23. August 2009

Unser Elbepicknick


von Marco Nast

Wir von der Schreibwerkstatt haben ein schönes Picknick am Elbufer gemacht. Dazu haben wir uns gegenüber der Köhlbrandbrücke auf eine Böschung an die Elbe hingesetzt.

Es war sehr schön dort, denn auch das Wetter hat mitgespielt. Wir haben viele Sachen genascht, die die Freunde aus der Schreibwerkstatt mitgebracht haben. Neben einigen Süßigkeiten hatten wir auch ein paar Knackwürstchen, Brot, Salate, Kuchen und Getränke. Lina hatte an diesem Tag auch noch Geburtstag gehabt, das war aber eine schöne Überraschung. Wir haben uns gut unterhalten und viel Spaß miteinander gehabt. Solch einen schönen Tag müsste man öfters haben. Wir haben es sehr genossen dort zu sitzen. Ich war auch sehr beeindruckt von der Größe der Köhlbrandbrücke, die man von weitem sehen konnte. Auf dieser Wiese saßen viele kleine Gruppen, die dort Picknick machten und das schöne Wetter genossen. Ich finde es klasse, dass Sylvia und Frank uns solche schöne Erlebnisse ermöglichen.

19. August 2009

Kaffeetrinken

von Nora 
Beim Kaffeetrinken geht es nicht nur um das Getränk Kaffee, es spielt hier auch der Aspekt der Gemütlichkeit eine Rolle, auch der steht fürs Kaffeetrinken. Gemütlichkeit und Pause. Mal für sich nur sein, aber auch die Gemeinschaftlichkeit genießen zu können. Doch, es ist schon auch der Geschmack des Kaffees, der hier eine Rolle spielt. Der Kaffee zur Pause ist ein absolutes Muss. Pause ohne Kaffee? – Oh nein, bitte nicht, das geht doch nicht!

Täter-Nuss-Impfung

von Nora 
Henrike muss sich morgen impfen lassen: gegen Tetanus. Das möchte sie zwar nicht, aber sie kann es durchaus nachvollziehen: Der Haselnussbaum gehört ja schließlich ihren Nachbarn. Er wächst zwar auf ihr Grundstück, aber das akzeptiert Henrike nicht als Ausrede, die Haselnüsse immer zu stibitzen. Regelmäßig nascht sie Haselnüsse. Ja, sie ist der Nuss –Täter. Aber hilft da auch eine Impfung? Wird Henrike nach dieser Impfung kein Verlangen mehr nach Haselnüssen haben?

13. Juli 2009

Herr Schieß-mich-tot
Eisdiele „lecker-da-mit-ganzen-Früchten“
Hauptstraße 1
12345 Sonstwo


Sehr geehrter Herr Schieß-mich-tot,

ich möchte mich bei Ihnen beschweren: Ich finde es unmöglich von Ihnen, Ihr Eis als „lecker-da-mit-ganzen-Früchten“ anzupreisen, aber nichts dergleichen zu bieten. Ich aß gestern zum erneuten Mal wieder eine Kugel Speiseeis bei Ihnen an der Eisdiele am Hauptbahnhof, doch habe ich leider weder eine ganze Frucht, noch nur eine halbe finden können! Was denken Sie sich eigentlich dabei, so falsche Versprechungen in die Welt zu setzen?! Ich bin zutiefst enttäuscht und werde bei Ihnen nie wieder mein Glück mit dem Meloneneis-mit-ganzer-Frucht versuchen, da ich schon zu oft enttäuscht worden bin!

9. Juli 2009

Lüg mich nie an! Eine Geschichte mit zwei Enden

von Lina Strothmann
Die 50jährige Silvia war etwas genervt. Ihre letzten Wochen waren nicht berauschend gewesen.

