19. Oktober 2009

Perfektitis

von Nora 
Gibt es die Perfektität? Perfektismus? Die Perfektkeit? Perfektismus? Dann vielleicht die Perfektigkeit? Na, es reicht doch schon, sagen zu können, dass es das perfekte Pärchen gibt, nämlich meinen Süßen und mich. Dass man das ohne zu lügen und ohne in kleinster Weise zu übertreiben sagen kann, ist schon perfekt, Fast schon zu perfekt. „Süßer, Du bist einfach perfekt für mich. Wir beide sind perfekt für einander. Dass Du jetzt nicht bei mir bist, ist zwar nicht perfekt, dieser Zustand wird sich aber ab dem 12.10.2009 ändern. Perfekt!"

Die Geschichte, ich Gundi wäre eine Giraffe

von Gunda Breul
Ich Gundi wäre eine Giraffe mit einem langen Hals und es gäbe nur Gras zu essen, das wäre sehr langweilig, ewig nur Blätter und Sträucher essen, niemals ein schönes dickes Holzfällersteak mit Bratkartoffeln. Und es ist ein tolles Gefühl, eine Giraffe zu sein, man kommt überall dran, wo man nicht rankommen soll. Das finde ich toll, eine Giraffe zu sein.

Die Geschichte vom Hansapark

von Gunda Breul

Es war einmal ein schöner, sonniger Tag im Hansa Park. Es wäre schön, wenn der Eintritt umsonst wäre und die Fahrgeschäfte sind ja auch nicht umsonst.
Am liebsten fahre ich Gundi Wildwasserbahn. Und lasse mich ganz gerne schminken und fahre auch mit dem rasenden Roland und auch ganz gern in den ganz schnellen Untertassen. Aber nicht in der Achterbahn. Weil es sehr schnell und kopfüber geht. Und dann ist da noch ein Freefall Tower und dann ist da noch ein Kettenkarussell, das 40 Meter hoch ist, da habe ich mich nicht reingetraut.
Und sogar einen 40 Meter hohen Aussichtsturm gibt es, wo man ganz gut gucken kann. Und einen guten Ausblick hat.
Ich Gundi finde die Bimmelbahn sehr, sehr uncool und langweilig. Und sehr, sehr cool ist die riesige Schiffsschaukel, aber ich Gundi bin da nicht reingegangen, weil mir da schlecht und schwindelig wird.

5. Oktober 2009

So eine Unverschämtheit!

von Nora 
Oma Mine und Opa Heini hätten wirklich jeden Grund dazu, sich aufzuregen: Da schnappte sich dieses junge Gör doch vor ihrer Nase die letzte Packung der Küchenrollen weg! Und damit nicht genug, nun schimpft sie auch noch: „Ja, immer diese Rentner. Die hätten in der Woche doch genug Zeit zum Einkaufen! Aber nein, sie entscheiden sich fürs Wochenende, obwohl nur dann auch die berufstätige Bevölkerung einkaufen gehen kann. Und dann beklagen sie sich auch noch, wenn ihnen die Dinge vor ihrer Nase weggenommen werden. Kein Wunder, würde ich mal sagen, dann sollten sie doch bitte in der Woche einkaufen gehen! Die Zeit dazu hätten sie ja schließlich auch.“ Und dass nur, da Oma Mine sich lautstark darüber geärgert hat, dass dieses junge Gör die letzte Küchenrolle geschnappt hat. Oma Mine stand aber schon offensichtlich vor dieser Rolle, bereit, sie zu nehmen. Als dann ja diese Zicke kam. Und dabei ist die sicher gerade erst so etwa 20 Jahre alt, also gerade vielleicht mal ein Drittel von ihnen beiden jeweils! Diese Jugend heutzutage…

Was ist mein Traum von Glück

von Marco Nast
Wo und wie möchte ich Leben?
Ich möchte gerne in einer Schönwetterzone leben, wo es nur nachts regnen kann. Denn wenn es nachts regnet, ist es nicht so störend, weil zu der Zeit ja meistens geschlafen wird.
Ich hätte gerne ein Traumhaus mit freundlichen Bediensteten, die mir jeden Wunsch von meinen Augen ablesen können und mich völlig unendgeldlich verwöhnen und ich hätte gerne Freunde um mich herum, die mich mit meinen Schwächen lieben so wie ich bin. Ich hätte gerne eine Freundin, die mich nicht nur wegen meines Geldes liebt, sondern weil sie mich sympathisch findet und meine Schwächen tolerieren kann, weil sie mich als Mensch liebt. Ebenso wäre es sehr schön, wenn es mehr Sonnenschein und noch mehr freundliche Menschen um mich herum geben würde, als gegenwärtig.

