linienbusfahrer, besser im Umgang mit Menschen mit Behinderung schulen lassen, denn sie wissen nicht, wie sie mit mir umgehen sollen. Deshalb möchte ich, dass sie verstehen wie ich mich fühle.
Als nächstes würde ich mehr Geld für Hamburg einplanen, damit die Hochbahn bis nach Bergedorf ausgebaut werden könnte. So wäre es einfacher in die Hamburger Innenstadt zu fahren, da wir nicht mehrfach umsteigen müssten.

Dann würde ich mir Hamburg mal genauer angucken. Als erstes würde ich an den Hafen fahren und von dort direkt nach Altona, ohne vorher zurück nach Bergedorf zu fahren. Und auch in die Disko würde ich mal mit der Bahn fahren.

Warum ich gern in Hamburg lebe

von Marco Nast

Ich lebe gerne in Hamburg,  weil es sich um eine temperamentvolle Stadt handelt. Die auch interessante Persönlichkeiten hervorgebracht hat.
Ich glaube, dass auch der berüchtigte Pirat Klaus Störtebeker dort seinen Geburtsort hatte.
Was mir auch an Hamburg  sehr gefällt, ist, dass es durch seine Lage an der Elbe und an der Nordsee einen durchaus interessanten Charakter hat. Hamburg hat einen internationalen großen Umschlaghafen. Auch die großen Luxusliner legen dort an. Ich habe das Glück, dass Hamburg so leicht für mich erreichbar ist.

Hamburg hat auch ein sehr interessantes Nachtleben, dabei denke ich auch an die interessanten Clubs, in denen leichtsinnige Menschen ganz leicht ihr Geld verspielen können.

Dienstag, 22. März 2016

Bundeskanzlerin

Von Cornelia Meyer

Wenn ich Bundeskanzlerin wäre, würde ich dafür sorgen, dass alle Tiere artgerecht gehalten werden. Ich würde veranlassen, dass keine Tiere mehr geschlachtet werden. Mc Doof müsste Insolvenz anmelden und Burger King hätte nur noch Veggie-Burger.
Zu Leuten, die sich als gesund bezeichnen, würde ich sagen: „Du hast ja keine Ahnung. Du hast kein Recht dir ein Urteil zu erlauben.“ Es würde passieren, dass ich unkontrolliert Medikamente in mich hineinstopfe, ich wäre ja Kanzlerin. 
Freunde würden mich für verrückt erklären, aber es wäre mir egal, der Druck als Mensch und Kanzlerin wäre zu stark. 
Ich hätte nie gedacht, dass es mich mal so treffen könnte: „Hilf hier, hilf dort!“ AAAAAAA. „Guck mal, da muss man doch was machen.“ Und: „Fahr hin!“ und ..und… und…
Ich glaube, voran käme ich als Kanzlerin nicht. Ich habe nicht mal als Mensch momentan das Gefühl voran zu kommen.

Was mir fremd ist

Von Johannes Plomitzer

Ich muss lernen, damit umzugehen, dass die Menschen nicht mehr so freundlich zu mir sind, wie als Kind. Ich muss lernen, damit umzugehen, dass ich in einer Wohngruppe lebe. Ich muss lernen, mit der Angst umzugehen, dass ich nachts im Bett sterbe. Meine Traurigkeit zu bewältigen.
Ich muss lernen, mich in der Wohngruppe wohlzufühlen und mit den unterschiedlichen Charakteren umzugehen. Mit meinem Zustand umzugehen und mich wohlzufühlen.
Mir ist es fremd, dass es immer wieder Rückschläge gibt und ich das Gefühl habe, ich fange immer wieder von vorne an. Mein Erwachsenenleben ist eine Katastrophe, es entspricht nicht dem, wie es sein sollte. Ich würde gern zeigen, dass es vorwärts geht, aber ich falle immer wieder zurück. Ich möchte keinen enttäuschen, das macht mich unzufrieden und traurig.

