Dienstag, 19. Februar 2008

Mobil am Valentinstag

von Marco Nast

Die Mobilität in meinem Leben ist leider recht beschränkt, weil ich leider nur mit Stöckern gehen kann, aber wenn ich daran denke, was für einen blöden Unfall ich überlebt habe, bin ich dennoch recht glücklich noch am Leben zu sein.

Aber ich will hier gar nicht so traurige Worte schreiben, schließlich sollte man besser nach vorne schauen.

Was mich sehr inspiriert ist die Tatsache, daß meine Eltern und ich bereits wieder einen Urlaub in der Türkei planen.

Das ist für mich eine sehr angenehme Sache, weil wir dann mal ein wenig abschalten können. Das ist eine Sache, über die ich mich wirklich sehr freue.

Worüber ich mir gerade Gedanken mache, ist, was es mit dem Valentienstag so auf sich hat. Davon habe ich ehrlich gesagt gar keine Ahnung.

Ich denke aber ehrlich gesagt selten über solche Sachen nach, weil ich mich lieber damit beschäftige, wie es in meiner Zukunft voran gehen könnte..

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Heute ist der Tag der Liebenden, aber ich bin sauer, das liegt vielleicht daran, daß es mir in meinen achtunddreißig Jahren nicht einmal gelungen ist, eine wirklich nette Freundschaft zu einem freundlichen und netten weiblichen Wesen aufzubauen, die auch ein wenig gehalten hat.

Ich muß aber gestehen, daß ich mich als Single dennoch wirklich glücklich fühle, das liegt vielleicht auch daran, weil ich mich so etwas darauf konzentrieren kann, wie es in meiner Zukunft vorangehen kann.

Woran ich dabei denke ist:

1.Wieder gehen zu lernen.

2. Wieder Freunde zu finden

3. Vielleicht sogar eine adäquate Arbeitstelle zu finden, in der ich mit meiner Phantasie etwas anfangen kann.

Was möchte ich mit meinen sogenannten Freunden denn so machen?

Ich denke dabei zum Beispiel daran, mich mit diesen "sogenannten" Freunden zusammensetzen zu können und Musik zu hören oder uns zu verabreden, gemeinsam Essen zu gehen.

Halt gemeinsam am Leben Spaß zu haben.

Ihr Name ist Camille

von Johannes Plomitzer

Ich war auf dem Weg zur Krankengymnastik und da stand sie im Wartesaal. Sie hatte bildschöne Augen, wie funkelnde Sterne.
Mein Ärger war groß, dass ich sie nicht angesprochen habe, denn so hübsche Frauen sollte man ansprechen.

1 Woche später:

Wie der Zufall es wollte, traf ich diese hübsche Frau noch mal und sprach sie an. Ich fragte sie, ob sie mir über die Strasse helfen könnte. Dabei erfuhr ich ihr ihren Namen: Camille, so schön wie die Blüte. Sie ist 26 Jahre alt und wohnt ganz in meiner Nähe. Ich habe ein wenig Angst, dass sie erfährt, dass ich in einer Werkstatt für Behinderte arbeite. Wahrscheinlich hält sie mich dann für einen Idioten. Aber sollte sie mich deswegen auslachen, dann ist sie es auch nicht wert geliebt zu werden.

Valentinstag

von Nora Poppensieker

Heute ist Valentinstag – der Tag der Liebe. Na, wie geht es mir – so als Single – denn dabei?! Gut. Doch, mir geht es gut. (Gut aber nur, wenn man auch nur den Umstand betrachtet, dass ich solo bin. Ich bin sogar verdammt froh, Single zu sein! Ich bin echt verdammt froh, nicht – mehr – solch einen „schlimmen“ Freund zu haben, wie zuvor. Auch, wenn ich wirklich verdammt verliebt gewesen war. Er tat mir einfach nicht so gut.)
Tja, an sich hätte es ja schon etwas – zu kuscheln, zu küssen oder auch nur beieinander zu sein und die Gesellschaft zu genießen. Sei es, ins Kino zu gehen, essen oder auch nur Kaffee trinken zu gehen oder auch „nur“ füreinander zu kochen. Doch, das hat wirklich etwas. Aber vermisse ich das? Wenigstens das Gefühl, jemanden zu haben?! Nein, ich muss zugeben, noch nicht einmal das vermisse ich. Wie gesagt: im Gegenteil, ich bin auch noch froh darüber!
Einen Freund könnte ich momentan gar nicht gebrauchen. Das möchte ich überhaupt nicht. Na, die Angebote würden mir ja nicht so unbedingt fehlen. (Ich hoffe, das klingt jetzt nicht angeberisch. Wenn das jeder beliebige andere sagen würde, würde ich den aus genau diesem Grund auslachen.)