Es begann alles sehr toll: Ihr Ein und Alles, der Sven, kniete sich vor sie, klappte ein kleines Päckchen auf und fragte sie: „Silvia, willst Du mich heiraten?“
„Oh, sehr gerne! Der Ring ist wunderschön!“
„Ja, mein Schatz, der hat mich 50.000 Euro gekostet. Dafür habe ich Jahre gespart.“
„Du bist ja soooo süß!“. Silvia steckte den Ring an und war superglücklich.
Nicht lange.

Zwei Wochen später hörte sie, wie Sven mit seinem Freund sprach.
„Ja, weißt Du, ich habe diesen Ring aus dem Automaten, für 2 Euro. Super, oder?“

Supersauer lief Silvia zu den beiden Männern, holte ihre Waffe heraus und knallte den Penner ab. Was fällt diesem Mistvieh ein, sie so anzulügen?!

Ende 1
Sie hatte nur eine Sache vergessen: Svens Freund, der alles mitbekam, war Polizist und nahm sie fest.
Von dem Tag an war sie nun im Knast – vermutlich für immer.

Ende 2
Sven fiel tot zu Boden und ein Plastikring kullerte ihm aus der Hand.

Umweltgedanken vom Land

von Marco Nast

Ich bin heute als Fahrschüler in die Stadt gefahren und habe wieder einmal feststellen müssen, dass viel zu viele Fahrzeuge unterwegs waren. Wo soll das bloß hinführen? Unsere Umwelt ist ja schon dermaßen belastet mit den vielen Abgasen. Die Luft ist sehr verschmutzt.

Ob wir Menschen überhaupt noch verantworten können, was wir mit unserer lieben Umwelt so anstellen? Es gab offensichtlich noch nie so ein Wesen, wie den Menschen, der seine Umwelt in kürzester Zeit schon beinahe ausgerottet hat. Und sich immer noch als harmloses Wesen darstellt. Aber er kann es sich auch erlauben, da er ja keine Kritik von seiner Umwelt erhält.
Wir hier auf dem Lande haben noch frischere Luft als in der Stadt, da es hier Landwirtschaft und keine Industrie gibt.

Wird Barierefreiheit durch Fahrstühle wirklich unterstützt?

von Steffanie Thies

Die dramatischen U und S Bahn – Fahrten nach funktionierenden Fahrstühlen in Hamburg zeigen immer wieder wie schwierig es für Rollifahrer ist, sich fort zu bewegen. Davon können nicht nur die Rollifahrer ein Lied singen, sondern auch die Mütter mit ihren Kinderwagen.


Nehmen wir einfach mal ein Beispiel aus unserem Alltag.
Morgens wenn ich aufwache und weiß, heut Nachmittag ist das Treffen der Schreibwerkstatt von Leben mit Behinderung Hamburg, fangen meine Knie an zu zittern, aus Angst, dass die Fahrstühle mal wieder auf dem Heimweg ihren Dienst verweigern.
Was nun? Da steht man vor einem dunklen Fahrstuhl, der nicht fährt und die Rolltreppe ist zu schmal. Also ab nach draußen in den strömenden Regen und auf den Bus warten. Die Passanten sind wie immer genervt, dass man die Rampe des Busses erst einmal ausfahren muss und sie Platz machen müssen.
Ein paar Busstationen weiter ist dann auch endlich eine U-Bahnstation mit Fahrstuhl. Die Spannung steigt wie Sau, ob dieser Fahrstuhl funktioniert. 

Glücklicherweise geht doch mal etwas beim HVV und man ist oben an der Plattform angelangt. Natürlich ist es eine U-Bahn, dabei müssten wir eigentlich in die S Bahn. Na GROßARTIG – also erst einmal Richtung Hauptbahnhof und das Bangen geht wieder los, ob dort der Fahrstuhl geht.

Beim Hauptbahnhof geht natürlich alles reibungslos. Was sonst – Central Station eben!


