Mittwoch, 20. April 2016

Du und Ich

von Lina Strothmann

Hallo, schön hast du es hier, das Bett indem du wieder so schön liegst. Nun sind wir schon 15 Jahre verheiratet und immer wieder verliebe ich mich in dich. Du hast so schöne Beine, bist so schlank und hast so schöne große Brüste. Einfach herrlich. Du bist einfach toll.

Ach, eine Frage habe ich da noch an Dich…Wer zum Teufel ist dieser etwa 20 jährige junge Mann, der da so nackt neben dir liegt?

Ich

von Immanuel Affeld

Ich bin stark
Ich bin bleich wie Leberwurst
Ich bin stark
Ich kann schon auf dem Kopf stehen und grinsen
Ich kann Inlineskater fahren
Ich kann schon Ski fahren

Ich kann schaukeln auf dem Schoß

Frau Meier!

von Lina Strothmann

„Entschuldigen sie meine Dame, aber wir müssen zurzeit in den Zügen die Taschen der Leute untersuchen. Es besteht immer wieder der Verdacht auf Drogenschmuggel. Zeigen sie mir bitte ihre Handtasche, da möchte ich nur einmal reinschauen.“
„Wie bitte? Entschuldigen sie, ich habe sie nicht so genau verstanden“ flüstert die etwa 75 jährige Frau Meier dem Polizisten entgegen. „Ich höre nicht mehr so gut.“
„Ich habe gesagt, dass ich kurz in ihre Tasche sehen möchte.“
„Oh ja, sicher. Was suchen sie denn?“
„Ich muss überprüfen, ob sie eine schöne Tasche haben“ brüllte der Polizist.
„Natürlich, wo ist die Tasche bloß? Was wollen sie schauen?“
„Ach ist schon gut, ist doch nicht so wichtig“ knirschte der Polizist und verließ das Abteil.

Zwei Stunden später steht Frau Meier neben jugendlichen Männern.
„Hier habt ihr eure Drogen.“
„Danke Frau Meier. Hier hast du dein verdientes Geld.“

Lächelnd verließ sie die Männer. Ach ja, mit diesem Spiel der schwerhörigen alten Dame, hat sie schon viel Geld eingefahren.

Immanuel und Arndt

von Immanuel Affeld

Immanuel über Arndt
„Ich küsse Arndt“
Arndt über Immanuel
„Du bist ein Draufgänger“
Immanuel über Arndt
„Arndt und Immanuel sind ein Liebespaar“
Arndt über Immanuel
„Du bist ein Draufgänger“
Immanuel über Arndt
„Das war’s“
Arndt über Immanuel

„Das war’s“

Arndt und Schröder

von Immanuel Affeld

Arndt ist erschöpft und geht nach Hause
Und trinkt Wein beim Schröder.
Arndt küsst Schröder
Arndt schmusst Schröder
Arndt schmeißt Schröder aus dem Fenster
Arndt bringt Schröder zum Klo
Schröder guckt Zeitung im Klo
Schröder schmust Arndt
Schröder will Arndt heiraten.
Schröder macht Abwasch
Arndt macht Abwasch
Lippe macht Abwasch

(Anmerkung von Arndt – Schröder ist mein Hund - Lippe, mein Mann)

Du und Ich

Von Heinz Thomsen

Du bist eine Frau und ich mache öfter etwas mit dir. Du kommst mich besuchen, du wohnst weit weg, zu weit für mich. Ich kenne dich schon lange, schon seit meiner Kindheit. Du bist ungefähr so alt wie ich. Wir gehen, wenn du mich besuchst, gerne zusammen essen, auch wenn du beim Essen einen ganz anderen Geschmack hast als ich. Du hast braune Haare und blaue Augen, das finde ich ziemlich hübsch. Natürlich bin ich in dich verliebt, schon lange. Und ich weiß, dass du auch in mich verliebt bist. 

Du hast natürlich auch anstrengende Seiten: du bist manchmal dickköpfig und eifersüchtig bist du auch manchmal. Aber auch ich habe anstrengende Seiten. Ich bin ein Langschläfer, manchmal stur, und ein wenig verfressen bin ich auch.