Die Luftrettung in Hamburg

von Dennis Seidel

In Hamburg gibt es zwei Rettungshubschrauber. Einmal Christoph 29 (ehemals SAR 71) und den Christoph Hansa. Der Christoph 29 ist an seiner orangen Farbe und der Aufschrift LUFTRETTUNG zu erkennen und der Christoph Hansa an der Aufschrift ADAC.

Die Luftrettung in Hamburg fand am 14.3.2002 ein schlimmes Ende, als in Hummelsbüttel der SAR 71 abstürzte.
Bei jeder Landung von einem der beiden Rettungshubschrauber ist immer ein Streifenwagen vor Ort, um abzusichern. Ziemlich selten wird der Patient im Rettungshubschrauber transportiert. Der Notarzt fährt meistens im RTW mit. Wenn einer der beiden RTHS landet ist es ziemlich windig und laut, und dann sind da auch noch die Menschenmengen, die das ganze Spektakel mit verfolgen.
Ich war schon bei vielen Landungen dabei. Einmal war ich bei einer Landung des SAR 71 dabei. Der RTH kommt immer dann zum Einsatz wenn kein Notarzteinsatzfahrzeug zur Verfügung steht, und der Notarzt benötigt wird. Die Landung in der Stadt ist vielfältig. Mal wird mitten auf der Kreuzung gelandet und mal in einem Park, auf dem Sportplatz, auf der Baustelle, auf einem Schulhof oder auf einem großen Platz.

Die Rettungshubschrauber in Hamburg sind zwei Hubschrauber vom Typ Eurocopter 135. Bevor die Christoph 29 im Januar 2006 den Dienst antreten konnte, gab es in Hamburg den SAR 71. Dieser Hubschrauber war eine Bell UH 10.
Die Hamburger Rettungshubschrauber sind immer von weitem zu hören. Der Christoph 29 ist am BWK in Wandsbek und der Christoph Hansa in Bergedorf stationiert.

Ende

Donnerstag, 7. Februar 2008

In der Disco

von Heinz Thomsen

Neulich war ich tanzen. Draußen war es dunkel. Die Disco war voll und die Musik wer genau richtig laut. Ich mochte die Musik. Es war Rap, das ist cool. Zuerst habe ich mir was zu Trinken geholt, und zwar Cola. Ich habe mich alleine an einen Tisch gesetzt und die anderen Leute beobachtet. Niemand hat getanzt. Ich auch nicht. Es waren auch ein paar Mädchen da, aber ich fand keine von ihnen interessant. Ich fand es gut, die Leute zu beobachten. Dann bin ich nach Hause gegangen, weil ich müde war. In meinem Bett wartete schon mein Kuschelhase.

Ein schöner Morgen auf dem Land

von Dennis Seidel

Der Morgen graut.
Es wird langsam hell.
Auf dem Hof der Familie Seidel ist es noch ruhig. Ich heiße Denis Seidel und bin acht Jahre alt.

Meine Geschwister heißen Silvana, Therese und Kevin.
Wir haben zwei Hunde, sechs Kühe, eine Sau und sieben Ferkel, drei Katzen und einen Hahn auf dem Hof.
Unsere beiden Hunde heißen Ava und Rex.
Ava ist eine Mischlingshündin und Rex ist ein Border Collie.
An diesem Morgen ist alles ruhig.
Rex schläft unten im Flur.
Neben mir schnarcht Silvana.
Mama und Papa schlafen auch noch.
Therese sitzt am Schreibtisch.
Um 9.30 Uhr weckt mich Silvana.
Mama macht Frühstück.
Unten schreit Kevin.
Silvana geht mit Rex raus.
Nach dem Frühstück gehen wir raus.
Ende

„Na, Du Spasti“!