Wie möchte ich den Tag gerne verbringen:
Ich würde gerne lange schlafen können, ohne dadurch auf ein leckeres Frühstück verzichten zu müssen und meine Eltern sauer zu machen, weil sie mich dadurch für einen verpennten Taugenichts halten. Weiter würde ich gerne laut Musik hören können, ohne meine Umwelt dabei stören zu müssen. Ich hätte gerne ein paar Freunde, mit denen ich laut Musik hören kann und die gerne mit mir feiern möchten, weil sie mich für einen sympathischen Menschen halten. Es wäre wirklich klasse, wenn es keine rechtsgerichteten Parteien mehr geben würde. Denn in der heutigen Zeit ist es nicht mehr angebracht, so unsoziales Gedankengut zu haben

Summer in Love

von Johannes Plomitzer
Es geschah im Sommer 1968. Ich war als junger Marinesoldat in Vietnam stationiert. Ich ging meiner Arbeit nach und hatte zu tun. Plötzlich sah ich sie, Perry. Ich war hin und weg, ich dachte, das gibt es nicht. Was für eine Frau, dachte ich.
Ich ging auf sie zu und sprach sie an. „Wie heißt du?“ fragte ich. „Perry Summers“ antwortete sie. „Ich bin Journalistin und berichte für das britische Fernsehen. Aber eigentlich bin ich Deutsche, meine Eltern leben auch in Deutschland.“
Ich fragte sie „wollen wir uns nicht verabreden auf ein Glas Wein?“ „Ja natürlich wollen wir uns verabreden“, sagte sie.

Wir gingen ein Glas Wein trinken. Die Stimmung war sehr romantisch, die Sterne funkelten. Plötzlich überkam mich ein Gefühl, ich sah ihr tief in die Augen und küsste sie und das andere folgte dann zugleich. Wir tauschten uns körperlich aus. Danach brachte ich sie nach Hause. Plötzlich Fliegeralarm, Bombenangriff, Alarm, alle auf die Gefechtstation. Der Stützpunkt wurde angegriffen. Ich wollte meine Frau Perry in Sicherheit bringen.
„Komm Perry ich bringe dich zum Zug“, da hörte ich einen lauten Knall und Perry wurde in den Rücken geschossen. Sie sank in meinen Armen zusammen. „Bitte komm steh auf, das kann nicht sein, bitte steh auf. Nein, nein, nein. Du darfst mich nicht alleine lassen.“ Sie kam zu sich und zagte noch genau sechs Worte: „Warum muss es zu Ende sein.“

„Perry, Perry wach doch auf!“

Heute lebe ich auf einer Farm in Brighton in Südengland. Perry habe ich bis heute nicht vergessen. Besonders nicht, wie sie gelacht hat.

Das war meine Geschichte vom Summer of Love 1968,
Euer J.P.

Lissy funktioniert heute nicht

von Nora 
Wie recht oft, habe ich auch heute wieder Hippotherapie, also Reiten. Normalerweise bringt mir das sogar noch Spaß. Nicht nur, dass es mir sehr beim Gleichgewicht hilft, womit ich doch immer sehr stark zu kämpfen habe, nein, auch die frische Luft tut mir noch gut und Lissy, auf der ich reite, ist eigentlich viel zu brav für ein Tier! Nur heute funktioniert sie irgendwie nicht: Ich will in den Weg nach links abbiegen, ziehe auch den Zügel links, so wie Lissy normaler Weise auch auf den Befehl, nach links zu biegen, gut reagiert, aber heute funktioniert sie nicht. Sie will den Weg rechts entlang reiten und tut das sogar auch! Ich finde es nur schade, dass die Krankenkasse die Therapiekosten nicht übernehmen will, sondern da auch hier mal wieder meine Mutter tief in ihre Tasche greifen muss; Denn die Bewegung des Pferdes hilft meiner eigenen ungemein, so, dass ich nicht auf diese Therapie verzichten wollte, wenngleich ich sie auch nicht oft ausführen kann, da ich kaum Zeit habe… Aber ich habe jetzt eine Idee: Wenn ich beim nächsten Mal auf Lissy reiten werde, nehme ich ihr noch eine Wurzel mit. Da kann ich nur hoffen, dass diese Wurzel dann auch den ganzen Weg bis zu Lissy überleben wird – ich esse nämlich selbst gerne Wurzeln!

