Mittwoch, 21. März 2018

Luft und Liebe

von Heinz Thomsen

Luft und Liebe


Workshop Tolle Worte

von Nora Poppensieker

Endlich hatten wir mal ausreichend Zeit zum Schreiben! – Wir hatten Zeit, Ideen, worüber wir schreiben könnten, Kaffee und Kekse, die Atmosphäre war die altbekannte tolle-Atmosphäre. Wir hatten eigentlich alles, was wir zum Schreiben brauchten, oder?! Nein, etwas fehlte, um dieses tolle-Gefühl abzurunden, jemand fehlte. Ich wünschte mir, da wir so intensiv schrieben, wir würden uns regelmäßiger zum Schreiben treffen, gern mit dem Ziel, etwas Großes zu schreiben, so wie das Supplement , wovon wir einst träumten, es als WfbM zu realisieren. Doch um diesen Traum erst in die Realität umzusetzen, fehlte Sylvia Heinlein, dessen Baby die ist. Und mit ihr fehlte mir der kreative Ansporn, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen.

Dennoch gefiel mir unser Workshop ausgesprochen gut. Ich gebe zwar die Hoffnung nicht auf, neben dem Atelier Freistil noch (gern neben zweimal in der Woche im Atelier Freistil zu arbeiten, einmal die Woche) die WfbM zu besuchen, doch gebe ich mich mit dem zufrieden, was ich habe, nämlich jeden Monat einmal in der Freizeit ein tolles-Treffen zu haben. Und zwischendurch einen Workshop einfließen zu lassen, nehme ich sehr gern mit!

Ich hoffe somit auf weitere tolle-Workshops, gern regelmäßig, vielleicht zweimal jährlich, durchführen zu können.

Dienstag, 20. März 2018

Clarissa.

von Dennis Seidel

Meine Freundin Clarissa ist so hübsch.
Sie hat blondes Haar.
Clarissa ist 180 cm groß.
Sie ist beschützerisch.
Jeden Abend kuschele ich mit Clarissa.
Sie ist eine Frau aus Pappe.
Ich habe sie aus einem Bild in A3 und Pappe zusammen gebastelt.
Ich habe ganz viele Papierpuppen und Barbiepuppen, aber Clarissa ist meine Liebste Freundin.
Sie hat etwas wärmendes in sich.
Clarissa ist immer für mich da.
Ich liebe sie.

Schnappschuss

von Nora Poppensieker

Der Hang – voller Margeriten, ein herrlicher Anblick von unschuldigen Blumen. Ich laufe, barfuß, über den saftigen Rasen, der auch voller Blumen ist und höre neben mir meine Freundin kichern.
Achtend, auf keine Biene zu treten, setze ich vorsichtig einen Fuß vor den anderen. Doch – aua! – trotz meines – wie ich finde vorsichtigen Aussparens jeder Blume unter meinem Fuß – spüre ich einen stechenden Schmerz unter der Fußsohle.
Eine Biene (nein, eine Wespe, es war doch bestimmt eine Wespe, diese fiesen und aggressiven Wespen, die nichts Besseres zu tun haben, als nichts-ahnende BarfußläuferInnen zu massakrieren) zerstach mir meinen so unschuldigen Fuß.
Hat Unschuld etwas mit Schule zu tun? Das heißt doch, dass mein Fuß gar nicht in die Schule gehen darf, da er sonst nicht mehr unschuldig ist, oder?! – Wenn mein Fuß nicht mehr in der Schule ist, wird er doch bestimmt nicht mehr gestochen werden, da er nicht mehr un-Schul-dig ist, oder?!
Genau: Das ist  der „Lohn“ für mein ständiges Dasein in der Schule, mein Fuß ist so nicht mehr unschuldig, er war ja jeden Tag in der Schule!
Also sollte ich mich ab heute allen Regeln widersetzen und nicht mehr in die Schule gehen. Ich will ja un-Schul-dig werden, um nicht mehr von bösen, hinterhältigen Wespen gestochen zu werden! Immerhin lernte ich (wenn auch in der Schule), dass derjenige gut sei, der un_Schul-dig ist.

Fußabdruck


von Nora Poppensieker

In welchen Fußabdruck man im Endeffekt tritt, ist nicht immer der, in den man auch treten wollte. Denn wer will nicht perfekt sein, wird es aber nicht, wie es der durchschnittliche Mensch es nun einmal nicht wird?!
Und bedenke: Möchtest Du selbst wirklich perfekt sein? Makellos?
Makellos zu sein hat nichts Menschliches mehr an sich. Erst ein Makel macht uns zum Menschen, macht unser Leben erst lebenswert. Macht uns erträglich, auch wenn man immer hört, dieser Makel mache uns unerträglich.
Ich werde einen Fußabdruck voller Makel hinterlassen, (das hoffe ich doch!) einen Fußabdruck, der andere begleitet und insbesondere andere Leben verändert und das nicht unbedingt nur im positiven Sinne.
Doch das stört mich nicht. Vielleicht sollte es das, mich stören, um mich „zu verbessern“, doch möchte ich das gar nicht: Ich will nicht als diejenige in Erinnerung bleiben, die „perfekt“ war, bei der „alles stimmte“, von einer solchen Person bleibt eh nicht mehr viel in Erinnerung.
Nein, mein Fußabdruck kann ruhig erkennbare Spuren hinterlassen, Spuren, die sich verändern, die sich gern auch verbessern.
Es sind einfach meine Fußabdrücke.

