Dienstag, 19. Mai 2009

Quadratisch, praktisch, gut

von Nora Poppensieker
Benni ist sehr zufrieden mit sich selbst. Seine Schwester bezeichnet ihn als „viel zu fett!“. Er würde sich eher als „quadratisch, praktisch, gut“ darstellen. Denn das ist er, so sieht er das: Er ist jemand zum Kuscheln, zum Anlehnen und zum Schmusen. Das ist praktisch, also ist es gut. Aber doch, Benni ist schon recht breit. Fast schon quadratisch. Also ist er „quadratisch, praktisch, gut“. Aber wieso wird nur für ihn in der Werbung im Fernsehen geworben?

Traum der Liebe

von Nicole Gruchot
Es war ein Traum, ein Traum der Liebe.
„Mal gucken wie lange geträumt wird“, sagte ihre Mutter.
Und wie kam es dazu? Die beiden, Daniel und Eva, waren gerade zu ihrer standesamtlichen Trauung erschienen und hatten sich verliebt vor einen riesiggroßen roten Rosenbusch gestellt.
Sie sah ganz gut aus, aber er? Über Geschmäcker lässt sich schliesslich streiten, mehr lieber nicht dazu. Kommen wir lieber zu der Frage ’wie kam es dazu?’ zurück.
Die beiden lernten sich an einem Stand kennen. Wie passend - in Badebekleidung.
Hatten sie überhaupt Badebekleidung an? Nein, denn das macht sich einfach nicht so gut am Fkk-Strand. Sie betrachteten sich gegenseitig und fanden sich offenbar ganz sympathisch, denn er lud sie zum Essen ein und zwar bei sich zu Hause. Tja, kochen konnte er auch noch. Sie sagte zu und freute sich.
Na, und der Rest ergab sich ganz von selbst und zwar ziemlich schnell, über manche Dinge spricht man einfach lieber nicht.

Denken

von Lina Strothmann

Es hatte alles so schön angefangen: die große Künstlerin Sabine Fechter hatte mit ihrem Mann Tom ein Fotoshooting begonnen.
Für das erste Foto trug sie einen Teller roter Äpfel auf dem Kopf. An ihren Ohren hingen rote Kirschen und außerdem hatte sie ihre Lippen knallrot angemalt. Jetzt strahlte sie etwas eigenartig in die Kamera und Tom konnte nach Lust und Laune knipsen.

„Können Frauen denken?“ – eine schöne Blondine kam in den Raum und las laut vor, was auf dem Zettel stand, den Sabine um den Hals hängen hatte.
„Meine sicher nicht!“, antwortete Tom mit einem Grinsen.
Das war ein Nein zuviel.
„Du kleiner Scheißer!“, schrie Sabine. „Was fällt Dir ein, so über mich zu reden? Das machst du doch nur, um vor dieser kleinen Schlampe witzig zu sein! Aber nicht mit mir. Weißt du was? Es ist aus! Ich verlange die Scheidung!“. Mit diesen Worten schmiß Sabine alles, was sie bei sich trug, auf den Boden und rannte völlig aufgelöst aus dem Zimmer.

Tom sah die schöne Blondine kurz an und grinste. „Hat doch super geklappt! Ich weiß nämlich: die Alte kippt es völlig vom Seil kippt, wenn man sie wegen ihrer Dummheit beleidigt!“

Dann gingen er und die Blondine glücklich händchenhaltend aus dem Zimmer.

Das Jahr der Weide

von Marco Nast
Wir haben eine große Kuhweide bei uns in der Nähe. Sie ist eingeschlossen von vielen Bäumen. Im Frühling, wenn das Gras wieder grün und saftig ist, blühen viele bunte Wiesenblumen. Wenn das Gras eine gewisse Höhe erreicht hat, kommt der Bauer und möchte das erste Gras mähen.

Was ich beobachtet habe, und das finde ich sehr vorbildlich, der Bauer geht erst einmal die ganze Weide zu Fuß ab, um die dort sitzenden Tiere aufzuschrecken. Auf diese Weise trägt er zur Erhaltung der natürlichen Umwelt bei. Es sind überwiegend kleine Rehkitze, Häschen und Vögel die im hohen Gras ihr Gelege haben. Diese Mähmaschine ist so groß, dass er später keine Ausweichmöglichkeit mehr hat. Das Mähen geschieht innerhalb kurzer Zeit.