von Nora Poppensieker

Spastiker – was ist das eigentlich?!
Ich kenne den Begriff nur aus den Sprüchen der Grundschule, „Hey, Du Spasti(ker)!“. Benutzt hatte ich diesen Satz sogar auch schon. Aber die Aussage dieses Satzes?! – Die habe ich nie gewusst.
Bis jetzt. Nun habe ich selbst leider etwas, was sich Spasmus nennt. Also weiß ich, was das ist. (Wenn ich gehe, beugen sich die Zehen unter den Fuß, auf den Boden. Sie „krallen“. Ich gehe also auf den Zehen.) Doch, es ist schon recht unangenehm, ja, es teilweise tut sogar auch weh! Aber – obwohl mir meine Eltern immer sagen: “Mach die Zehen mal locker, sortiere sie!“, wenn ich so gehe, – ich kann das leider nicht abstellen. Ich „kralle“ einfach.
Einen Spasmus kann man nicht so einfach abstellen bzw. beeinflussen – Er ist einfach vorhanden, wenn man Pech hat. Das ist (leider) bei mir nun so der Fall. Und – wie gut auch immer diese Ratschläge meiner Eltern nun mal gemeint sind – ich kann auch nichts gegen das ständige Krallen unternehmen, ich tue es einfach.
Einen Spasmus kann man nicht willkürlich beeinflussen oder gar verhindern. Es ist ein vom Kopf gesteuerter Mechanismus, der quasi automatisch einsetzt. Bei einem Spasmus lässt der Kopf lediglich Masssenmuster zu, um die Person von A nach B zu bewegen (Ziel Nr.2 des Kopfes), sobald sich die Person in der Aufrichten befindet (Ziel Nr. 1 des Kopfes). Selektive Bewegungen wären zwar durchaus möglich, jedoch nicht die Norm. Und diese nun angewandten Bewegungsformen kommen so im Gehirn an und setzen sich dort fest. Bei mir heißt dies: beim Gehen den linken Fuß irgendwie nach vorn zu „schleudern“ und zu krallen. Hier stehen „selektive Bewegungen“ für eine Bewegung, die zielgerichtete einzelne Muskeln ausführen.
Diese „Massenbewegung“ läuft nach abnormalen Verhaltensmustern ab, da so einiges in meinem Kopf durch den Unfall, den ich hatte, gestört worden ist. Ein Massenmuster ist der Ausdruck für keine einzelne Bewegung, sondern wenn viele Muskeln bei einer Bewegung „mithelfen“, z.B. Bein vor“.

Meine momentane Physiotherapeutin, bei der ich zurzeit auch sehr intensiv Therapie nehme, hilft mir wirklich ungemein bei der Bekämpfung meines „Fehlers des Fußes“. Ich hoffe nun, dass mein Spasmus sogar mal – dank ihrer Hilfe – beseitigt wird! Auch wenn das vielleicht zu viel erhofft ist, ich hoffe es dennoch… Na, dass es möglich ist, den Spasmus (ganz) zu beseitigen, versprach sie mir schon mal. Und ich weiß halt, dass ich bei ihr unter guten und hilfreichen Händen bin und traue ihr diesbezüglich auch sehr viel zu.
Auch mein spanischer Physiotherapeut gab mir schon viele Tipps für meine Vorgehensweise gegen diesen Spasmus. Der Spasmus hat sich sogar auch – dank der Hilfe dieser eben genannten Physiotherapeutin – schon wesentlich verbessert! Aber dieser Spasmus ist nun mal vorhanden und bleibt es wohl auch noch. Leider. Ich hoffe aber, nicht mehr allzu lange!

Jetzt, wo ich weiß, was das bedeutet, ein „Spastiker“ zu sein, würde ich diesen Satz nicht mehr so einfach benutzen. Eine Spastik ist schon etwas wirklich Schlimmes, das habe ich merken müssen. Etwas, was man sogar seinen ärgsten Feinden nicht so einfach wünscht.

Ein kleiner Traum von mir

von Marco Nast

Ich würde gerne einen schönen Urlaub in einem exotischen Land machen:

Mein Problem besteht aber darin, daß ich leider sehr schlecht gehen kann. Das liegt leider daran, daß ich das Opfer eines heftigen Unfalls war, der zum Glück aber nur mich allein betraf:

Eines Morgens, es war im Januar (der 3. 2003), da bin ich mit meinem Auto zur Arbeit gefahren. Ich hatte leider das Pech, daß ich auf einer überfrorenen Stelle ins Schleudern kam.
Ich hatte mich mehrmals überschlagen und bin dann im Strassengraben liegen geblieben.
Zum Glück hatte dies jemand bemerkt, der daraufhin gleich die Polizei gerufen hatte. Als Folge davon bin ich mit einem Rettungshubschrauber abgeholt und in das Eppendorfer Krankenhaus geflogen worden, die hatten mich dort zum Glück wiederbelebt. Daraufhin wurde ich in das Krankenhaus nach Boberg verlegt, wo ich traurigerweise über ein Jahr gelegen habe, bis mich meine Eltern wieder nach Hause geholt haben.
Ich muß leider zugeben, daß ich noch Heute unter den Folgen dieses Unfalls zu leiden habe.

