Dienstag, 19. März 2019

Der Tag, an dem ich an die große Liebe glaubte und sie dann noch fand

von Dennis Seidel

Es war an einem sehr kalten Wintertag im Februar 2018. Schon seit einigen Tagen war es hier in Hamburg eiskalt und es lag Schnee auf den Straßen und die Gehwege und Straßen waren glatt.
Ich wusste ja noch nicht, dass ich an die große Liebe glaubte und sie heute finden würde. Wie ich dann so einsam an der Bushaltestelle Friedensallee stand, der 283er Bus war gerade weggefahren, und weiter hinten kam, Gott sei Dank, der 37er Bus, sah ich sie auf mich zu kommen. Sie hatte blondes Haar und eine warme Winterjacke, eine Pudelmütze, ein blaues Kleid, eine lila Leggins und hohe rote Stiefel an, ihr Name war Jasmin. Jasmin war so hübsch, ihr süßes Lächeln verzauberte mich.

Dann sah ich auch, warum es sehr gut war, dass Jasmin in der Nähe war, es kam nämlich einer der zahlreichen Besoffenen vom Platz, wo immer die ganzen Trinker sitzen, angetorkelt. Dieser hatte einen Hund dabei, der ohne Maulkorb war und sehr bösartig gegenüber den Leuten, die hier standen. Dann kam der Bus und zu allem Überfluss stieg dieser Typ mit dem Hund auch ein.
Er brüllte den Hund an:“ Halt jetzt die Fresse, Bruno!“. Jasmin sagte: „Bleib bloß bei mir, der da vorne ist ziemlich besoffen!“. Der Hund, den der Besoffene mit Bruno anredete, fing laut zu bellen an. Jasmin legt ihre Hand auf meine, ich zitterte vor Angst.

Wir beide fuhren bis Altona, konnten aber nicht durch, weil der Hund uns den Weg versperrte. Der Busfahrer forderte den Typen auf, seinen Hund zur Seite zu zerren damit die Leute aussteigen und diejenigen, die einstiegen, durch gehen konnten. Er stieg auch mit aus und schubste leider mich, weil ich nicht so schnell konnte. Jasmin schrie: „Pass gefälligst auf du Penner!“. Der Typ brüllte: „Redest du mit mir, du blöde Tussi?!“. Sein Hund, also Bruno, knurrte Jasmin an.

Wir gingen ganz schnell zu „Media Markt“, wo ich mir eine CD von Anna Maria Zimmermann und Jasmin Wagner kaufen wollte. Wir beide fanden auch zwei richtig tolle CDs von beiden. Danach gingen wir durch die Ottenser Hauptstraße zum „Mercado“, wo ich Jasmin bei Giovanni L auf einen Kakao einlud. Das war jetzt unser Date. Wir beide lächelten uns an. Jasmin war so süß.

Nach dem Kakao trinken gingen wir dann händchenhaltend weiter und sahen oben bei „Fressnapf“ zwei süße Hundewelpen, die an der Kasse süß mit einander spielten. Zwei junge Frauen schauten auf die beiden Hunde. Jasmin sagte: „Schau mal Dennis, die beiden kleinen Hunde dort, die sind so süß!“. Als wir wieder raus kamen, sahen wir den Typen mit seinem Hund Bruno wieder. Der Typ bettelte gerade Passanten an. Es war richtig blöd, weil Bruno den Passanten genau im Weg lag und so kam es, dass dann eine junge Frau, die Stöckelschuhe trug, stolperte. Eine alte Frau schrie: „Zerren sie gefälligst ihren Hund weg, hier ist schon jemand gestolpert!“. Der Typ sah uns beide und kam auf uns zu. Jasmin nahm beschützend meine Hand.
Dann fuhr ein Funkstreifenwagen der Polizei mit Blaulicht vorbei. Wir hörten noch einen zweiten Funkstreifenwagen und einen RTW und dann hörten wir, wie der Rettungshubschrauber kreiste und einen Landeplatz suchte. Wir konnten den Hubschrauber ganz kurz sehen, es war der „Christoph 29.“ vom BWK. Jasmin sagte: „Komm schnell Dennis, der landet hier hinten!“.
Wir konnten hören, wie der Hubschrauber wieder kreiste, dann runter kam und wie die Rotorblätter stehen blieben. Dann fuhr einer der beiden Polizeiwagen mit Blaulicht und Sirene an uns vorbei. Auf der Straße hinter dem Busbahnhof sahen wir dann den Hubschrauber stehen, hier standen auch schon einige andere Leute, die Besatzung stieg gerade in den Polizeiwagen.

Von Dennis Seidel aus der Tolle Worte Redaktion von LMBH.

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