Das Gras bleibt erst einmal liegen, um zu trocknen. Später wird es noch einmal gewendet. Auf diese Weise wird es dann zu Heu. Dann kommt der Landwirt wieder mit einer anderen Maschine, um das Heu zu Ballen zu formen und einzuschweißen.
Diese Ballen bleiben bis zum Spätherbst oder bis zum Winter liegen.
Er benötigt es als Futter für seine Tiere im Stall.
Wenn das Gras sich wieder erholt hat; dann beginnt schon der Sommer.
Der Landwirt bringt jetzt seine Jungtiere auf die Weide. Diese bleiben bis zum späten Herbst.
Wenn der erste Frost kommt, werden sie von der Dorfjugend wieder zurück in den Stall getrieben. In dieser Zeit vom Sommer bis zum Herbst darf keiner mehr die Weide betreten.
Danach dürfen die Kinder im Herbst ihre Drachen auf dieser Weide steigen lassen.
Im Winter kehrt wieder Ruhe ein, aber die Weide ist belebt von Wildtieren.
Dann herrscht ein reges Leben unter der Weide, überall sieht man Maulwurfhaufen. Im Winter wenn es schneit, dann ist die Weide mit Schnee bedeckt und die Kinder können darauf toben.
Dieses ist der Kreislauf unserer Weide, den ich beobachten konnte,

Ein junges Paar

von Arne Hauschild
Es ist schönes Wetter. Die Bäume blühen und der Himmel kristallisiert sich zwischen den Bäumen hervor. Ein junges Paar geht durch den Wald.
Er legt seinen Arm um ihre Hüfte. Sie dreht ihren Kopf leicht zu ihm und sie gehen weiter in den dunklen tiefen Wald hinein.
Plötzlich kommt ein Eichhörnchen. Der Jäger dreht sich leicht um und sie erschrecken sich beide. Danach gehen sie Arm in Arm weiter in die Wildnis. Und dann sehen sie ein Haus. Sie klopfen an, es passiert nichts und so gehen sie hinein. Dort ist ein reichlich gedeckter Tisch mit Wein, Wasser und reichlich Obst und nachdem sie gegessen haben, finden sie auch ein Bett und legen sich hinein.
Sie genießen das Zusammensein unter dem Sternenhimmel im Bett.

Betthupferl

von Nora Poppensieker
Nils will zu Bett:
Er greift nach einem Betthupferl,
um gut schlafen zu können.
Danach kann er endlich ins Bett hüpfen!
Denn wie könnte man auch
ohne einen Betthupferl
Ins Bett hüpfen?!

Donnerstag, 14. Mai 2009

Hase, St. Pauli & ich

von Heinz Thomsen
Ich habe einen Kuschelhasen. 
Er ist sehr weich und groß. Er ist so lang wie mein Bett. Ich kuschel mit ihm und erzähle ihm alles.
Ich nehme ihn auch mit, wenn St. Pauli spielt. Ich reite auf seinem Rücken zum Stadion und dann haben wir einen Sitzplatz und gucken zu, wie St. Pauli gegen Bayern 5 : 0 gewinnt. Nach dem Spiel gehen wir schön essen. Ich esse Schweinebraten und der Hase isst Karotten. Nach dem Essen gehen mein Hase und ich in die Disco. Da lernen wir zwei hübsche Frauen kennen. Mit denen unterhalten wir uns und tanzen mit ihnen.
Danach reite ich auf meinem Kuschelhasen nach Hause. Wir gehen ins Bett und kuscheln schön.

Thorsten vervollt mir meinen Kopf

von Nora Poppensieker

Obwohl ich unhungrig bin, gehe ich heute ins Restaurant „Zum Sternenschein“. Dort arbeitet Thorsten. Deswegen bin ich jede Woche dort. Nur letzte Woche vertrauerte ich: Thorsten war krank und ich war umsonst da.
Heute ist er da, ich habe ihn schon gesehen. Nur verratlose ich: Ich traue mich nicht, ihn anzusprechen. Ich verhalte mich irgendwie ungenormalt: Ich bestelle mir nur einen Salat und schaffe ihn noch nicht einmal ganz! Aber ich bin ja auch hungerlos.
Als ich bezahlen will, verpeinliche ich: Thorsten lädt mich ein! Da überfreue ich mich aber. Er fragt mich: „Sag Claudia, willst Du nicht morgen wieder zum Nichtessen hierher kommen? Ich würde mich freuen.“ Also werde ich morgen erneut zum Wiederstammeln hier sein. Toll! Thorsten vervollt mir aber ganz schön meinen Kopf…

Am Strand

von Dennis Seidel
Neulich habe ich geträumt, ich wäre am Strand. 

