21. Januar 2008

Die Atem-, Sprach- und Stimmtherapie

von Nora


Aufgrund eines Schädelhirntraumas, welches sich im Jahre 2004 ereignete, leide ich unter erheblichen Sprachschwierigkeiten, unter einer Dysiatrie. So sagen mir auch meine Eltern, die beide wirklich Probleme mit der Art meiner Aussprache haben, ständig Dinge wie: „Nun nuschele doch nicht so, Nora!“ oder: „Du wirst doch heute einen Freund treffen. Rede dort bitte bloß ordentlich! Also deutlich und verständlich. Nicht, dass wir wieder zu hören bekommen, Du sprächest nicht verständlich genug. Gib Dir da also bitte bloß Mühe!".
Ich habe nun auch schon so einige Logopäden hinter mich gebracht. Als ich in der Bremer Reha Friedehorst war, hatte ich eine besonders gute Logopädin, die mich auch wirklich vorangebracht hatte. Leider ging sie während meiner Bremer Reha-Zeit in Rente und Friedehorst war der Meinung, ich könne ja eigentlich sprechen, täte es nur nicht. Also kam ich lediglich in eine „Logogruppe“, wo man eigentlich das richtige Anwenden der Sprache hätte lernen sollen. Leider habe ich das dort aber nicht gelernt und nuschele so noch immer sehr oft.
Nun hatte ich das Glück, dass meinen Eltern eine bestimmte Atem-, Sprach- und Simmtherapeutin empfohlen wurde. Bei dieser bin ich nun, anstelle bei einer Logopädin zu sein. (Dazu muss ich sagen, dass mir die Logopädin, die mir das Sprechen wieder neu gezeigt hat, als ich nur flüstern konnte oder mich schriftlich äußern musste, eine solche Therapeutin sei nicht sehr anerkannt. Da diese eben beschriebene Logopädin allerdings in Bremen arbeitet, bin ich nicht bei ihr. Statt dessen bin ich nun inzwischen (trotzdem) bei der Atem-, Sprach- und Stimmtherapeutin.) Diese ist ausgesprochen hilfreich für mich! Insbesondere zeigte sie mir beispielsweise, wie ich mir die Luft beim Sprechen richtig einteile. Mit dem Atmen in Verbindung mit dem Sprechen habe ich nämlich noch erhebliche Probleme, obwohl mein Unfall doch schon längere Zeit her ist. So sprach ich – bevor ich bei Ihr Therapie hatte – wenn ich eigentlich keine Luft mehr hatte. Diese Therapeutin konnte mir allerdings zeigen, dass es auch anders geht!
Laut ihr sei es wichtig, sich Zeit zu lassen. Insbesondere in Verbindung mit dem Zuhören. Der Mensch als ganzes sei wichtig, die Stimme gehöre mit der Atmung zusammen, so wie auch die Anspannung mit dem derzeitigen Zustand zusammen gehöre.
Ich glaube, dass ich dazu noch sagen muss, wie wichtig es ist, dass wir sehr gut zusammen passen. Das tun wir nämlich. Ich mag sie wirklich gern und sie kann (natürlich) auch gut zuhören.
Wenn wir gemeinsam arbeiten, rede ich teilweise auch wirklich gut.
Ich muss hier sagen, dass sie mir unheimlich gut schon geholfen hat. Ich hoffe, dass ich weiterhin meistens wieder gut sprechen kann, jedenfalls verständlich.

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