Ich als Bundeskanzler...

Von Johannes Plomitzer

Ich würde die AFD verbieten,
Steuern verringern,
Renten gerechter verteilen.
Ich würde gern dafür sorgen, dass die Völker sich besser verstehen.

Dienstag, 23. Februar 2016

Eine eigene Wohnung

von Stefanie Thies

Ich bin vor über einem Jahr nach Bergedorf gezogen, davor habe ich in einer anderen WG von Leben mit Behinderung gewohnt, die nicht einfach war. Am Wochenende haben wir dort um halb eins Mittag gegessen, obwohl ich erst um 11 Uhr gefrühstückt habe. In meiner neuen WG ist das viel besser. Trotzdem würde ich gerne irgendwann in eine eigene Wohnung ziehen, denn ich habe noch nie in einer eigenen Wohnung gewohnt. Dort würde ich mit einem Mitarbeiter wohnen, den ich mir aussuchen könnte. Ein oder zwei Mitarbeiter würden nur zum Reden zu mir kommen. Außerdem würde ich mir die Mitarbeiter anschauen, damit ich auch mal mitreden könnte. Ich würde mir dann selbst Getränke kaufen, damit es nicht immer nur Wasser gäbe. Im Wohnzimmer würde ich mir eine gemütliche Ecke einrichten, wo ich Besuch empfangen könnte. Ich will aber erst noch in meiner jetzigen WG bleiben.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Heimat und Freunde

von Marco Nast

Bei dem Thema Heimat und Freunde, möchte ich sagen, dass ich sehr froh bin, ein so schönes zu Hause zu haben. Ich habe so ein großes Glück, dass ich schöne große Räumlichkeiten habe.  In meinen Räumlichkeiten, die mir zur Verfügung stehen, kann ich mich richtig entfalten. Seit vielen Jahren bin ich ein richtiger Musikfan geworden. Ich finde das Leben stellt einen oft vor Probleme, aber wenn ich dann daran denke, dass mich zu Hause meine schöne Musikanlage erwartet, bin ich sehr froh. Ich höre  im Gegensatz zu damals sehr gerne klassische Musik.

 Mein zu Hause  ist vom Wald eingeschlossen. Ich wohne in einer schönen  Waldsiedlung. Dort kennt sich jeder. Wenn jemand Probleme hat oder in Not ist, sind alle für einander da. Hier wird auch Rücksicht auf einander genommen. Ich lebe sehr gerne auf dem Lande und nicht  in einer geballten Stadt.´Meine früheren Freunde habe ich nicht mehr. Meine Familie, meine Schwester und mein Schwager sind eng zusammengerückt. Somit sind ihre Freunde auch meine Freunde geworden. Zu meinen Therapeuten, die ich schon sehr lange habe, habe ich ein gutes Verhältnis. Frank und Annett von der Schreibwerkstatt bedeuten mir auch sehr viel.
 
Während ich diesen Text schreibe, fällt mir gerade ein, was für schlimme Dinge  in der Welt geschehen und wie viele Menschen auf  der Flucht sind, ohne eine sichere Zukunft zu haben.  

Dienstag, 16. Februar 2016

Der Animal-Man (Fortsetzung)

Von Sarah Gorski

Nachdem der Animal-Man von seinen Tieren befreit wurde, dachter er sich: 'Ich habe eigentlich meinen Job für die Menschheit getan, also könnte ich mich zur Ruhe setzen.'
Er rief eine Wölfin herbei und sie verschwanden in der Wolfshöhle. Dort wurde es ziemlich laut. Die Wölfin verwandelte sich in eine wohlgeformte, blonde Frau. Der Animal-Man war hin und weg von ihr. In der Höhle brannte ein Feuer und das steigerte das Verlangen der beiden. 
Die blonde Frau trug den Namen Lisa. Der Animal-Man und Lisa verbrachten eine heiße Nacht zusammen. Aber am Morgen, als er aufwachte, fand er nur einen Zettel neben dem Bett, auf dem stand: "Danke für diesen heißen Ritt. In Liebe, Lisa". Der Animal-Man spürte ein Brennen auf seinem Rücken. Es waren tiefe Kratzspuren, die Lisa ihm bei ihrem heißen Liebesakt verpasst hatte. Und der Animal-Man dachte im Stillen nur: 'Was für ein Hammer-Weib!'