Dunkle Wolken verdunkelten den Himmel. 
Ich ging die Dünen runter ans Wasser. 
In der Ferne zuckte der erste Blitz.
Dann brach ein Gewitter los.
 Es war heftig. Die Strandkörbe waren leer.

Dann sah ich eine junge Frau auf einem Stein sitzen.
 Die Frau schaute auf das Meer. 
Das Gewitter wurde immer heftiger. 
Um uns zuckten die Blitze und krachte der Donner. 

Ich kuschelte mich an die Frau.
 Sie war hübsch.
 Die Frau hieß Josephine.
 Josephine nahm mich in den Arm.

Auf einmal wurde es wieder hell.

Die Sonne kam durch.

Die Geschichte, wie ich Heinzi kennengelernt habe

von Gunda Breul

Ich habe Heinzi im Wohnheim Köhlbrandt in der Elbchauseee kennengelernt. Wir haben ab und zu bei mir im Zimmer geschlafen.
Als ich Heinzi kennengelernt hab, war ich 20 Jahre alt.

Demnächst ziehe ich wahrscheinlich nach Bad-Oldeslohe.
Ich hoffe, dass ich da nicht so ein kleines Kaff, sondern einen größeren Ort kennenlerne. Ich finde da sicher auch gute Freunde.
Aber wenn ich da hinziehe, werde ich Heinzi immer Briefe schreiben. Wir bleiben immer im Kontakt, ob brieflich oder telefonisch oder zu Besuch.
Heinzi ist hilfsbereit, wo er kann. Ich finde ihn echt süß

Wenn ich ein Eichhörnchen wäre.

von Arne Hauschild
Könnte ich überall rumhoppeln. Ich kann Nüsse mit meinen Zähnen knacken.
Ich komme so leicht huschend an einem Liebespaar vorbei und es erschrickt sich leicht.
Ich würde mich mit meiner Freundin auf einen hübschen Ast niederlassen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Und mich von ihren schönen Komplimenten berieseln lassen.

Wie ich zu Claudia kam

von Dennis Seidel
Es war ein schöner Tag,
die Sonne hatte geschienen…
ich war auf der Reise Messe in den Messehallen, danach war ich noch ein bisschen im Schanzenpark spazieren.
Dort hatte ich eine hübsche Frau gesehen.
Sie hatte blonde Haare und eine Mütze auf.
Die Frau hatte zwei Hunde bei sich.
Am Abend habe ich dann eines meiner Kissen Claudia genannt.
Heute heißt es immer noch Claudia.
Ich nenne sie auch manchmal meine Reise-Claudia.
Sie ist ein schönes weiches Kissen,
das immer bei mir ist.

Rollis in Bus und Bahn

von Arne Hauschild

Ich bin jeden Tag mit dem Rollstuhl in Bus oder Bahn unterwegs. Meistens fahre ich von meiner Wohngruppe aus nach Altona ins Mercado, um da Besorgungen zu machen und einzukaufen.
Dabei rege ich mich manchmal über etwas auf: Es passiert immer wieder, dass die Leute nicht gucken, wenn ein Rollstuhl kommt, sondern einfach reingehen.
Ich stehe vor der Bushaltestelle, die Leute sehen, dass der Busfahrer die Rampe rausklappt und gehen trotzdem als erstes rein.
Es regt mich auch auf, wenn die Leute motzen,wenn ich mal nicht schnell genug in den Bus reinkomme.