Mein Hund Argus

von Dennis Seidel

Ich habe einen Hund, der heißt Argus.
Argus ist ein Berner Sennenhund und Golden Retriever Mix.
Er ist sehr lieb.
Argus ist der liebste Hund der Welt.
Er lebt bei meinen Eltern.
Wenn ich zu Hause bin, freue ich mich immer zu sehen.

(M)ein besonderer Gegenstand

von Nora Poppensieker

Vor mir steht ein Glas, ein mit Farbe verschmiertes Glas. Dieses Glas nutze ich, um meine Pinsel von der Farbe beim Malen zu waschen. Es ist somit kein Gegenstand, der mir an sich viel bedeutet, doch symbolisiert es mein Hobby, es steht für eine Tätigkeit, die mir sehr viel bedeutet. Das Glas steht fürs Malen, was ich gern bei mir zu Hause in meiner Freizeit tue.
Das Malen hilft mir, meine Gedanken zu sortieren. Habe ich etwas, das mich beunruhigt und belastet, seien es irgendwelche Änderungen in meinem so wohl strukturierten Tagesablauf, aber auch Dinge, die mich besonders freuen, hilft mir das Malen dabei, etwas klarer in meinen Gedanken zu werden, mein Kopf fühlt sich danach und dabei freier an.

Ich male bei mir im Keller, dort richtete ich mir mein Atelier ein. Und obwohl ich dort nur künstliches Licht und kaum Platz habe, reicht mir das aus, um zu malen. Denn das ist alles, was ich haben möchte: einen Raum, der mir die Freiheit gibt, ungestört zu malen, wann immer und wie lange ich möchte.
Insbesondere freue ich mich, wenn ich dann das Ergebnis des Malens, das fertige Bild, sehe.
Ja, das stimmt, ich male auch beruflich, ich bin Künstlerin des Atelier Freistils. Und gibt es einen Unterschied zwischen dem beruflichen Malen und dem Malen in meiner Freizeit.–  Hmm, nein, auch das berufliche Malen löst positive Gedanken in mir aus. Und ja, an sich habe ich auch im Atelier Freistil alle Freiheiten, kann dort genau das malen, was mir gerade im Sinn steht zu malen. Doch es gibt schon einen Unterschied, und sei dies lediglich die Freiheit, zu Hause zu sein und zu wissen, dass ich das, was ich soeben malte, nicht für den Verkauf malte, sondern nur für mich und speziell um meinen Kopf wieder frei von jeglichen Gedanken zu bekommen.
Daran Erinnert mich dieses bunt verschmierte Glas: an die Freiheit, meine Gedanken zu ordnen und ans Malen, das mir dabei hilft.

Luft und Liebe

von Nora Poppensieker

„Nun komm` endlich mal zur Sache!“, sagt Anton und will gerade weitergehen, als Eva ihn am Arm packt und sich genervt die störende Haarsträhne aus dem Gesicht pustet. Dabei ist es doch gar nicht so kompliziert! Anton will nur die Zeit mit Eva hier und jetzt genießen. Eva muss das einfach mal verstehen, dass Anton planlos weitergehen will, nur um neben Eva gehen zu können.
„Die Sonne scheint so herrlich warm aufs Gesicht, merkst Du das nicht, Eva?“, fragt er sie mit einem kritischen Blick auf den Arm, der ihn fest hält.

„Anton, Du hast auch nur Luftschlösser im Kopf. Lebe mal in der Realität. Ja, die Sonne scheint warm, auch aufs Gesicht. Doch Du willst schließlich bei Elke und Toni noch ankommen. Und um das zu erreichen, musst Du zügiger gehen und nicht nur in die Luft starren, um die Sonne im Gesicht zu genießen.

„Dass ich die Wärme im Gesicht genieße, hat nichts mit Luftschlössern zu tun, sondern mit der Tatsache, dass es ein wunderschöner Moment ist, neben Dir hier lang zu gehen, da stört mich auch der Verkehrslärm der Straße neben uns nicht. Ist es nicht schön, hier zusammen zu sein, Eva?!“

Da hält Eva inne: Wie oft hat sie schon die Möglichkeit, bei Anton zu sein?! Und ja, Anton hat Recht: In der letzten Zeit nahm sie sich viel zu wenig Zeit, um eben diese kleinen Augenblicke zu genießen, Augenblicke, die ihr so unendlich viel geben, Augenblicke, die sie mit Anton zusammen ist. Wie viele solche Momente hat sie schon vergeudet? Denn was sonst macht man mit einem solchen Moment, als ihn zu vergeuden, wenn man ihn nicht gerade genießt, sondern `einfach nur lebt`? Und ja, jede Sekunde, die sie mit Anton zusammen ist, ist so unbeschreiblich wertvoll und sollte möglichst auch voll ausgekostet werden.