Endlich – wir sitzen in der richtigen S Bahn Richtung Heimat. Eigentlich könnte man sich nun entspannt zurück lehnen und den Joghurt genießen, doch da kommt auch schon der S-Bahnfahrer und informiert uns über den defekten Fahrstuhl in Allermöhe. Ich glaub mein Schwein pfeift, das darf doch nicht wahr sein. Nun gut, aufregen bringt auch nichts, außer einem hohen Blutdruck.
Eine Station weiter nach Nettelnburg, wo der Fahrstuhl GOTT SEI DANK fahrtüchtig ist. Organisatorischerweise hat Nettelnburg ein großes Busnetzwerk, doch die Organisation scheint ab 20 Uhr zu schwanken.
VERDAMMTE ACHST – 15 Minuten im strömenden Regen auf den blöden Bus warten. Nach über einer Stunde Heimfahrt hab ich gar keinen Bock mehr und will nur noch genervt in mein Zimmer.


Vielen Dank lieber HVV für diese „angenehme“ Heimfahrt!

8. Juli 2009

In der S-Bahn

von Dennis Seidel
Es war an einem heißen Sommertag. Ich kam gerade vom Flughafen und war auf dem Nachhauseweg als sich in völlig betrunkener Typ neben mich setzte. Der Mann stänkerte rum und wollte mir den Rucksack klauen. Hinter mir saß eine junge Frau. Sie merkte, dass etwas passierte und kam zu mir um mir zu helfen. Der Mann fing an zu Pöbeln. Er machte die Frau an. Sie hieß Juliet und war so hübsch… Ich nahm ängstlich ihre Hand.

Trauen

von Nora 
Sehr geehrte Frau Kuschel, ich bin ein wenig verwirrt: Kann ich meinem Lebensgefährten noch trauen? Mein Lebensgefährte telefoniert des Öfteren, ohne dass er mir erzählt, wer an der anderen Leitung ist, mit wem er telefoniert. Hinterher ist er immer guter Laune und sehr erfreut. Muss ich mir da vielleicht Sorgen machen? Weiterhin fühle ich mich oft nicht wirklich von ihm wahrgenommen. Und was mich wirklich stört: Er hat mir schon sehr lange keine Rosen mehr mitgebracht. Meine Freundin hingegen erzählt mir ständig, ihr Freund hätte ihr Blumen mitgebracht. Mein Freund sagt mir kaum noch, dass er mich liebt. Er meint, das müsse ich doch eigentlich wissen. Nur wie soll ich das wissen, wenn er es mir nie sagt?! Ich hoffe, sie können mir einen guten Rat geben, was ich tun sollte. Ich bin völlig ratlos. Mit freundlichen Grüßen Ihre Frau Ratlos ____________________________________ Sehr geehrte Frau Ratlos, Bitte nehmen Sie ihre Situation nicht so dramatisch. Wie lange sind Sie schon mit Ihrem Partner zusammen? Da Sie ihn nicht als Ihren Freund, sondern als Ihren Lebenspartner bezeichnen, scheinen Sie beide ja schon eine Weile zusammen zu sein. Vielleicht mag die Phase der ersten Verliebtheit schon der Vergangenheit gehören, aber dennoch ist ein Beieinandersein doch noch sehr schön. Und was bitte möchten Sie mit Blumen bzw. gar Rosen anfangen?! Die landen doch eh alle nach einer Zeit im Müll. Und Rosen haben sowohl Stacheln, als auch keine offenen Blüten. Seien Sie also froh, dass ihr Partner ihnen keine Schmerzen (durch Stacheln an Rosen) zufügen möchte! Nehmen Sie Ihre Situation also nicht so ernst und sehen Sie immer das Positive an allen Situationen. Denn die gibt es immer, positive Situationen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie auch bald sehen, wie sehr Ihr Partner sich darüber Gedanken macht, was für Unheil Rosen anrichten können! Seinen Sie dankbar, dass er Sie schützen will.

In der Schule 1991

von Dennis Seidel
Es war in der ersten Schulstunde. Ich saß neben Janina. Benni ärgerte mich wieder einmal. Unsere Lehrerin ermahnte ihn. Janina beruhigte mich. Sie nahm meine Hand und wir verliebten uns ineinander. In der großen Pause küssten wir uns dann.