Ich habe es aber auch mal anders erlebt. Ich war in der Disco in Schenefeld gewesen und hatte danach am Bahnhof Othmarschen den letzten Einser-Bus verpasst. Aber dann hat ein anderer Busfahrer es schnell mit seiner Dienststelle abgeklärt und auf sein Busschild "Leerfahrt" geschrieben - und da bin ich dann als einziger Fahrgast mit seinem Bus mitgefahren. Das war wirklich nett und freundlich von ihm. Ich suche heute noch nach dem Busfahrer, weil ich dem endlich mal was geben will. Denn eigentlich ist das, was er gemacht hat, ja verboten.
Manchmal treffe ich unterwegs auch nette Leute, mit denen ich mich mal unterhalten kann. Mütter mit Kinderwagen lasse ich im Bus meistens vor oder neben mich. Dann freuen die sich.

Liebe hat zwei Seiten – Eine helle und ein dunkle

von Johannes Plomitzer
Das Gefühl verliebt zu sein, ist der Hammer
Eine hübsche Frau, die einem gefällt, da spielen die Gefühle verrückt, da kommen die Gefühle in Wallung. Man könnte Bäume austanzen, da springt das Herz, da lacht die Seele.

Liebe ist aber auch traurig, wenn sie zerbricht; schmerzlich, dann könnte man weinen jeden Tag. Hört jeden Tag Schmalzmusik und zerfließt innerlich. Man nimmt die anderen Menschen nicht mehr war, man ist nur noch in sich. Man hofft der Schmerz geht vorbei, aber der Schmerz geht nicht.

Die Wette

von Lina Strothmann

Lena war müde. Den ganzen Tag hatte sie in ihrem kleinen Imbiss für die Hafenarbeiter Würste gebraten und Pommes Frites zubereitet. Jetzt wollte sie endlich nach Hause gehen.
Aber da kam noch ein Kunde. Er lächelte Lena an und dann sagte er etwas sehr ungewöhnliches:
"Ich habe noch nie ein so häßliches Weib gesehen, wie Du es bist!"

Total erstarrt sah Lena diesen wirklich gut aussehenden, jungen Mann an. Das hatte sie nun wirklich noch nie von einem Mann gehört.
Da Lena eine eine schöne junge Dame war, wurde sie ihr Leben lang eigentlich nur gelobt. Zu allem Überfluß war es auch noch Stefan, der jetzt vor ihr stand - der Kerl, in den Lena seit zwei Jahren verknallt war.

Stefan ging mit einem Grinsen zu seinen Freunden zurück - er hatte die Wette gewonnen! Er hatte der Frau, die er so sehr liebte, das totale Gegenteil von dem gesagt, was er in Wahrheit meinte.
Dafür mussten seine Freunde ihm nun 100 Euro überreichen.

Plötzlich ein lauter Knall!
Stefan wirbelte herum - Lena lag blutverschmiert und tot auf dem Boden.

Mein Traumhaus am Meer

von Marco Nast
Demnächst werde ich mir mein Traumhaus am Meer bauen lassen; Ich habe mir bereits meinen Architekten kommen lassen und habe ihm bereits meine Wünsche erklärt:
Das Haus soll gar keine Ecken haben, also rund sein.
Ich stelle mir vor, dass das Haus direkt am Strand liegt.
Dann soll unbedingt ein großes Schwimmbad vorhanden sein. (das Pool verläuft von drinnen nach draußen). In diesem Raum wird meine große fernbedienbare Musikanlage installiert.
Damit kann ich selbst im Schwimmbad meine wunderbare Musik genießen. Um dieses Haus herum soll ein Burggraben verlaufen, damit ich keine ungebetenen Besucher erwarten muss. Mein Wohnzimmer soll Platz für meinen DVD- Recorder und meinen riesigen Fernseher haben. Meine Küche soll modern sein. Per Knopfdruck erscheint mein Wunschessen es wird von meiner bediensteten überreicht. Ich habe diesen Umzug schon lange geplant und demnächst werde ich ihn in die Tat umsetzen und dann in mein Traumhaus ziehen. Meine Bediensteten sind schon angeheuert und werden rechtzeitig beim Umzug erscheinen. Meine zukünftigen Nachbarn sind schon gut ausgewählt aber sie werden durch meinen Burggraben auf Distanz gehalten.
Das Haus wird alternativ zur Beheizung durch eine Ölheizung mit einer Solaranlage versehen.
Mein Badezimmer ist mit einem großen Whirlpool versehen in dem ich mich nach meinem harten Arbeitstag als Rentner entspannen kann.