Eva bleibt mit einem Mal stehen, lässt sich die Sonne aufs Gesicht scheinen und fragt Anton: „Ist noch Platz für eine Mitbewohnerin in Deinem Luftschloss?! Lass mich doch mit Dir dort einziehen, Elke und Toni werden morgen auch noch da sein…“

Montag, 19. März 2018

Ein hausgemachtes Problem

von Cornelia Meyer

Seitdem ich in Berührung mit der Gebärdensprache bin habe ich dieses hausgemachte Problem. Ich bin total motiviert, die Sprache zu lernen um mein hausgemachtes Problem zu lösen, das Verlangen danach wird immer stärker. Ich habe mir gerade Bücher darüber bestellt. Das Datum, die Tage und die Jahreszeit „kann ich“, sofern man es „können“ nennen kann.

Ich bin durch meine Arbeit damit in Berührung gekommen. Es gibt viele Arten von Gebärden. Daher finde ich, dass es eine schwere Sprache ist. Ich möchte es unbedingt können, das will ich schon seit Jahren. Immerhin kann ich bereits etwas.

Aber wie kann man richtig die Gebärdensprache lernen, wenn man niemanden privat hat, der einem das beibringt? Nach der Arbeit bin ich immer zu kaputt um mich intensiv damit zu beschäftigen. Mal sehen wie ich das hausgemachte Problem löse. Es gibt so viele Zeichen für ein Wort.

ICH HABE WEDER EIN EINE LÖSUNG NOCH EIN PLAN.

Und jetzt?

Höhen und Tiefen

von Lina Strothmann

Der Tag könnte kaum besser sein. Tanja betritt den Kindergarten und die Kinder laufen ihr Freude-strahlend entgegen. Tanja hatte zwei Wochen Urlaub und freute sich wie sehr sich die Kinder freuten, sie wieder zu sehen. Auch ihre Kollegen und die Praktikantin freuten sich, sie wieder zu sehen. Tanja hatte einen schönen Arbeitstag und als die Kinder alle abgeholt waren, bat sie ihre Chefin noch einmal ins Büro zu kommen. Tanja bekam ein bisschen Angst. War sie doch keine so gute Erzieherin? Hatte die Chefin irgendetwas an ihr zu bemängeln? Aber das Gegenteil war der Fall. Sie bekam großen Lob von der Chefin und auch die Eltern waren begeistert. Schließlich wurde sie gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, eine Vorschule zu gründen. Während ihres Urlaubes wurde auf einem Elternabend überlegt eine Vorschule zu entwickeln und alle konnten sich gut vorstellen, dass Tanja die Kinder unterrichtet. Tanja bejahte und hatte sofort Ideen, wie sie diese leiten konnte.

Glücklich verließ sie den Kindergarten. Das musste sie sofort ihrem Freund erzählen, mit dem sie zwei Wochen in England verbracht hatte. Als Tanja ihre Wohnung betrat, hörte sie die Stimme ihres Freundes: „Sicher war der Urlaub mit Tanja schön, aber ich habe dich vermisst“. Tanja öffnete mit zitternden Händen ihre Schlafzimmertür und starrte auf das gemeinsame Bett. Ihr Freund schreckte hoch und als er sich hastig umdrehte, sah sie Sonja. Sonja, ihre Praktikantin, gerade einmal 16 Jahre alt, hatte eine Affäre mit ihrem Freund. Der erste Gedanke, der Tanja durch den Kopf ging war: Sicher wusste sie, dass es im Leben Höhen und Tiefen gibt, aber das das an einem Tag so schnell hintereinanderkommt, das hatte sie nun wirklich noch nie erlebt.

Tolle Worte

von Thea Sagawe

Ich bin Thea Sagawe und ich bin seit 2017 dabei. Es findet jeden 3. Montag im Monat in der Griegstraße 110 statt. Jeder bringt ein Thema mit oder einer schlägt was vor, zum Beispiel „Liebe“, „Glück“, „Sport und Spaß für alle“ oder andere Themen, die einem noch einfallen.
Mir gefällt das Schreiben und den anderen auch! Das freut die Leserinnen und Leser. Und ich freue mich über Feedback und Antworten.

Workshop-Wochenende

Von Steffi Thies

Das Wochenende war sehr gut. Besonders gut fand ich, dass das Treffen so häufig war. Blöd fand ich, dass ich jedes Mal so lange fahren musste, von Bergedorf nach Altona. Schön wäre es gewesen, wenn wir mehr Zeit pro Termin gehabt hätten.