Jenseits der Mauer

von Johannes Plomitzer

In diesem Film ging es um Zwangsadoption in der ehemaligen DDR.
Ein sehr dramatischer Film. Der Vater war Ingenieur und sollte seine Mitarbeiter bespitzeln. Diesen Zustand konnte er nicht ertragen und hat den Entschluss gefasst mit seiner Familie zu fliehen. Dabei sind sie erwischt wurden von der Polizei. Die Stasi hat entschieden, dass eins der zwei Kinder bei der Familie bleiben darf und das andere Kind zur Adoption freigegeben wird. Das Kind war ungefähr vier Jahre alt. Man hat der Familie ohne Grund ein Kind weggenommen.

Die Familie hat versucht danach Kontakt zur Tochter aufzunehmen, sie lebte bis sie eine Ersatzfamilie gefunden hat im Heim. Die Briefe der Familie wurden aber von der Stasi abgefangen. Über 15 Jahre konnten sie keinen Kontakt aufnehmen und die Tochter dachte die ganze Zeit, ihre Familie will den Kontakt nicht. Irgendwann schaffte es der Bruder Kontakt mit seiner Schwester aufzunehmen. Da war sie längst in einer anderen Familie. Erst nach dem Fall der Mauer sind sie wieder zusammengekommen.

6 Richtige?

von Nora 
„Das möcht` ich auch“, sagt mir Maurice, „da hat doch tatsächlich ein Mann (aus Bayern oder so) doch tatsächlich Richtige plus die Superzahl richtig getippt. Ich glaube, der gewann 31 Mio. € oder so… Beneidenswert!“ Hm, beneidenswert? Ich überlege: Na, wenn mir jemand sehr viel Geld anböte, würde ich wohl kaum: „Nein, danke“ sagen, aber ob ich dann glücklicher wäre?! Das bezweifle ich, ehrlich gesagt. Klar würde ich mir (und sicher auch meinen engsten Freunden) dann das Leben angenehmer gestalten, aber andererseits würde ich Geld und Dinge, die einen (Geld-) Wert haben, nicht mehr richtig wertschätzen können. Klar würde ich die Liebe und auch Freundschaften noch genauso schätzen können, wie ich es jetzt schon tue. Doch könnte ich meinen Freunden dann noch trauen, wenn ich Reichtum hätte? Sicher hätte ich keine Probleme, für andere dann zu zahlen, doch weiß ich dann auch, ob die nur wegen der Einladungen, oder doch wegen meiner selbst mit mir etwas unternehmen wollen? Verheimlichen könnte ich meinen neu erworbenen Reichtum nicht, da ich dann das Gefühl hätte, meinen Freunden, die nicht so viel Geld haben, etwas abgeben zu müssen. Ach, stimmt ja, müssen muss man nur sterben oder auf die Toilette, das habe ich mal so aufgeschnappt. Ich wollte es also nicht, denn ich könnte dann nicht, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, so tun, als hätte ich kein Geld. Momentan habe ich kaum Geld. Es wäre schon ganz nett, etwas mehr zu haben. Aber 6 Richtige? Das ist lieb gemeint, sie mir im Voraus sagen zu wollen, Aber behalte sie lieber für Dich, und ich führe mein Leben wie gehabt fort.

Eine besondere Fähigkeit

von Sarah Gorski
Was ich machen würde, wenn ich die Gabe der Gedankenmanipulation hätte?
1. Ich würde meine eigene Armee erschaffen die auf meinen Befehl den Krieg in der Welt beendet.
2. Ich würde die Gangster dazu bringen sich freiwillig der Polizei zu stellen, ohne sich zu wehren.
3. Ich würde alle Soldaten aus den Kriegsgebieten zurück holen und sie für mehrere Jahre in den Urlaub schicken.
4. Ich würde meinen Lieblings Schauspieler (Mathis Landwehr) um ein Autogramm bitten.

Ich würde gerne so viel essen können ohne dicker zu werden.