Ich und André Rieu

von Immanuel Affeld

Ich und André Rieu
Ich bin André Rieu Fan
Der wohnt in Holland
Ich kann sagen: „André Rieu – alles Wurst und Käse?“
André Rieu ist ein Mann.

André Rieu soll …mich …grüßen!

Montag, 18. April 2016

Nette Unbekannte

Von Johannes Plomitzer
 
Ich traf dich, als ich in Altona unterwegs war, bei Mc Donalds und du hast mir meine Cola gehalten. Ich habe dich angesprochen und dich gebeten, mir mit meiner Cola zu helfen. Du hast sofort ja gesagt und mich unterstützt.

Wir unterhielten uns ganz nett. Ich erzählte dir, dass ich in einer WG für Menschen mit Behinderung lebe. Das fandest du echt super. Du hast gesagt, dass du einen Sohn hast, der siebzehn Jahre ist, und der mit 20 ausziehen möchte. Ich fand unsere Unterhaltung sehr interessant, was du über deinen Sohn erzählt hast und so. Du bist mir sehr sympathisch. Mir gefällt, dass du dich um Menschen kümmerst. Du arbeitest in einer Wohngemeinschaft für 18-25 Jährige, die Drogen-, Alkoholprobleme und Schulden haben, hast du mir erzählt. Ich mochte deine offene und herzliche Art, schön dich kennengelernt zu haben. Ich würde gerne deinen Namen wissen, danach fragte ich dich gar nicht. Meinen Namen weißt du auch nicht, den habe ich dir leider nicht gesagt. Es wäre schön, wenn ich dich noch einmal treffen würde.

Warum immer ich?!

Von Nora Poppensieker

Nun geht Ihr – natürlich zusammen – rechts von mir in Richtung Bahnhof und kichert. Was war wohl so witzig? Hatte ich heute vergessen, den Reisverschluss meiner Hose zu schließen? Oder hatte ich mich nicht akkurat gekämmt? Hatte ich einen Knick im Scheitel?
Irgendetwas findet ihr immer an mir. Sei es mein Aussehen oder sonst welche Unannehmlichkeiten, die mir passieren. Warum immer ich?! Warum nicht mal die so perfekt wirkende Sandra? Ist die euch zu perfekt? Hat sie denn keine Makel, über die ihr Euch belustigen könnt?
Was meint ihr, was ihr damit bewirkt? – Klar, Ihr habt Spaß, Ihr könnt lachen und habt eine lustige, wenn auch sehr kurze, Zeit.
Nur mir geht es schlecht, wenn Ihr Euch über mich lustig macht, sehr sogar.
„Hallo Rieke!“, höre ich eine bekannte Stimme. Die Rettung? Nein, das ist nur Julia. Und Julia ist doof, das sagen doch alle, Ihr sagt das. Also wird das stimmen.
„Hi Rieke, oh nein, da vorn gehen die drei Zicken. Was haben die nun wieder über mich auszusetzen? Immer tratschen sie über mich!“, beschwert sie sich bei mir, als sie mich erreicht. Heißt das, dass ihr noch andere Opfer habt? Macht ihr Euch nicht nur über mich lustig? Aber jetzt gerade, da lacht Ihr doch über mich, oder?!
„Julia, das kann Dir doch eigentlich völlig egal sein, was drei Zicken vor Dir gehend über Dich oder sonst wem tratschen. Du bist doch ein toller Mensch, Du hast Humor und kannst sowohl gern bei Diskussionen mitmischen, als auch mal die Klappe halten. Falls die drei dort vorn sich über Dich amüsieren, was sollte Dich das kratzen? Sind Dir mal Anitas fettige Haare aufgefallen?! Oder die schräge Farbkombination von Utas Bluse in Kombination zu ihrem Rucksack?“
So, da habt ihr mal gehört, was ich von Euch halte. Und vielleicht habe ich ja nun in Julia jemanden gefunden, mit der ich solche Dinge ausdiskutiere kann.