Die Folgen dieses Unfalls bestehen für mich darin, daß ich nun leider sehr schlecht (beziehungsweise nur mit Stöckern) gehen kann.)

Was ich mir in diesem Zusammenhang wünsche ist, dass ich mich, wenn ich mich ein wenig rehabilitieren könnte, wieder so verhalten könnte, wie es die Menschen um mich herum tun, damit meine ich zum Beispiel ohne Stöcker zu laufen, etwas mehr zu behalten und nicht so oft auf die Toilette zu müssen.

Ich muß aber zugeben, daß ich trotz meiner Defizite trotzdem recht glücklich bin, damit meine ich, daß ich halt versuche, das Beste aus meiner so unangenehmen Situation zu machen.

Wenn ich vielleicht das Glück hätte, könnte ich trotz meiner leider vorhandenen Defizite wieder Menschen kennenlernen, die mich so nehmen, wie ich halt bin.

Ich sehe es als notwendig an, das Beste aus meiner Lage zu machen. Aber ich befürchte, es benötigt außer dem bloßen Willen noch eine Menge an Geduld.

Aber wenn ich bedenke, was mir alles widerfahren ist, bin ich dennoch sehr glücklich.

Ich bin King Kong


von Heinz Thomsen

Ich lebe im Urwald, zusammen mit einer großen Orang Utan-Familie.
Ich bin sehr stark, aber nicht wild, sondern lieb und sanft.
Wenn jemand in Gefahr ist oder Hilfe braucht, dann bin ich für ihn da.

„Mein Bubilein“

von Nora Poppensieker

Ich habe ein Problem, welches sicherlich auch alle anderen erwachsenen „Kinder“ haben, die einen Unfall erlitten haben: Ich bin nun wieder ein „kleines Bubilein“ geworden!
Ich bin zwar inzwischen (schon) 25 Jahre alt und war 23 Jahre zu dem Zeitpunkt meines Unfalls, aber für meine Eltern, insbesondere für meine Mutter, bin ich nun wieder ein Teenager geworden!
Dass ich schon erwachsen bin, sieht sie nicht so. Ich, erwachsen? Aber wieso verhalte ich mich dann nicht auch so?!
Gut, ich muss zugeben, dass meine Verhaltensweise teilweise wirklich noch sehr „kindisch“ ist. So hatte ich bis zu meinem 24. Lebensjahr noch „Mama“ und „Papa“ zu meinen Eltern gesagt und erst ziemlich spät gemerkt, dass ich aus diesen Alter schon (lange) raus bin. Na, immerhin habe ich es gemerkt! Aber meine Mutter („Mama“) gab sogar schon zu, sie sähe mich als „Pubertierende“. Ja, ich denke sogar, als „pubertierendes Gör“! Ich weiß, dass ich mich noch sehr lange so verhalten habe, wie man sich „pubertierende Görs“ vorstellt. Aber Eli, („Mama“), siehe endlich mal ein, dass ich erwachsen bin!!! Das bin ich nämlich…
Ich habe wirklich immenses Glück, dass meinen Eltern meine Selbständigkeit ebenso wichtig ist, wie sie mir auch selbst wichtig ist: Und so arrangierten sie es, dass ich mein Geld, welches ich aufgrund des Unfalls bekomme, für eine (Eigentums-)Wohnung nutze. Und das, obwohl es durchaus die Möglichkeit gegeben hätte, bei ihnen im Haus, in dem sie wohnen, den Keller auszubauen (es gibt dort eine eigene Wohnungstür)! Na, da wären wir uns ja sicherlich extrem stark auf die Nerven gegangen, gegenseitig. (Meinen Eltern wäre ihr „kleines Baby Nora“ auf die Nerven gegangen und ihr ihre Eltern.) Schön, dass dem nun doch nicht so ist!