Montag, 11. Mai 2009

Der Schirm

von Nicole Gruchot
Agathe konnte dem Strand und dem Meer, die in der Nähe lagen, trotz Regen nicht widerstehen. Flugs spannte sie ihren Regenschirm auf und hopste über die Brücke.
Doch der Wind war so böig, dass es schwierig war, den Schirm gerade über ihren Kopf zu halten. So flog der Schirm ihren Rücken entlang, aber blieb in ihrer Hand. Es war niemand da der gucken konnte, und sie hatte ihren Spaß so alleine.

Freitag, 8. Mai 2009

Hexen

von Marco Nast
Ich bin eines Morgens aufgewacht.
Ich hatte keinen Plan, was ich so anstellen durfte.
Also entschied ich mich für einen Waldspaziergang.
Das war allerdings gar kein Problem, zumal unser Haus ja direkt am Wald liegt.
Also ziehe ich meine Jacke an, stecke meine Machete und meinen Kompass ein und durchschreite unser Gartentor.
Ich möchte dabei erwähnen, dass mich leider an dieser Stelle viele Brennnesseln und Disteln erwarten, daher habe ich sicherheitshalber gleich eine lange Hose und lange Strümpfe angezogen.
Ich laufe nun schon lange ziellos durch den Wald, habe schon lange nichts mehr gegessen, noch getrunken und auch nicht geschlafen.
Auf einmal stehe ich vor einem seltsamen Haus.
Es hat viele schöne Blumen ringsherum und ich glaube, es könnte eine Art Hexenhaus sein.
Was ich sehr bedauerlich finde, ist die Tatsache, dass die so genannten Hexen in der heutigen Zeit eine diskriminierte Minderheit sind. Ich fürchte, es könnte an der Popularität solcher Geschichten, wie der von Hänsel und Gretel liegen.
Eigentlich sind Hexen ja sehr sympathische und naturverbundene Wesen, aber auf eine bedauerliche Art sind sie sehr in Verruf geraten. Was ich sehr interessant finde, ist die Tatsache, dass der Trend zu einem höheren Umweltbewusstsein und das gestiegene Interesse an Hexen zusammentreffen.
Vielleicht hat die Menschheit mit Unterstützung dieser Wesen ja doch noch eine Chance, sich zu erhalten.

Dienstag, 5. Mai 2009

Ich habe mich gerade in einen Adler verwandelt

von Marco Nast
Ich habe mich gerade in einen Adler verwandelt.
Ich sitze auf einem hohen Felsen und blicke um mich herum -auf der Suche nach meiner potentiellen Beute.
Da der Frühling nun langsam einzieht, gibt es schon einige Kandidaten, die als Opfer in Frage kommen.
Es ist wundervoll, wie ich meine großen Flügel ausbreiten kann - ich habe eine Flügelspannweite von über drei Metern.

Aber wenn ich mich so umschaue, sehe ich leider noch gar keine möglichen Opfer. Das finde ich sehr bedauerlich - da ich schon lange keine Beute mehr zu mir genommen habe.
Ich denke dabei zum Beispiel an einen leckeren Hasen, der ahnungslos auf dem Boden sitzt - und noch gar keine Ahnung hat, dass ich meine Enzyme schon für ihn zusammengesammelt habe.
Und nun breite ich meine Flügel aus und beginne mit meinen Sturzflug: Zuerst falle ich noch langsam hinab - dann aber immer schneller.
Doch kurz über dem Boden ziehe ich wieder hoch!
Ich fahre meine Krallen aus und packe meine ahnungslose Beute. Sie wird völlig überrascht und hat keine Chance zu einer Flucht. Nicht einmal ansatzweise. Dann packe ich meine Beute im Nacken und haue meinen Schnabel in sie hinein.
Das Blut fängt sofort an zu fließen.

Leider: mein Vorgehen spricht sich im Tierreich herum - so dass viele Tiere schon gewarnt sind. Das bedaure ich natürlich sehr. Denn so sehe ich mich gezwungen, mir
neue Strategien zur Überrumplung auszudenken.
Vielleicht hätte ich größere Chancen, wenn ich versuche, Freundschaften mit meinen Opfern zu schließen?
Ich denke, das Thema Freundschaft könnte völlig neue Perspektiven eröffnen - da meine Beutekandidaten dadurch ahnungslos gehalten werden. So habe ich vielleicht größere Chancen meinen ständig steigenden Hunger zu befriedigen.
Wenn ich es richtig bedenke, wollte ich ja eigentlich Vegetarier werden.