Zwei Wochen Ferienlager in Thüringen

Von Johannes Plomitzer
 
Als meine Mutter mal was vor hatte, bin ich für zwei Wochen in ein Ferienlager nach Arnstadt gefahren. Ich war neun oder zehn Jahre alt.
Allein die ersten beiden Tage waren schon beschissen. Da habe ich nur geheult. Aber nur die ersten beiden Tage, dann nicht mehr. Dann haben die mich gut abgelenkt. Wir sind nach Erfurt gefahren in ein Flughafenrestaurant und da durfte ich mir einen Apfelsaft bestellen. Es war da sehr schön. Sowas Tolles hatte ich bis da noch nicht gesehen. Aber abends, wenn ich ins Bett ging, dann hatte ich wieder Heimweh. Ich vermisste mein Zimmer, meine gewohnte Umgebung halt und das ich nicht von Mutti und Vati zu Bett gebracht wurde. Am Abend im Bett dachte ich immer an sie. Am letzten Tag machten wir einen Zuckertütenbaum und obwohl ich nicht direkt zu der Klasse gehörte, durfte auch ich mir eine Zuckertüte mitnehmen. Ich habe mich wahnsinnig gefreut als es wieder nach Hause ging. Papa ist an dem Tag überraschend von See gekommen und beide haben mich abgeholt.

Heimat

Von Cornelia Meyer
 
Wenn ich an Heimat denke, denke ich an Babsi, den Hund meiner Großeltern. Als Babsi nicht mehr da war, war ich Babsi und habe mich auf ihren Platz gelegt.
Wenn ich an Heimat denke, denke ich an Opas warme und gepflegte Hände und den Apfel den er schält. 
Heimat bedeutet die Gewissheit, dass meine Eltern jederzeit ein Ohr für mich haben. Ich bin 2014 aus meinem Elternhaus ausgezogen. Hier, im neuen Haus, kann ich nicht von Heimat sprechen, da tue ich mich schwer. Ich bin halb in meine Heimat, das Elternhaus zurückgegangen. Manchmal muss man zurück in die alte Heimat, damit man das Neue, die neue Heimat oder hinzugekommende Heimat annehmen kann. Mein Wunsch ist es meine Ambulante Wohngemeinschaft auch als ein Teil meiner Heimat zu sehen und dort ganz anzukommen.
Heimat ist mein Schreibtisch. 
Heimat ist für mich das Frühstück mit meinen Eltern am Wochenende.
Gewohnte Sachen zu machen. In der letzten Zeit ist es: Malen, Seidenmalerei mit meiner Mutter, Kniffeln mit meinem Vater.
Und natürlich mein Freund.

Der Animal-Man

von Sarah Gorski

Noch war alles ruhig in Gotham-City. Doch das sollte sich rapide ändern. Denn die bösesten Superschurken der ganzen Galaxis wollten sich zu einer Allianz zusammentun. Als das Licht im Hochsicherheitstrakt ausging, schlichen sich drei kleine Frettchen durch die Ritzen der Gitterstäbe und fingen an, die Kabel der Türmechanik zu zerbeißen. Es gab ein kurzes ‚Surr‘ und die Türen waren auf. Währenddessen wartete der Animal-Mann geduldig auf das Summen des Alarms. Der ließ nicht lange auf sich warten. Jetzt musste alles schnell gehen, der Animal-Mann hangelte sich aus dem Fenster, und als er unten war, ließ er sich von zwei Pferden davontragen.
(Fortsetzung folgt. Vielleicht.)