Allerdings habe ich dabei nicht berücksichtigt, dass Adler nicht als Vegetarier vorgesehen sind - wir haben einfach einen zu großen Schnabel und einen zu mächtigen Appetit... auf Blut – und frisch Fleisch

Der Jackpot

von Lina Strothmann
Es war wohl der schönste Tag in Tom Walters Leben.
Endlich hatte er es geschafft – der 40jährige Mann hatte den Jackpot geknackt! Nun besaß er eine lockere Summe von 30 Millionen auf seinem Konto.


Eine der ersten Sachen, die der frischgebackene Millionär vollbrachte: Er ging zu seiner Arbeit bei Aldi. Dort war er Kassierer und Verkäufer.
Er lief zu seinem Arsch von Chef - („Mensch, Walter! Geht das mal schneller? Walter, Sie Arsch, so geht das aber nicht!“) - stellte sich stocksteif vor ihm hin und sagte: „Ich kündige, Sie Arsch!“. Dann stolzierte er hinaus.

Aber dann blieb Tom plötzlich abrupt stehen – denn ihm kam ein grausamer Gedanke:
Man sollte doch immer zwischen Traum und Realität unterscheiden können!

Pferderückenglück

von Nicole Gruchot
Ich bin behindert - na und?
Mein Gott, das hat ganz schön lange gedauert, bis der Satz wie aus der Pistole geschossen kam.
Es gehörte eine ganze Menge dazu, bis ich diesen Zustand akzeptiert hatte.
Wenn man sich richtig informiert, gibt es ja eine Menge Möglichkeiten, die man als behinderter Mensch nutzen kann.
Da war ich doch neulich beim Behindertenreiten. Mann, war das gut!
Ich wurde sogar wegen meines hervorragenden Sitzes gelobt und saß guter Weise auf einem braven, gut ausgebildeten Pferd namens Tom. Hui, das machte Spaß - und war seit langer Zeit mal wieder ein richtig gutes Gefühl. Das Schnauben von Tom war einfach herrlich!

Ja, das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.
Übrigens: Nicht nur ich hatte Glück - sondern Tom auch mit mir.

Montag, 4. Mai 2009

Ein Liebesgedicht an die Natur

von Marco Nast
Ich liebe deine vier Jahreszeiten.
Wie im Frühling die Natur erwacht.
Der Sommer mit seinen langen, warmen dideldadeldu Nächten.
Der Herbst mit seinen bunten Farben
Und der Winter mit seinem weißen Kleid.

Oh Natur, ich liebe Dich.

Knutschbacken

von Nora Poppensieker
Es waren einmal zwei verliebte Knutschbacken, die backten immer zusammen. Was auch immer anstand, nichts konnte sie trennen.
Sven fand das doof – er wollte mit Knut ganz allein sein!
So sind wohl die Knutschbacken, kriegen nichts gebacken!

Frühlingsbeobachtung

Von Marco Nast
Es ist wahr, der Frühling ist wieder da. Die Bäume räkeln sich. Die Vögel singen ihre Lieder. Die Luft ist voller Freude und Wärme.
Man kann den Winter, der gar kein richtiger war, glatt wieder vergessen. Es ist sehr schön zu beobachten, wie die Natur sich wieder so schön gestaltet, als wäre nichts gewesen.
Man kann es nicht beschreiben, es ist wie ein Neuanfang, alles was war ist wieder vergessen. Der Frühling belebt die Natur wieder neu. Die Vögel sind sehr fleißig und beginnen ihre Nester zu bauen.

Man kann es erahnen, bald bekommen wir wieder einen Sommer. Dann wird es bestimmt wieder wärmer und freundlicher. Wir freuen uns über jeden warmen Tag. Der Winter war einfach zu nass zu kalt und zu grau. Vor einigen Tagen habe ich schon an unserer Hauswand gesessen habe einen Kakao getrunken und konnte die Kinder beim Spielen beobachten. Es ist sehr idyllisch, das alles miterleben zu dürfen. Jetzt kann ich endlich wieder Radfahren.
Im Wald sind zurzeit die Holzfäller am Werk. Sie haben große Maschinen, mit denen sie die Bäume fällen, schälen und aufstapeln. Für mich ist es schön, dass die Sonne mehr auf die Straße scheinen kann. In einer gewissen Ecke war es immer sehr feucht, sicher, im Sommer war es dafür sehr schattig, was sehr angenehm war. Dann konnte man die Hitze besser ertragen.

Die Menschen sind jetzt im Garten und harken das Laub vom Herbst weg und bestellen Ihre Gärten. Da fällt mir das folgende Lied ein:
„Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt, er egget und pflüget und dünget das Land.“ Auch das kann man zurzeit beobachten.

Einen Tag als Ente im Zoo

von Stefanie Thies
Die ersten Sonnenstrahlen reißen mich aus meinen Träumen. Ach schon wieder morgens, aber ein schöner Morgen. Blauer Himmel und die Vögel zwitschern! Frühling!

Ich watschle aus meinem Schlafgemach Richtung Frühstücksbuffet.
Nicht dass das nun super interessant wäre. Es ist immer derselbe Fraß, den die Zoowärter uns auftischen. In freier Wildbahn könnte ich mir mein Frühstück selber aussuchen, aber so ist es ja auch bequem. Oh nee die olle Henriette ist auch schon wach. Da nehme ich doch lieber erst mal ein Gut-Morgen-Bad im Ententeich.
Im selben Moment öffnen sich auch die Eingangstore des Zoos und die ersten Besucher strömen rein. Ha da pose ich mal ein Fotografen. Da sahne ich bestimmt noch ein paar Leckerlis ab! Meine Schokoladenseite ist eh die Linke, weil da mein Gefieder am besten glänzt.

So nun reicht es aber mit dem Rumgepose. Nun wird erst mal abgetaucht. Ach da fällt mir das tolle Lied ein, was die Menschen erfunden haben „Köpfchen in das Wasser, Schwänze in die Höh’!“ Ach auf dieses Rumgeplansche habe ich auch kein Bock mehr. Nun muss erst mal mein super cooles Gefieder in der Sonne trocknen.
Also ab auf die Sonnenwiese zum Abchillen. Dort sitzen auch die coolen Ententypen an denen ich aber mit meiner besten Freundin vorbei laufe. Wenn die Jungs auf ein andern hocken, dann benehmen die sich eh doof – Männer halt!
Die Jungs gucken uns natürlich hinterher, weil wir ja eh die geilsten Enten hier im Zoo sind. Das nervige Signal für das Mittagessen ertönt. Eigentlich habe ich noch gar kein Hunger, weil ich durchs Posen für die Fotos ganz viele Leckerlis abgesahnt habe. In der Zeit wo sich die anderen den Magen voll schlagen, mach ich meinen Mittagsschlaf!

Plötzlich weckt mich meine beste Freundin; „Die Feuerwehr ist da“, schreit sie mir ins Ohr. Ich bleibe liegen und gucke nach links und rechts und verstehe gar nicht warum sie so aufgeregt ist.
Aber dann guck ich noch mal was los ist. Nun habe ich begriffe was hier abgeht. Die Feuerwehr ist da, für ihre alljährliche Übung im Zoo. Endlich mal was interessantes. Wir machen es und bequem auf der Sonnenbank und beobachten das Spektakel. Als die Feuerwehr wieder abzieht, ist auch schon Abendbrotzeit. Oh man oh man nun habe ich aber auch ordentlich Kohldampf. Natürlich gibt es den langweiligen Fraß wie immer, aber der Hunger treibt es hinein. Nun bin ich so voll gefressen, dass ich mich schon ins Bett gebe. An Bewegung ist jetzt eh nicht mehr zu denken.

Das war ein Tag im Leben einer Ente im Zoo.

Von Fall zu Fall

von Nora Poppensieker

Ich hatte gerade den folgenden Einfall:
Ich möchte Euch vom letzten Zwischenfall berichten.
Nur für den Fall, falls so ein Vorfall erneut anfallen wird.
Es war ein echter Notfall: Dieser Unfall war ein Zufall.

Beim Ausfall des Stromes befiel die Steckdose ein Anfall von Ausfall!
Zum Glück zerfiel dieser Vorfall.
Er muss mir also nicht gefallen.
Auffällig ist, dass die Steckdose nun entfällt.

Bitte um Beifall!